Wölfe beenden erhobenen Hauptes die Saison

Unglückliche 4:5-Heimniederlage besiegelt Viertelfinal-Aus gegen Fehérvár

Dienstag, 15. März 2022 | 22:35 Uhr

Bruneck – Nach drei schmerzhaften Niederlagen gilt es im zweiten Heimspiel der Viertelfinalserie („Despar Day by HCP“) zu zeigen, dass man sich noch nicht in den Sommerurlaub verabschieden möchte. Coach Helminen kann auf das komplette Lineup zurückgreifen; sein Gegenüber Constantine muss einzig auf Andrew Sarauer verzichten.

Die ersten Minuten gestalten sich wieder schwierig und Sholl ist schnell warmgeschossen. Die Wölfe kommen nach 5 Minuten mit Ikonen erstmals zum Abschluss; auf der Gegenseite trifft Erdely den Außenpfosten. Und dann gehen die Wölfe in Führung: Gerlach schießt von halblinks, Tirronen kann nur abprallen lassen, Gerlach schnappt sich selbst den Rebound, umkurvt den Kasten und schiebt backhand per Bauerntrick ein! (1:0, 8. Min.) Dann muss Campbell nach Foul an Carey für zwei Minuten in die Kühlbox, das Powerplay bleibt ohne Erfolg, doch mit Ablaufen der Strafe zieht Kristensen noch von halbrechts ab und Willcox kann den Rebound zum 2:0 versenken (11. Min.). Während Fehérvár AVS in den bisherigen Partien stets postwendend die richtige Antwort parat und selbst zugeschlagen hat, bleiben die Wölfe diesmal hochkonzentriert und lassen wenig zu. Im Gegenteil, mit Mantinger (scharfer Schuss, 15.), Budish (nach Traumpass Hannoun, 18.) und Stukel (allein im Konter, 18.) lassen die Schwarzgelben tolle Möglichkeiten aus. Trotzdem gelingt vor der ersten Sirene noch ein Treffer: nach einer Ranggelei mit Hannoun muss Petan auf die Strafbank und Stukel erzielt nach Traumkombination mit Gerlach und schöner Verzögerung vor dem Tor den dritten Treffer (3:0, 19. Min.).

HCP

Im zweiten Abschnitt knüpfen die Wölfe zuerst nahtlos an die Leistung der ersten 20 Minuten an. Willcox mit einer Deflection nach Andergassen-Schuss (25.) und Carey mit einem Schlagschuss (26.) scheitern knapp. Die Strafe folgt auf dem Fuß, nach schönem Zuspiel des aufgerückten Fournier versenkt Fehervar-Goalgetter Shaw den Puck im langen Eck (3:1, 27. Min.). Der HCP lässt sich nicht beeindrucken und fährt weiter Angriffe, Hanna (27.) und Bardaro nach spektakulärem Solo (29.) finden tolle Möglichkeiten vor. Nach einem unergiebigen Überzahlspiel hat erneut Budish einen Treffer auf der Schaufel, findet aber in Tirronen seinen Meister. Im direkten Gegenzug gelingt Magosi der 3:2-Anschlusstreffer (33. Min.). Nur 22 Sekunden später muss SHoll bei einem Weitschuss abprallen lassen und der sträflich allein gelassene Hari kann den Rebound zum 3:3 ins leere Tor schieben. Nun sind die Wölfe sichtlich angeschlagen, und die Gäste aus Ungarn nutzen dies sofort. In der 38. Minute ist es erneut Shaw, der per Onetimer vollstreckt und Fehérvár AV 19 erstmals sogar in Führung bringt (3:4).

Im Schlussdrittel versuchen die Wölfe noch einmal alles und kommen mit Gerlach & Co. auch zur ein oder anderen Chance. Die Gäste sind jetzt aber sehr aufmerksam und wollen ein weiteres Spiel in Székesfehérvár um jeden Preis vermeiden. Sie zeigen mit allen vier Linien schnörkelloses Hockey und kombinieren phasenweise traumwandlerisch sicher. Sobald Coach Helminen zwei Minuten vor Ende Sholl für einen sechsten Feldspieler vom Eis nimmt, feuern die Wölfe noch einmal aus allen Lagen. Nach einem Puckverlust kann Bartalis aber das 3:5 ins empty net erzielen (59.), Harju gelingt 8 Sekunden vor der Schluss-Sirene im Powerplay noch das 4:5.

