Turnier ein Monat früher als bisher vom 7. bis 15. Oktober 2017

Nach drei Jahren Seppi-Comeback in Gröden

Donnerstag, 28. September 2017 | 17:10 Uhr

Bozen/Runggaditsch – Die Zahl drei spielt bei der achten Auflage des Sparkasse ATP Challenger Val Gardena Südtirol eine wichtige Rolle. Nach drei Jahren Pause gibt Andreas Seppi bei seinem Heim-Turnier ein Comeback. Um Südtirols besten Tennisspieler bei der mit 64.000 Euro dotierten Veranstaltung dabei zu haben, wurde das Turnier um vier Wochen vorverlegt und findet in diesem Jahr schon von Samstag, 7. Oktober bis Sonntag, 15. Oktober in der Tennishalle in Runggaditsch statt. Seppi selbst will nach den Siegen 2014 und 2015 in Gröden zum dritten Mal gewinnen. Die Veranstaltung selbst wurde heute in der Sparkasse Academy in Bozen in Anwesenheit von Andreas Seppi vorgestellt.

Erster Auftritt von Seppi am 10. Oktober um 18.00 Uhr

Seppi ist natürlich die große Attraktion beim wichtigsten Tennisturnier in Südtirol. Der Kalterer fühlt sich nach der Hochzeit mit der Grödnerin Michela Bernardi hier wie zu Hause. Seppi kommt gerne nach Gröden, schließlich hat er hier bei drei Teilnahmen stets das Finale erreicht und nur das Endspiel 2012 gegen Benjamin Becker verloren. Alle anderen 14 Spiele in St. Ulrich hat er gewonnen. Seppi kann beim SparkasseChallenger in diesem Jahr zudem einen Jubiläumssieg feiern. 99-mal hat er bisher bei Challenger-Turnieren ein Match im Hauptfeld gewonnen. Ein Erstrundensieg in seinem Auftaktmatch würde den 100. Challenger-Sieg bedeuten. Es steht auch schon fest, wann der 33-Jährige in diesem Jahr erstmals in St. Ulrich aufschlagen wird. Sein Auftaktmatch ist für Dienstag, 10. Oktober um 18.00 Uhr angesetzt. „So wissen Fans und Zuschauer frühzeitig Bescheid und können einen Besuch bei unserem Turnier planen“, sagt Turnierdirektor Ambros Hofer.

Seppi selbst freut sich auf den Heimauftritt. „Ich habe immer gerne in Gröden gespielt. In den letzten Jahren musste ich das Turnier auslassen, weil ich Anfang November die Spritze in der Hüfte machen musste, um nicht zu spät mit dem Training für die neue Saison zu beginnen. In diesem Winter werde ich keine Spritze mehr machen, weil ich erst im Juli eine Infiltration bekommen habe. Da kann ich länger spielen. Außerdem ist das Turnier in Gröden ja jetzt ein Monat früher. Da ich nicht nach Asien fahre, ist es ein guter Termin für mich. Ich hoffe, ich kann in Gröden ein gutes Turnier spielen. Das würde ich brauchen, denn die letzten Wochen waren nicht leicht für mich. Ein gutes Ergebnis wäre wichtig. Das Turnier wird stärker besetzt sein, weil es schon Anfang Oktober stattfindet. Aber ich versuche, mein Bestes zu geben. Vielleicht klappt es ja mit dem Hattrick“.

Bei den zwei Challenger-Turnieren in diesem Jahr hat sich Seppi noch nicht ausgezeichnet. Sowohl in Bergamo im Februar als auch vor wenigen Wochen in Genua hat er sensationell in der ersten Runde verloren. In Gröden will es Seppi besser machen und die 90 Punkte und die 9200 Euro Preisgeld für den Turniersieg holen.

