Gasser sprang souverän in die Medaillenentscheidung

Titelverteidigerin Gasser wie auch Karrer im Big-Air-Finale

Sonntag, 08. Februar 2026 | 22:02 Uhr

Von: apa

Anna Gasser und auch Hanna Karrer stehen im Finale des olympischen Big-Air-Bewerbs der Snowboard-Freestylerinnen. Die Doppel-Olympiasiegerin beendete die Qualifikation in Livigno am Sonntagabend nach einer souveränen Vorstellung auf dem neunten Platz, die erst seit kurzem 18-jährige Olympia-Debütantin machte im dritten Versuch alles klar und wurde Zehnte. Das Finale der besten zwölf ist am Montagabend (ab 19.30 Uhr) angesetzt.

Gasser hatte ihr Final-Ticket schon nach zwei von drei Durchgängen so gut wie sicher in der Tasche. Die Kärntnerin legte mit einer hohen Wertung (81,75) los und ließ einen sicheren zweiten Versuch (74,75) folgen. Zum Abschluss ließ die in diesem Winter lang von einer Schulterverletzung ausgebremste Titelverteidigerin noch ihre Bestwertung an diesem Abend (84,75) folgen. Ihre besten Tricks packte Gasser wie auch die übrigen Spitzenathletinnen nicht aus. Am Montag gelte es, zuzulegen, so Gasser.

“Morgen ‘all-in’ gehen”

“Der Plan ist voll aufgegangen. Ich wollte Sicherheitssprünge zeigen. Morgen heißt es, ‘all-in’ zu gehen”, sagte Gasser im ORF. Sie wolle ihre beiden gezeigten Tricks noch eine Stufe verbessern. “Dann werden wir schauen, wie es ausschaut im Vergleich zu den anderen.” Ein wenig überrascht zeigte sich die Doppel-Olympiasiegerin über das Niveau der Qualifikation. “Das Level der Mädels war sehr hoch. Mit den zwei Sprüngen (von heute) habe ich 2018 gewonnen. Schon arg, wie sich das weiterentwickelt hat.”

Karrer startete forsch mit einem “10er” (79,50), konnte aber den zweiten Versuch mit ebenso hohem Schwierigkeitsgrad nicht landen. Die Entscheidung über den Aufstieg musste im dritten Durchgang fallen. Die Steirerin bewies Nervenstärke, setzte ihren Backside Double 1080 mit Grab sicher in den Schnee (77,75) und durfte jubeln. “Ich freue mich voll auf morgen”, sagte Karrer. Vor ihrer Familie zu fahren sei “sehr speziell. Es sind alle da, voll am Jubeln.” Für das Finale habe sie noch einen Trick auf Lager, den sie gerne versuchen würde. “Schauen wir mal, wie es morgen ist, ob ich mich gut fühle.”

Japanerinnen um Murase stark

Sicher ins Finale schaffte es Favoritin Kokomo Murase. Die 21-jährige Japanerin – zuletzt Siegerin bei den X Games – wurde Zweite hinter der Neuseeländerin Zoi Sadowski-Synnott, die es in Livigno ebenfalls zu schlagen gilt. Unter den ersten acht landeten vier Japanerinnen.

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