Mit dieser Niederlage muss sich der HCP nach einer großartigen Premierensaison und Platz 5 im Grunddurchgang nun gegen einen zu starken Gegner aus dem Meisterschaftsrennen verabschieden. Natürlich schmerzt das schnelle Ausscheiden, doch zugleich können die Wölfe auf eine starke und emotionale Saison in der neuen Liga zurückblicken und auf dem Erreichten als solider Basis für das nächste Jahr aufbauen.

Der HC Pustertal bedankt sich bei Fehérvár AV 19 für die spannenden und fairen Spiele und wünscht den Magyaren viel Erfolg im Halbfinale der ICE Hockey League.

Von: ka

Bezirk: Pustertal

Kommentare
Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
bzkaot
bzkaot
Grünschnabel
2 Monate 10 Tage

4-0 in der serie sagt alles.

AwiaSenfDrau
AwiaSenfDrau
Tratscher
2 Monate 10 Tage

saisonsziel mehr wia erreicht.. kenn decht stolz af sich sein! unds wichtigste, weita kemm wia di füchs ⚫️🟡

primetime
primetime
Kinig
2 Monate 10 Tage

Schwacher Trost. Der Weg um Bozen gleichzugehen ist verloren und nie mehr erreichbar

Panado
Panado
Neuling
2 Monate 10 Tage

Wenn man einen 3:0 Vorsprung aus der Hand gibt, dann kann man wohl nicht von einer “unglücklichen Niederlage” sprechen!!

Offline1
Offline1
Kinig
2 Monate 10 Tage

🐺🐺 beißen 🦊🦊…

primetime
primetime
Kinig
2 Monate 10 Tage

Man kann auch jedes Derby gewinnen und du bist für eine Kurze Zeit in aller Munde und die fanatischen werden dich als Held feiern. Jedoch wer am Ende den Pokäl stemmt ist der wahre Sieger und kann lachen.
Ein Derby Sieg ist nur ein schwacher, selbst eingeredeter, Trost um die Enttäuschung zu kaschieren

hage
hage
Superredner
2 Monate 10 Tage

naja, bruneck ist fair und grüßt fehervar freundlich, jedoch verdient hätten sie es sich nicht. der AVS Fehervar geizt mit arroganz nicht…

nuisnix
nuisnix
Kinig
2 Monate 10 Tage

erhobenen Hauptes 4:0 verloren… gut gebrüllt, Löwe 😂😂

Brixbrix
Brixbrix
Superredner
2 Monate 10 Tage

an 3 zu 0 Vorsprung verspieln sem isch s nimmer unglücklich, eher unreif

Iatz woll
Iatz woll
Tratscher
2 Monate 10 Tage

Ich glaube die Wölfe haben ihr Saisonsziel erreicht, auch wenn ihnen ihre Grenzen aufgezeigt wurden.
Aber das wichtigste von der Geschichte, die “Füchse” verschwanden früher im Bau…. 😁

NaSellSchunSell
NaSellSchunSell
Tratscher
2 Monate 10 Tage

Sie zeigen mit allen vier Linien schnörkelloses Hockey…
4 Linien muss man erstmal zusammen bringen! Meistens ist die 1. stark, die 2. Mittelmaß, die 3. nur dazu da, damit die ersten 2 ausruhen können und die 4. kommt eh fast nie zum Zug.

primetime
primetime
Kinig
2 Monate 10 Tage

Nicht so ganz – aber ok

thomas
thomas
Universalgelehrter
2 Monate 10 Tage

erhobenen Hauptes sieht anders aus. Trotzdem schade. Die Wölfe haben aus ihren Mitteln das Beste gemacht. Und der Eishockeyszene im Osten des Landes einen wertvollen Impuls gegeben. Es braucht mehr Füchse & Wölfe! #go

kleinerMann
kleinerMann
Universalgelehrter
2 Monate 10 Tage

Was hier unglücklich sein soll verstehe ich noch nicht ganz ! Wenn, dann, dass Fehervar die Wölfe nicht gewinnen hat lassen um dann zuhaue in Ungarn eine große Party zu veranstalten ! Sind wir ehrlich: waren eine Nummer zu groß für die Wölfe, aber immerhin sind sie als Neulinge eh weit gekommen !

wpDiscuz