Vier Spieler aus den Top 100 und drei ehemalige Sieger dabei

Die Vorverlegung des Turniers hat sich für die Veranstalter schon vor dem ersten Ballwechsel bezahlt gemacht. Nicht weniger als vier Spieler aus den Top 100 der Weltrangliste vom 18. September haben für das 64.000-Euro-Turnier genannt. Nummer 1 in diesem Jahr wird der Franzose Pierre-Hugues Herbert sein, die Nummer 67 der Welt und Nummer 8 im Doppel. Herbert hat im Februar beim ATP-500-Turnier in Rotterdam auf dem Weg ins Halbfinale Feliciano Lopez und Dominic Thiem besiegt. Als zweitbester Spieler ist der Slowake Norbert Gombos (ATP 84) vor Seppi (ATP 85) und dem Rumänen Marius Copil (ATP 86) gemeldet. Aber es scheinen noch weitere zahlreiche bekannte Namen in der Entry List auf. Beispiel gefällig: Marcos Baghdatis aus Zypern, schon die Nummer 8 der Welt und im Jahre 2006 im Finale der Australian Open (Niederlage gegen Roger Federer). Auch die letzten beiden Gröden-Sieger haben genannt. Titelverteidiger Stefano Napolitano ist nur einer von drei Spielern aus Italien (neben Seppi und Salvatore Caruso) die direkt im Hauptfeld stehen. Ricardas Berankis aus Litauen hat das Grödner Turnier 2015 für sich entschieden. Aber auch der deutsche Publikumsliebling Dustin Brown (2015 im Halbfinale) und der Österreicher Sebastian Ofner, der es in diesem Jahr in Wimbledon von der Qualifikation in die dritte Runde geschafft hat, sind dabei.

Wer bekommt die Wild Cards?

„Es war die richtige Wahl in den Oktober zu gehen“, sagt Turnierdirektor Hofer und OK-Chefin Ellis Kasslater ist von der „Entrly List ebenfalls begeistert. Mit vier Top-100- Spielern können wir uns sehen lassen, da ist starke Konkurrenz für Seppi da. Wir haben drei ehemalige Turniersieger hier, das ist für uns als Veranstalter eine Genugtuung. Auch Dustin Brown ist ein Publikumsmagnet. Mich freut es besonders, dass es Seppi gesundheitlich gut geht und er wieder bei uns spielen kann“.

Da Seppi in diesem Jahr keine Wild Card braucht, haben die Organisatoren für ihre Wild Card zwei Optionen. „Wir sind wie im Vorjahr mit Routinier Tommy Robredo aus Spanien im Gespräch, der einst die Nummer 4 der Welt war. Aber auch ein zweiter Spanier kommt in Frage“. Alejandro Davidovich Fokina (Jahrgang 1999), der in diesem Jahr das Juniorenturnier in Wimbledon gewonnen hat und bei U18-Turnieren 2017 nur eine Niederlage kassiert hat, hat in Gröden angefragt. Die restlichen drei Wild Cards für das Hauptfeld vergibt der italienische Tennisverband FIT. „Für die Wild Cards in der Qualifikation geben wir natürlich wie immer den einheimischen Spielern den Vorzug“, sagt Hofer.

Termine für Halbfinale und Finale Das Turnier in St. Ulrich beginnt mit der Qualifikation am ersten Wochenende (7. und 8. Oktober). Die ersten Spiele im Hauptfeld werden am Montag, 9. Oktober ausgetragen. Sowohl für das Halbfinale am Samstag, 14. Oktober als auch für die Endspiele am Sonntag, 15. Oktober gibt es neue und einheitliche Beginnzeiten. „Die Halbfinalspiele am Samstag beginnen um 12.00 Uhr, die Finalspiele am Sonntag um 14.00 Uhr“, sagt Turnierdirektor Ambros Hofer.

Das Turnier live auf www.atpvalgardena.it

Wie schon im letzten Jahr haben Tennisfans aus aller Welt die Gelegenheit, jeden Ballwechsel des Turniers live im Internet zu verfolgen. Auf der Seite www.atpvalgardena.it ist ein Livescore eingerichtet. Außerdem bietet Gröden auch einen Livestream der beiden Plätze an. Zudem gibt es aktuelle Meldungen zum und über das Turnier auf Facebook und Twitter.

Damen-Turnier von 4. bis 11. November

Am bisherigen „Gröden-Termin“ in der zweiten November-Woche findet in diesem Jahr die dritte Auflage des ITF-Damen-Turniers statt. Von 4. bis 11. November ist die Halle in Runggaditsch Schauplatz eines 15.000-Dollar-Turniers. „Das Damen-Turnier fand in den letzten beiden Jahren stets Anfang Dezember statt, ein Monat früher erhoffen wir uns auch ein besseres Teilnehmerfeld“, sagt Turnierdirektor Ambros Hofer. Das Doppel-Finale wird schon am Freitag, 10. November gespielt, das EinzelFinale steigt am Samstag, 11. November um 14.00 Uhr. Im Anschluss daran richtet der Südtiroler Tennisverband dann um 17.00 Uhr in Wolkenstein sein traditionelles „Tennisfest“ aus, bei dem alle Einzel- und Mannschafts-Landesmeister des Jahres ausgezeichnet werden.

Von: mk

Bezirk: Bozen, Salten/Schlern, Überetsch/Unterland

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