Misolic konnte nur wenig Gegenwehr leisten

Misolic bei Australian Open gegen Davidovich Fokina out

Montag, 19. Januar 2026 | 08:08 Uhr

Von: apa

Filip Misolic hat bei den Tennis-Australian-Open für keine Überraschung sorgen können. Der 24-jährige Steirer war am Montag in der 1. Runde des Grand-Slam-Turniers gegen den als Nummer 14 gesetzten Spanier Alejandro Davidovich Fokina chancenlos, unterlag in 1:42 Stunden 2:6,3:6,3:6. Damit muss der Ranglisten-84. auf seinen Premierensieg in Melbourne weiter warten, 2023 und 2024 war er in der 1. Quali-Runde gescheitert. Österreich ist im Männer-Einzel nicht mehr vertreten.

Misolic verlor gleich sein erstes Aufschlagsspiel und kassierte zum 1:4 noch ein Break. Auch im zweiten Satz brachte er zweimal seinen Aufschlag nicht durch. In Satz Nummer drei war das Break des Spaniers zum 2:0 entscheidend. Misolic konnte beim Stand von 2:5 noch drei Matchbälle abwehren und bei 3:5 zwei weitere, ehe die Gegenwehr zu Ende war. “Es war ein schwieriges Match, ich habe vom Ergebnis und gefühlt keine Chancen gehabt”, sagte Misolic.

“Ein Level über mir”

Mit dem Spiel des Ranglisten-15. habe er sich schwer getan. “Ich habe nicht gewusst, wie ich ihm wehtun soll. Er spielt von der Klasse ein Level über mir, ich bin immer ein bisschen langsamer beim Schlag.” Damit war sein erstes Antreten in einem Major-Hauptbewerb als durch das Ranking fix qualifizierter Spieler nicht von Erfolg gekrönt. Zuvor hatte er sich jeweils durch die Qualifikation kämpfen müssen. 2024 (2. Runde) und 2025 (3. Runde) konnte er dabei bei den French Open überraschen. In Wimbledon scheiterte er vergangenes Jahr in der 1. Runde. Bei den US Open war er noch nie im Hauptfeld vertreten.

Zumindest aus finanzieller Sicht hat sich Melbourne für Misolic richtig gelohnt. 150.000 Australische Dollar (85.959 Euro) gibt es für Verlierer der Auftaktrunde. Österreichs Nummer eins nimmt aber auch sonst Positives mit. “Es war wunderschön erstmals direkt im Hauptbewerb zu sein, die Atmosphäre in einem vollen Stadion war unglaublich gut. Ich habe es wirklich genossen, schade, dass es schon zu Ende ist”, meinte der ÖTV-Akteur.

Challenger-Einsatz geplant

Auftritte in solchen Arenen und gegen Akteure wie Davidovich Fokina seien Motivation für die Zukunft. “Ich weiß, an welchen Sachen ich arbeiten muss, ich hoffe, wir sehen uns in Paris wieder”, sagte Misolic. Die French Open stehen aber erst Ende Mai auf dem Programm. Vor dem Davis-Cup-Duell mit Japan (6., 7. Februar) möchte Misolic auf der Challenger-Tour noch Selbstvertrauen tanken. Auf der ATP-Tour wartet er 2026 noch auf ein Erfolgserlebnis. Vor Melbourne hatte er in Brisbane in der 1. Quali-Runde und in Adelaide in der 2. Quali-Runde Niederlagen kassiert.

Am Dienstag steigt Julia Grabher gegen die Italienerin Elisabetta Cocciaretto ins Geschehen ein. Neo-Österreicherin Anastasia Potapova steht nach ihrem Sieg am Sonntag bereits in Runde zwei, wo sie es mit der ehemaligen US-Open-Siegerin Emma Raducanu aus Großbritannien zu tun bekommt.

Kommentare

Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen