Tagger musste sich Sakkari beugen

Tagger kann Lucky-Loser-Rolle in Rom nicht nutzen

Mittwoch, 06. Mai 2026 | 20:04 Uhr

Von: apa

Für die erste von drei Österreicherinnen im Hauptfeld des WTA-1000-Turniers in Rom ist am Mittwoch das Erstrunden-Aus gekommen. Lucky Loser Lilli Tagger musste sich der Griechin Maria Sakkari (WTA-41.) nach 2:21 Stunden 7:5,3:6,0:6 geschlagen geben. Mit Anastasia Potapova und Sinja Kraus sollten noch zwei ÖTV-Spielerinnen spielen, allerdings wurde das Match Potapovas bei 1:1 im dritten Satz wegen Regens unterbrochen. Das Spiel von Kraus war später angesetzt.

Tagger führte 7:5,2:0 und hatte eine Chance zum 3:0 mit einem Doppelbreak. Dann riss aber der Faden bei der 18-jährigen Osttirolerin. Sie machte danach vor den Augen von Trainerin Francesca Schiavone nur noch ein Game. Im ersten Duell mit der kampfstarken Sakkari hatte sie dieses Jahr in der zweiten Runde von Indian Wells noch 5:7,0:6 verloren.

“Natürlich war es gestern am Abend ein sehr besonderer Moment, dass ich noch eine zweite Chance gekriegt habe als Lucky Loser”, erzählte Tagger. Sie hatte in der zweiten Qualifikationsrunde gegen die Russin Alina Kornejewa überraschend glatt 3:6,3:6 verloren. Unmittelbar danach hatte Schiavone noch ein Training angesetzt und es wurde an der Bespannungshärte und der Vorhandtechnik gefeilt.

Tagger will aus Niederlagen lernen

Gegen Sakkari sah es zunächst weit besser aus als am Vortag. “Ich habe versucht, was ich gestern falsch gemacht habe, heute (anders) umzusetzen. Ich habe es richtig gemacht bis Hälfte zweiter Satz. Dann ist ein schwieriger Moment auf mich zugekommen, vor dem ich fast ein bisserl weggerannt bin”, erklärte Tagger. Natürlich sei sie auch enttäuscht, aber “solche Matches tun mir nur gut, weil ich sehe, woran ich noch arbeiten kann”.

Die Fans im Foro Italico seien teilweise überrascht, wenn sie sie Italienisch reden hören, berichtete sie. Ihr Bekanntheitsgrad steigt laut ihrer Ansicht aber weniger deshalb. “Es hängt auch mit der Francesca zusammen, extrem viele Leute kennen sie”, sagte die Osttirolerin über die ehemalige French-Open-Siegerin und Weltranglistenvierte aus Italien. Einmal mehr bestätigte Tagger, dass ihr die andere Mentalität in Italien liegt. “Mir taugt’s.” Und dass sie nun immer häufiger auf den ganz großen Bühnen antritt, noch viel mehr. “Es ist schon noch was Neues. Aber wenn ich auf den Platz gehe, merke ich, dass es wirklich das ist, was ich will.”

Noch nicht geklärt ist, ob Tagger vor ihrer Rückkehr zu den French Open (ab 24. Mai), wo sie im Vorjahr die erste Grand-Slam-Juniorinnensiegerin aus Österreich geworden war, noch ein Turnier spielt. “Es kann sein in Straßburg.” Doch dies müsse sie erst mit ihrem Team besprechen.

Entourage schützt Jungstar

Tagger wird nach wie vor von ihrer Entourage sehr geschützt, einen nicht obligatorischen Medientermin nach ihrem eigentlichen Quali-Aus am Vortag hat sie nicht wahrgenommen. Der Jungstar soll so gut wie möglich abgeschirmt werden. Dass sie etwa auf Instagram kein Profil hat, im Gegensatz zu vielen Spielerinnen in ihrem Alter, hat damit aber wenig zu tun. “Ich bin ein bisserl so aufgewachsen mit meinen Geschwistern, dass man nicht so im öffentlichen Leben zeigt, was man macht. Es interessiert mich nicht wirklich bis jetzt. Früher oder später wird der Moment kommen.”

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