Stadlober im Skiathlon ohne Chance auf Medaille

Langläuferin Stadlober im Olympia-Skiathlon Neunte

Samstag, 07. Februar 2026 | 15:15 Uhr

Von: apa

Die Salzburgerin Teresa Stadlober hat bei den Olympischen Spielen in Italien im Skiathlon über 20 km den neunten Rang belegt. Die von einer Verkühlung im Vorfeld beeinträchtigte Bronzemedaillengewinnerin von 2022 hatte am Samstag eine Minute Rückstand auf die Podestplätze. Schweden bejubelte zum Auftakt der Langlaufbewerbe in Tesero bei frühlingshaften Bedingungen mit Frida Karlsson und Ebba Andersson einen Doppelsieg. Bronze ging an die Norwegerin Heidi Weng.

Stadlober, die ihre Erkältung vor dem Saisonhöhepunkt als “Worst Case” bezeichnet hatte, war auf ihrer Lieblingsstrecke im Fleimstal von Beginn an im Hintertreffen. Den Skiwechsel nach zehn Klassik-Kilometern passierte sie mit eineinhalb Minuten Rückstand an der 15. Stelle. Auf dem Skatingteil machte die im Jänner mehrmals auf das Weltcup-Podest gekommene Salzburgerin mit der fünftbesten Zeit noch sechs Positionen gut. Im Ziel lag sie 2:26,4 Minuten hinter Karlsson bzw. fast genau eine Minute hinter Weng. Ihren zweiten Einsatz wird die 33-Jährige kommenden Donnerstag über 10 km Skating absolvieren.

Stadlober zufrieden mit Auftakt

Stadlober war nach ihrem ersten Rennen zufrieden. “Für die Vorbereitung war es ein gelungener Auftakt. Der Körper spielt mit”, sagte die Radstädterin, die mit dem Resultat ohne die Erkrankung im Vorfeld “natürlich nicht” zufrieden gewesen wäre. Dass sie sich im Skating-Abschnitt noch steigern konnte, stimmte Stadlober zuversichtlich für die nächsten Rennen. “Die Spiele sind lang. Der 50er kommt zum Schluss, da brauchst du alle Körner.”

Beim Skiathlon kämpfte Stadlober, die bereits beim Frühstück “sehr nervös” gewesen war, mit einer tiefen Loipe und anfangs mit ihrem Material. “Die erste Runde war schon sehr hart, das Tempo brutal. Da waren wir vom Klassik-Ski materialmäßig nicht ganz dabei und sehr viele Nationen schneller”, monierte sie. Im Skating habe sie aber wieder eine “Rakete” gehabt. “Da habe ich mich gefühlt wie sonst auch.” Die Verkühlung sei kein Handicap mehr gewesen, betonte Stadlober. “Die Nase ist wieder frei, das passt gut. Es freut mich, dass der Körper durchgehalten hat und ich draufbleiben konnte. Ich weiß, dass die Form passt.”

Karlsson überlegen

Karlsson triumphierte bei ihrem ersten Olympiasieg überlegen 51 Sekunden vor Weltmeisterin Andersson. “Sie war meine große Favoritin. Wenn sie gut drauf ist, zerstört sie das Feld. Wenn sie fit ist, pfeift es bei ihr”, sagte Stadlober über die 26-jährige Schwedin. Weng holte 1:26,7 Minuten hinter der Siegerin ihr zweites Edelmetall nach ebenfalls Platz drei im Skiathlon 2014 in Sotschi.

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