Südtirols Tennisstar stapft in Spuren von Giganten

Sinner knackt historische Punktemarke

Montag, 04. Mai 2026 | 12:19 Uhr

Von: mk

Sexten – Jannik Sinner dominiert die Tennis-Welt weiterhin. Nach seinem jüngsten Triumph in Madrid baut der Südtiroler seinen Vorsprung auf Carlos Alcaraz nicht nur aus, sondern stößt in Sphären vor, die bisher nur den absoluten Legenden des Sports vorbehalten waren.

Mit aktuell 14.350 Punkten hat Sinner den dritthöchsten Wert erreicht, der seit Einführung der computergestützten Weltrangliste jemals gemessen wurde. Damit steht der „Azzurro“ auf einem historischen Podium: Nur Novak Djokovic, der im Jahr 2016 die schier unglaubliche Marke von 16.000 Punkten knackte, und Rafael Nadal, der 2009 stolze 15.390 Zähler vorweisen konnte, liegen in dieser ewigen Bestenliste noch vor ihm.

Sinner hat außerdem 28 Masters-1000-Matchsiege aneinandergereiht, seine Erfolgsserie verläuft saisonübergreifend. Mit dem Finaleinzug hatte er es als insgesamt vierter Profi bei allen neun 1000er-Events zumindest einmal in das Endspiel geschafft. Die anderen drei sind der Serbe Novak Djokovic, der Spanier Rafael Nadal und der Schweizer Roger Federer – keiner aus dem Trio war beim Erreichen dieses Meilensteins wie Sinner aber erst 24 Jahre. Der ist nun noch größerer Favorit auf den French-Open-Titel, auch da Titelverteidiger Carlos Alcaraz verletzt passen muss.

Heimspiel in Rom im Visier

Die Augen der Tennis-Welt richten sich nun auf das „Foro Italico“. Sinner, der beim Internationalen Italienturnier in Rom antritt, jagt dort nicht nur weitere Weltranglistenpunkte, sondern vor allem seinen ersten Karrieretitel beim prestigeträchtigen Heimturnier.

Italiens Tennis-Frühling: Vier Profis in den Top 20

Doch Sinner ist nicht der einzige „Azzurro“, der derzeit für Schlagzeilen sorgt. Das italienische Tennis erlebt eine regelrechte Renaissance, was sich deutlich im Ranking widerspiegelt: Flavio Cobolli klettert dank seines Viertelfinal-Einzugs beim Masters in Madrid auf Platz zwölf und erreicht damit ein neues persönliches Bestranking. Lorenzo Musetti hält sich trotz Verlust eines Platzes stabil auf Rang zehn, während Luciano Darderi zwei Plätze gutmacht und mit Rang 20 das italienische Quartett in der absoluten Weltspitze komplettiert.

Auch in der zweiten Reihe drängen junge Talente nach oben. Der 20-jährige Gianluca Cadenasso (Jahrgang 2004) feierte eine furiose Woche: Nach seinem Halbfinal-Einzug beim Turnier auf Sardinien machte er 36 Plätze gut und knackte mit dem Sprung unter die besten 200 erstmals eine wichtige Schallmauer in seiner noch jungen Karriere.

Bezirk: Pustertal

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