"Akademische Anerkennung muss der nächste prioritäre Schritt sein"

“(Fast) gleiche Chancen für Südtirols angehende Lehrpersonen”

Mittwoch, 01. August 2018 | 19:49 Uhr

Bozen – Eine Delegation der Südtiroler HochschülerInnenschaft hat sich jüngst mit Landesrat Philipp Achammer getroffen, um über die Anerkennung des Studiums für die Grundschulen an der Pädagogischen Hochschule Tirol (PHT) in Südtirol zu sprechen.

„Die Anerkennung der Lehrbefähigung, die mit dem Abschluss der Pädagogischen Hochschule Tirol erworben wird, ist durch die europäische Berufstitelanerkennung auf jeden Fall möglich. Damit werden auch diese Studierenden nach ihrem Studium in Südtirol unterrichten können“, versichert Landesrat Philipp Achammer. Auch entsprechende Gehaltsminderungen oder Nachteile im Dienstrecht gebe es dadurch nicht. “Bisher nicht möglich: Eine akademische Anerkennung des erworbenen Studientitels in Italien, die beispielsweise für die Teilnahme an Wettbewerben zur Schulführungskraft notwendig ist.” Jedoch auch hier gebe es verschiedene Möglichkeiten, die man in naher Zukunft prüfen werde..

Von der Notwendigkeit dieser Maßnahmen zeigten sich auch die Vertreter der Südtiroler HochschülerInnenschaft überzeugt. „Immer wieder wenden sich Studieninteressierte an uns, die in Innsbruck oder an anderen österreichischen Hochschulstandorten die Pädagogische Hochschule besuchen wollen. Oft sind sie verunsichert, weil vieles rund um die Anerkennung noch nicht klar ist“, erklärt Manuel Gruber, Vorsitzender der sh.asus. Matthias von Wenzl, Vorstandsmitglied der sh.asus, zeigt sich erfreut, dass man nun zumindest etwas Licht ins Dunkel bringen konnte: „Die Studierenden können sich sicher sein, dass sie auch mit einem Abschluss an der Pädagogischen Hochschule Tirol in Südtirol ohne Probleme und Nachteile unterrichten können, auch wenn die Problematik der Studientitelanerkennung noch nicht abschließend gelöst ist.“

Die sh.asus und Landesrat Philipp Achammer sind sich einig: “Die akademische Anerkennung muss der nächste prioritäre Schritt sein. Denn: In rund drei Jahren werden die ersten MasterabsolventInnen der PHT nach Südtirol zurückkommen.”

Von: luk

Bezirk: Bozen

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2 Kommentare auf "“(Fast) gleiche Chancen für Südtirols angehende Lehrpersonen”"


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RS
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Grünschnabel
15 Tage 12 h

Sehr ungerecht! Italienische Studenten mussten bis vor einiger Zeit ein fünfjähriges DIPLOMstudium absolvieren, anschließend 2 Jahre SSIS besuchen (hier bei uns an der UNI Brixen, dazu keine weiteren Kommentare…), mit weiteren Prüfungen, Praktikas und Diplomarbeit. Anschließend kam noch das Probejahr dazu…Sehr oft hingegen haben Studierende, die in Österreich das Diplomstudium nicht schafften, zum Lehramtsstudium gewechselt..somit haben sie in 5 Jahre “dasselbe” wie anderswo in 7! Ist das gerecht? Außerdem gibt es in Italien kein Lehramtsstudium!

giftzwerg
giftzwerg
Universalgelehrter
15 Tage 11 h

i find des sowieso a frechheit ,dass se grod fa europa reden und es werdn dir net amol die studientitel onerkonnt . zi wos brauchts  europa ? um gurken zu begradigen? a witz

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