Von: luk
Villanders – Am Sonntag, den 1. März, fand auf der Villanderer Alm bereits zum 33. Mal die traditionelle Totenabfahrt statt. Das legendäre Volksskirennen lockte auch heuer wieder zahlreiche Wintersportbegeisterte an. Mit 260 gestarteten Teilnehmerinnen und Teilnehmern verzeichnete die Veranstaltung trotz schwieriger Bedingungen ein rekordverdächtig großes Starterfeld.
Aufgrund der warmen Witterungsverhältnisse der vergangenen Woche musste die Strecke in diesem Jahr etwas verkürzt werden. Das Ziel befand sich daher auf Höhe der Mair in Plun Hütte. Trotz der Anpassung blieb der sportliche Anspruch der Abfahrt hoch. Zwar entfiel der untere Streckenteil mit den bekannten Wellen, die entscheidenden Schlüsselstellen – die erste Kurve sowie das „Schrottn-S“ – blieben jedoch bestehen und boten weiterhin die Möglichkeit, wertvolle Sekunden gutzumachen.
Die Piste präsentierte sich in ausgezeichnetem Zustand und erwies sich heuer als besonders schnell. Mehr als 120 freiwillige Helferinnen und Helfer waren im Einsatz, um die umfangreichen Vorbereitungen sowie einen reibungslosen Ablauf dieses Abfahrtsspektakels zu gewährleisten. Ein großer Dank gilt neben den Helfern auch den zahlreichen Sponsoren und den Grundbesitzern, die diese Veranstaltung jedes Jahr ermöglichen.
Auch international wächst das Interesse an der Totenabfahrt stetig. Neben vielen Lokalmatadoren aus Südtirol waren wie gewohnt zahlreiche Teilnehmer aus Österreich am Start, dazu ein Starter aus Deutschland und erstmals auch ein Teilnehmer aus der Schweiz.
Damenwertung
Bei den Damen setzte sich erneut Vanessa Fink aus Gufidaun durch. Mit einer Zeit von 1:51.70 verwies sie Gasslitter Patrizia (1:52.93) sowie Kasseroler Lisa Marie (1:54.24) auf die Plätze zwei und drei. Für Vanessa Fink ist es bereits der dritte Sieg in der Gesamtwertung der Totenabfahrt.
Herrenwertung – Siegesserie unterbrochen
Bei den Herren entwickelte sich ein packendes Rennen. Im Vorfeld wurde viel über mögliche Überraschungen spekuliert. Viele rechneten damit, dass Seriensieger Norbert Holzknecht aus Österreich, der die letzten fünf Ausgaben der Totenabfahrt gewonnen hatte, erneut triumphieren würde.
Doch heuer kam es anders: Stefan Stofner aus dem Sarntal konnte sich mit einer Zeit von 1:42.94 und einem Vorsprung von nur 30 Hundertstel Sekunden den Tagessieg sichern. Holzknecht belegte mit 1:43.24 Rang zwei, während Scherer Gabriel mit 1:45.35 den dritten Platz erreichte.
Der Sieg von Stefan Stofner kommt keineswegs überraschend. In den vergangenen Jahren konnte er bereits mehrfach mit starken Platzierungen aufzeigen. Bereits 2009 nahm er erstmals an der Totenabfahrt teil und arbeitete sich seither kontinuierlich nach vorne – nun steht er erstmals ganz oben auf dem Podest.
Der Lokalmatador Christian Moser vom Ski Team Zimmerei Kelderer musste sich heuer mit Platz elf zufriedengeben und verpasste damit knapp den Sprung in die Top Ten.
Das OK-Team der Totenabfahrt sowie der Amateursportverein Villanders gratulieren allen Siegerinnen und Siegern sowie allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu ihren Leistungen und bedanken sich bei allen Helfern, Unterstützern und Zuschauern für eine erneut gelungene Veranstaltung.









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