Von: Ivd
Meran – Mit einem eindrucksvollen Konzert sakraler Musik fand die Spring Stage 2026 der Merano Academy ihren feierlichen Abschluss. In der stimmungsvollen Atmosphäre der Kapuzinerkirche in Meran präsentierten die Teilnehmer unter der musikalischen Leitung von Richard J. Sigmund ein ebenso abwechslungsreiches wie hochkarätiges Programm.
Organisiert vom Kulturverein AMATÉ, vereinte das Konzert junge Solisten aus sechs Nationen, die durchwegs mit sehr ansprechenden stimmlichen Leistungen und bemerkenswerter künstlerischer Vielfalt überzeugten. Die internationale Besetzung verlieh dem Abend eine besondere Farbigkeit und machte die verbindende Kraft der Musik eindrucksvoll erlebbar.
Besonders berührend war der Auftritt der jungen argentinischen Sopranistin Loana Ayuso, die mit glasklarem, strahlendem Timbre das Publikum fesselte. Emmi Kaijansinkko aus Finnland gestaltete das „Vidit suum“ von Pergolesi nuancenreich und mit leuchtender Höhe, ebenso wie die Südtirolerin Irene Köfele, die mit „Pietà, Signore“ (Stradella) durch Ausdruckstiefe und stimmliche Eleganz überzeugte.
Große Eindrücke hinterließ auch der junge russische Bariton Ivan Ozerov mit einem stimmgewaltigen Lied von Rachmaninow, während Haneol Kim aus Korea mit seinem warmen, weichen Bariton Arien von Johann Sebastian Bach feinfühlig interpretierte. Einen mitreißenden Abschluss setzte John Sweeney mit dem Spiritual-Meisterwerk „Glory Road“ von J. Wolfe, das er bravourös und voller Ausdruckskraft darbot.
Einfühlsam und zugleich virtuos begleitet wurden die Solisten von der Pianistin Jieun Lee aus Korea, deren sensibles Spiel maßgeblich zur Geschlossenheit und Intensität des Konzertabends beitrug.
So wurde das Abschlusskonzert der Merano Academy Spring Stage 2026 zu einem außergewöhnlichen Kirchenkonzert voller Tiefe, Schönheit und internationaler Klangfarben – ein Abend im Zeichen der Sakralmusik und schöner Stimmen, der Herz und Seele gleichermaßen berührte.




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