Italienischer Motorradverband: "Eine Maßnahme, die die Freiheit der Motorradfahrer einschränkt"

Motorsportaktivitäten in Südtirol ab 1.600 Meter verboten

Dienstag, 04. August 2026 | 08:00 Uhr

Von: Sophia Molitor

Bozen – Am 19. Juni hat die Südtiroler Landesregierung einen Beschluss verabschiedet, der die Durchführung von Motorsportveranstaltungen – sowohl Wettbewerben als auch nicht wettbewerbsorientierten Veranstaltungen – in Gebieten oberhalb von 1.600 Metern Meereshöhe sowie auf bestimmten Straßen des Landesgebiets untersagt.

Als Sportveranstaltungen gelten dabei alle organisierten Aktivitäten, die unabhängig von ihrem Wettkampfcharakter Freizeit-, Erholungs- und Unterhaltungszwecken dienen und sowohl Teilnehmer als auch mögliche Zuschauer einbeziehen. Darunter fallen folglich nicht nur Rennen, sondern auch Veranstaltungen von Motorradclubs und anderen Verbänden des Sektors.

Der italienische Motorradverband ist bersogt über den Motorradtourismus 

„Mit Verwunderung und Besorgnis nehme ich diesen Beschluss zur Kenntnis. In einer Provinz, in der der Motorradsport seit jeher eine wichtige touristische Ressource darstellt und zahlreiche Motorradbegeisterte anzieht, die das Gebiet kennenlernen und wertschätzen möchten, sehen wir uns nun mit einer Maßnahme konfrontiert, die den Zugang zu einigen der bedeutendsten Straßen für Motorradfahrer einschränkt.

Die FMI setzt sich seit Jahren für einen nachhaltigen Motorradtourismus ein, der auf dem Respekt gegenüber der Umwelt, den lokalen Gemeinschaften und den Verkehrsregeln basiert. Der Motorradtourismus schafft zudem erhebliche wirtschaftliche Wertschöpfung und trägt zur Bekanntheit und Attraktivität vieler Regionen unseres Landes bei.

Wir sind der Meinung, dass die von der Landesregierung beschlossene Regelung die Bewegungsfreiheit der Motorradfahrer einschränkt und deshalb eine ungerechtfertigt benachteiligende Maßnahme darstellt. Der Verband wird auch weiterhin verantwortungsbewusstes Verhalten und die Einhaltung aller Regeln durch sämtliche Verkehrsteilnehmer fördern. Gleichzeitig sind wir überzeugt, dass nachhaltige Mobilität durch Dialog und Zusammenarbeit erreicht werden muss und nicht durch restriktive Maßnahmen dieser Art.“

Bezirk: Bozen

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