Mikaela Shiffrin fand den schnellsten Weg ins Slalom-Ziel

Shiffrin im Olympia-Slalom auf Gold-Kurs – ÖOC-Asse zurück

Mittwoch, 18. Februar 2026 | 11:13 Uhr

Von: apa

US-Skistar Mikaela Shiffrin ist auf dem besten Weg, ihr seit den Peking-Spielen 2022 anhaltendes Olympia-Trauma abzulegen. Die 30-Jährige dominierte am Mittwoch in Cortina d’Ampezzo zum Abschluss der Alpin-Bewerbe den ersten Slalom-Durchgang mit 0,82 Sek. Vorsprung auf die zweitplatzierte Deutsche Lena Dürr. Die vier Österreicherinnen um die Flachau-Dritte Katharina Truppe fassten Rückstände von mehr als 1,5 Sekunden aus. Der zweite Lauf ist für 13.30 Uhr angesetzt.

Als Beste in Rot-Weiß-Rot lag Teamkombi-Olympiasiegerin Katharina Huber 1,55 Sek. zurück, Truppe neun Hundertstel mehr. Sie lagen nach 50 Läuferinnen auf den Rängen neun und zehn. Bei einer halben Sekunde Rückstand auf die drittplatzierte Schwedin Cornelia Öhlund (+1,00) bestehen aber in der Entscheidung noch Medaillenchancen. “Ich wollte es mit der frechen Linie probieren, das ist ein bisschen zu viel gewesen”, bezog sich Huber im ORF auf in der Start-Passage aufgetretene Probleme. “Der Mittelteil war sehr okay, herunten habe ich mir auch nicht ganz zugetraut.”

Truppe meinte, im oberen Teil eine zu runde Linie gehabt zu haben. “Da habe ich gleich eine Packung bekommen. Das Finish war auch nicht das beste. So lässt sich der Rückstand erklären.” Katharina Gallhuber, Olympia-Dritte 2018, fand nicht zur Form und fuhr 2,57 Sek. zurück über die Ziellinie, bei Lisa Hörhager waren es gar 3,00 Sekunden. Nur 14 Hundertstel schneller war Petra Vlohova, die slowakische Titelverteidigerin gab nach langer Verletzungspause und mehr als zwei Jahren infolge eines Kreuzbandrisses und schwieriger Gesundheitslage bei Olympia das von ihr ersehnte Comeback.

Truppe über ÖSV-Kurssetzung: “Froh, dass das abgehakelt ist”

Großes Diskussionsthema war schon seit dem Vortag die Kurssetzung des österreichischen Technik-Trainers Klaus Mayrhofer. Eine knifflig gesetzte Passage nach rund 28 Fahrsekunden konnte gleich auf mehrere Arten gefahren werden. Shiffrin auf Zug und auch Dürr wählten die direkte Linie und fuhren damit gut. Das ÖSV-Quartett nahm das fragliche Tor außen bzw. weiter. Truppe wurde vom eigenen Coach mit dieser Setzung keine Freude gemacht. “Die Passage habe ich nicht so gern gehabt. Ich bin froh, dass das abgehakelt ist. Daran ist es bei mir aber nicht gelegen.”

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