Jan Hörl vor der Kulisse Sapporos mit dem Sprung zu Platz vier

ÖSV-Adler in Sapporo hinter Podest mit Fünf in Top Ten

Samstag, 17. Januar 2026 | 10:43 Uhr

Von: apa

Österreichs Skispringer sind in Sapporo am Samstag ohne Weltcup-Podestrang geblieben, brachten aber ein Quintett in die Top Ten. Der nach dem ersten Sprung vorangelegene Jan Hörl wurde als bester ÖSV-Athlet Vierter, der sechstplatzierte Stephan Embacher landete direkt vor Manuel Fettner, Daniel Tschofenig und Stefan Kraft. Es gewann der Slowene Domen Prevc vor den Japanern Naoki Nakamura und Ren Nikaido. Für Sonntag (3.00 Uhr MEZ) ist ein weiterer Bewerb angesetzt.

Hörl hatte sich im ersten Durchgang mit einem 136-m-Sprung einen Vorsprung von 1,3 Punkten auf Prevc erarbeitet, in der Entscheidung war der Gewinner der Vierschanzentournee aber nicht zu halten. Trotz Rückenwind segelte der 26-Jährige auf 141 m und distanzierte die Konkurrenz bei seinem achten Saisonsieg bzw. dem 17. insgesamt um Längen. Nakamura wies 22,1 Punkte Rückstand auf, Nikaido 28,1 und Hörl 29,3. Der zuletzt so oft zweitplatzierte Salzburger muss nun weiterhin auf seinen sechsten Einzel-Weltcupsieg warten, den ersten seit Dezember 2024 in Engelberg.

ÖSV-Rückfall im zweiten Durchgang

“Gemischte Gefühle”, ließ der Tournee-Zweite Hörl wissen. “Wesentlich ist, dass ich geduldig bleibe zum Tisch hin. Es ist aber alles da und es gibt noch eine Chance, dann greifen wir wieder an.” Embacher sprach trotz Rückfall von Halbzeitrang drei von einem soliden Tag. “Der zweite Sprung war ein bisschen knapp im Timing”, wusste der Tournee-Dritte. Fettner war mit sich zu 50 Prozent zufrieden. “Es wäre sehr viel drinnen gewesen, außer der Sieg. Für das war Domen definitiv zu stark.” Tschofenig und Kraft waren nach ihrer Absenz in Wisla in Japan in das ÖSV-Team zurückgekehrt.

Fettner war zur Halbzeit Fünfter und Kraft Siebenter gewesen – inklusive Hörl und Embacher fielen sie im zweiten Durchgang alle zurück. Fünfter Österreicher in den Top Ten nach dem ersten Durchgang war Jonas Schuster als Neunter gewesen, er wurde letztlich Zwölfter. Dafür verbesserte sich Bischofshofen-Sieger Daniel Tschofenig vom 14. Zwischenrang um sieben Positionen. Maximilian Ortner belegte Endrang 18. Für den auf seiner Heimschanze erfolgsverwöhnten Ryoyu Kobayashi endete eine seit 2020 angehaltene Serie von acht Podesträngen, er wurde diesmal Fünfter.

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