Wertvoller 6:3-Heimsieg gegen Olimpija Ljubljana

Wölfe fast ganz oben

Dienstag, 09. Januar 2024 | 22:36 Uhr

Bruneck – Nach den beiden Siegen der letzten Woche (zuhause gegen Asiago, auswärts vor Rekordkulisse gegen Bozen) treten die Puschtra Wölfe heute auf heimischem Eis gegen HK Olimpija Ljubljana an. Die Slowenen sind das Team der Stunde, haben 4 der letzten 5 Spiele gewonnen und schicken sich an, in der Tabelle zum HC Pustertal aufzuschließen. Um so wichtiger ist es für die Schwarzgelben, wiederum drei Punkte einzufahren. Interimscoach Kasper Vuorinen muss dabei neben Rick Schofield auch auf die Dienste von Dan Catenacci und Ivan Althuber (fällt nach einem Crosscheck im Bozen-Spiel für rund 10 Tage aus) verzichten, für ihn rückt Kevin Baumgartner ins Aufgebot.

Die Wölfe starten aufmerksam in die Partie, Sill und Deluca prüfen Gästegoalie Lukas Horak gleich zu Beginn mit zwei Schüssen aus der Distanz. Eine Direktabnahme von Mats Frycklund zischt haarscharf am Außenpfosten vorbei, doch die Szene ist noch nicht vorüber: Dante Hannoun holt sich den Puck hinter dem Tor zurück und spielt auf Frycklund zurück, der mit einem staubtrockenen Handgelenkschuss von halbrechts die frühe 1:0-Führung erzielt. Auch in der Folge bestimmen die Wölfe das Spiel. Die Drachen aus Slowenien kommen erst nach einer vermeidbaren Strafe gegen Kasastul zu ihrer ersten Tormöglichkeit und nutzen sie auch umgehend. Ville Leskinen gibt Andy Bernard mit einem Onetimer das Nachsehen und gleicht zum 1:1 aus. Wenig später kommen auch die Hausherren zum ersten Powerplay, doch bis auf einen Onetimer von Arvin Atwal schaut wenig heraus. Wenig später fällt das Tor auf der anderen Seite, ein Querpass von Ziga Mehle wird von einem HCP-Verteidiger unglücklich ins eigene Tor abgefälscht, und so gehen die Slowenen nach 15 Spielminuten mit 1:2 in Führung. Nach einem Rush zwei Minutren vor Schluss hat Simon Berger das 2:2 auf dem Schläger, doch Lukas Horak ist zur Stelle. Auch eine Direktabnahme von Atwal entschärft der slowenische Schlussmann geschickt, und so bleibt es nach 20 Spielminuten beim 1:2 für Ljubljana.

HCP

Auch nach Wiederanpfiff dominieren die grünen Drachen mit schnörkellosem Offensivhockey die Partie, die Wölfe haben dem scheinbar wenig entgegenzusetzen. Etwas gegen den Spielverlauf erzielen die Hausherren jedoch den wichtigen 2:2-Ausgleich, nach einer schönen Puckstaffette durch den Slot über Petan und Hannoun hämmert Christian Kasastul die Hartgummischeibe im Rücken von Lukas Horak ins quasi verwaiste Tor. Nach einer weiteren Drangphase der Hausherren überschlagen sich die Ereignisse mit vierToren in fünf Minuten. Zuerst zündet Dante Hannoun in der neutralen Zone den Turbo und tanzt im Alleingang die gesamte Slowenen-Abwehr aus, bevor er den Puck aus kurzer Distanz ins lange Eck befördert – das ist das 3:2! Nur eine Minute später trägt sich auch Wyatt Ege in die Torschützenliste ein, mit einem Blueliner baut er zur 4:2-Führung für den HC Pustertal aus. Wiederum zwei Minuten später spielt Morley einen No-Look-Pass auf Akeson, welcher den Puck in den Slot zu Zach Sill weiterleitet. Der braucht nur noch den Schläger hinzuhalten, um die Hartgummischeibe ins Tor abzulenken – 5:2! Mit dieser komfortablen Führung im Rücken werden die Wölfe etwas nachlässig, einen weiteren No-Look-Pass von Hannoun kann Trevor Gooch abfangen und Ziga Mehle auf die Reise schicken. Im 1-on-0 überwindet er Andy Bernard im Pusterer Tor und stellt mit seinem zweiten Tor des heutigen Abends auf 5:3. Bei diesem Spielstand geht es in die zweite Drittelpause.

Zu Beginn des Schlussabschnitts müssen die Wölfe gleich drei Mal hintereinander ins Penalty Killing. Zuerst kann Frycklund einen Konter der Drachen nur regelwidrig stoppen, dann rächt sich Atwal für einen nicht geahndeten Stockschlag und dann muss auch noch Glira nach einem Crosscheck auf die Strafbank. Der HC Pustertal killt alle drei Strafen souverän und kann zum Schluss nach einem Leskinen-Foul sogar noch eine Minute in Überzahl agieren. Die vielen Strafen zerstören den Spielrhythmus komplett, und so lassen die beiden Mannschaften ihre jeweiligen Matchpläne bereits eine Viertelstunde vor Schluss komplett fallen. Es folgt ein wildes Hin und Her mit zahlreichen Chancen auf beiden Seiten. Die besten Kontermöglichkeiten auf Pusterer Seite haben Andergassen (nach Querpass von Mantinger) und Frycklund (nach herrlicher Puckstaffette über Petan und Hannoun). Gut drei Minuten vor Schluss zaubert sich Akeson in unnachahmlicher Manier alleine vor den Kasten von Horak, kann den slowenischen Schlussmann aber nicht überwinden. Gleich im Anschluss kombinieren sich Morley und Akeson durch die gegnerische Verteidigung, wollen es dann aber zu perfekt machen und scheitern an Horak. Mitten in dieser Druckphase der Puschtra nimmt Ljubljana drei Minuten vor Schluss ein Timeout, und Horak verlässt seinen Arbeitsplatz. Die Schlussoffensive der Drachen bringt keine Früchte, im Gegenteil – Akeson macht zwei Minuten vor Schluss mit einem Emptynetter von der Mittellinie alles klar, obwohl er dabei von einem gegnerischen Spieler erheblich gestört wird. Und so setzen die Wölfe mit dem dritten Sieg in Folge ihren Aufwärtstrend fort und rangieren nun auf dem 8. Tabellenrang, mit lediglich 4 Punkten Rückstand auf die Top4.

Facebook/HC Pustertal

Nächste Woche geht es mit einem Auswärtsdoppel in Wien (Freitag um 19:15 Uhr) und Szekesfehervar (Samstag 17:30) weiter. Das nächste Heimspiel in der Intercable Arena findet dann am Samstag 20.01. statt, wiederum gegen die Vienna Capitals.

Von: ka

Bezirk: Pustertal

Kommentare

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4 Kommentare auf "Wölfe fast ganz oben"


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krokodilstraene
krokodilstraene
Universalgelehrter
1 Monat 20 Tage

Passender Titel!!
Ist man auf Platz 8 fast ganz oben?

Ninni
Ninni
Kinig
1 Monat 20 Tage

@ kroko….

tja, so kann man es auch verstehen…”ganz oben”

Wölfe Fan mit rosarote Brille auf …es sei ihnen ja gegönnt 😅😅😚

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 20 Tage

…auf dem 8. Platz ist man weiter unten als oben, deshalb sind die Wölfe nur “fast” ganz oben…
😅

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 20 Tage

…was ist für Wölfe “fast” ganz oben?…also in den top six findet man sie nicht…
😆

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