Von: mk
Bozen – Am 9. Juni berichtet eine Biologin im Naturmuseum Südtirol anhand vielfältiger Beispiele über die Vielfalt von Geschlecht, Fortpflanzung und Beziehungen im Tierreich. Im Rahmen des Pride Month lädt das Naturmuseum Südtirol am Dienstag, 9. Juni, um 18 Uhr zum Vortrag „Expedition ins Queer-Reich“ mit der Biologin und Umweltjournalistin Ismeni Walter ein. Der Eintritt ist frei.
Die Natur ist vielfältig – auch wenn es um Geschlecht, Fortpflanzung und soziale Beziehungen geht. Viele Tierarten zeigen Verhaltensweisen und Fortpflanzungsstrategien, die von vereinfachten menschlichen Vorstellungen von „Normalität“ abweichen. Gleichzeitig sind diese Formen biologisch keineswegs zufällig, sondern haben sich im Laufe der Evolution als erfolgreiche Strategien etabliert.
In ihrem Vortrag nimmt Ismeni Walter die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine Reise durch das Tierreich. Dabei begegnen sie unter anderem Anemonenfischen, die ihr Geschlecht wechseln können, männlichen Seepferdchen, die den Nachwuchs austragen, Delfinen mit komplexen sozialen Beziehungen oder Tierarten, bei denen Individuen sowohl männliche als auch weibliche Fortpflanzungsorgane besitzen. Die Beispiele reichen von wirbellosen Tieren bis zu Säugetieren und zeigen, wie unterschiedlich die Natur ihre Lösungen für Fortpflanzung und Zusammenleben entwickelt hat.
Der Vortrag findet im Kontext der Fotoausstellung „Queer Nature Photography Awards“ statt, die derzeit im Naturmuseum Südtirol zu sehen ist. Die Ausstellung präsentiert zehn international ausgezeichnete Naturfotografien und macht deutlich, wie vielfältig Verhaltensweisen, Fortpflanzungsstrategien und soziale Strukturen im Tierreich sein können.
„Als Naturmuseum möchten wir wissenschaftliche Erkenntnisse über die Vielfalt des Lebens vermitteln und gleichzeitig die Schönheit und Komplexität der Natur sichtbar machen“, sagt Museumsdirektor David Gruber. „Gerade die Biologie zeigt uns immer wieder, dass die Natur oft vielfältiger und überraschender ist, als wir es aus unserem Alltag gewohnt sind. Diese Vielfalt zu verstehen, ist auch eine wichtige Voraussetzung dafür, sie zu schützen.“




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