Von: mk
Bozen – Die italienische Schule hat zum Ende des laufenden Schuljahres Bilanz gezogen. Der italienische Bildungslandesrat Marco Galateo sowie Hauptschulamtsleiter Vincenzo Gullotta haben am 8. Juni die wichtigsten Zahlen und laufenden Projekte vorgestellt.
Im Schuljahr 2025/26 wurden 140 Lehrpersonen aller Schulstufen unbefristet aufgenommen. Hinzu kommen 65 Lehrpersonen mit befristetem Vertrag für das gesamte Schuljahr. Zudem wurde der dreijährige Qualifizierungslehrgang für Lehrpersonen der Zweitsprache (L2) mit 30 Plätzen neu ausgeschrieben. Das Angebot richtet sich an Personen deutscher Muttersprache mit mindestens einem Jahr Unterrichtserfahrung.
“Der italienischen Schule geht es sehr gut, aber wir wollen sie weiter verbessern”, sagte Bildungslandesrat Galateo. Ziel sei es, ein Bildungsangebot sicherzustellen, das den Anforderungen der modernen Gesellschaft und Wirtschaft entspricht und den Austausch zwischen Schule und Familien stärkt.
Die Stellenzahl an den staatlichen Schulen bleibt stabil. Für das Schuljahr 2026/27 sind zusätzliche Stellen vorgesehen, auch im Bereich der Unterstützung. Galateo verwies zudem auf das Wachstum in der Berufsbildung, wo ab September 312,5 Stellen zur Verfügung stehen werden.
Die Zahlen der italienischen Schule
Die italienische Schule hat das Schuljahr mit 22.211 eingeschriebenen Schülerinnen und Schülern begonnen und wird es mit 22.409 abschließen. Das entspricht einem Zuwachs von 198 Schülerinnen und Schülern. “In den vergangenen sechs Jahren ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler im italienischen Schulsystem um insgesamt 260 gestiegen”, erklärte Hauptschulamtsleiter Gullotta.
Mehr als 7.800 Schülerinnen und Schüler werden in diesem Jahr einen Bildungsabschnitt abschließen. Davon bereiten sich 1.311 Schülerinnen und Schüler der Oberschulen ab dem 18. Juni auf die Maturaprüfungen vor. Hinzu kommen 82 Schülerinnen und Schüler der Berufsbildung. An den italienischsprachigen Schulen Südtirols werden dafür 40 Prüfungskommissionen eingesetzt.
Deutlich gestiegen ist auch die Zahl der Lehrlinge: von 333 im Schuljahr 2020/21 auf aktuell 449.
Schule mit Blick auf Zukunft und Inklusion
Galateo betonte die Bedeutung von Projekten zur Förderung der Fähigkeiten und Talente der Schülerinnen und Schüler. Dazu gehöre auch die Zusammenarbeit mit Bildungszentren und den lokalen Wirtschaftsakteuren.
Gleichzeitig wolle man das Recht auf Bildung weiter stärken. Ziel sei es, die Personalplanung im Bereich der Förderlehrpersonen flexibler zu gestalten und besser auf neue Bildungsanforderungen reagieren zu können, sagte Galateo abschließend.




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