Von: luk
Bozen/Kalch – Der Südtiroler Geher Alex Schwazer steht erneut im Mittelpunkt eines Dopingverfahrens. Die deutsche Anti-Doping-Agentur NADA teilte am Montag mit, dass bei einer Kontrolle nach den deutschen Meisterschaften über die Marathon-Distanz in Schwazers Blut- und Urinproben das verbotene Blutdopingmittel Erythropoetin (Epo) nachgewiesen worden sei.
Gegen den 41-Jährigen wurde ein offizielles Verfahren wegen eines möglichen Verstoßes gegen die Anti-Doping-Bestimmungen eingeleitet. Zudem wurde der Athlet vorläufig suspendiert. Die NADA hat den Fall nach eigenen Angaben auch an die zuständige Staatsanwaltschaft weitergeleitet, da Doping sowohl in Deutschland als auch in Italien strafrechtliche Konsequenzen haben kann.
Die beanstandete Kontrolle soll nach dem Rennen Ende April in Kelsterbach bei Frankfurt erfolgt sein. Dort hatte Schwazer die Konkurrenz deutlich hinter sich gelassen und mit einer Zeit von 3:01:55 Stunden einen neuen italienischen Bestwert über die Marathon-Distanz im Gehen aufgestellt.
Für Schwazer wäre es bereits der dritte Dopingfall seiner Karriere. Der Olympiasieger von Peking 2008 war 2012 wegen eines positiven Epo-Tests gesperrt worden. 2016 folgte ein weiterer positiver Test, der zu einer achtjährigen Sperre führte und jahrelange juristische Auseinandersetzungen nach sich zog.
Erst 2025 war Schwazer nach Ablauf seiner Sperre in den Wettkampfsport zurückgekehrt. Nun drohen ihm erneut schwerwiegende Konsequenzen. Sollte sich der Vorwurf bestätigen, könnte sogar ein lebenslanger Ausschluss vom Leistungssport im Raum stehen.
Schwazer hat sich noch am Montagnachmittag in Bozen bei einer Pressekonferenz zu den Vorwürfen geäußert: Dabei beteuerte er seine Unschuld. Er habe keine illegalen Substanzen eingenommen. Außerdem erklärte Schwazer, dass er sich nicht mehr verteidigen wolle. Dazu fehle ihm die Energie.




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