Bischof Muser zu „Südtirol testet“

Mitmachen ist Zeichen von Nächstenliebe und Solidarität

Freitag, 20. November 2020 | 08:00 Uhr

Bozen – Ab heute, Freitag, 20. November, werden in Südtirol flächendeckend Antigen-Schnelltests durchgeführt, um das Infektionsgeschehen durch das Coronavirus einzubremsen. Bischof Ivo Muser ruft die Gläubigen im Geiste der Nächstenliebe und der Solidarität dazu auf, möglichst zahlreich am Südtirol-Test teilzunehmen.

Mit der Initiative „Südtirol testet“ soll ein weiteres Ansteigen der Infektionen mit dem Corona-Virus gestoppt werden. „Im Geiste der Nächstenliebe und der Solidarität gilt es, die Schwachen und Kranken in unserer Mitte zu schützen, indem wir alles in unserer Macht stehende tun, um die weitere Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Dazu gehören auch die flächendeckenden Tests der kommenden Tage. Das Ziel, möglichst viele Menschen im ganzen Land zu testen, kann nur erreicht werden, wenn wir alle unseren Beitrag leisten“, ist Bischof Ivo Muser überzeugt.

„Das Einhalten der geltenden Vorschriften ist ein Zeichen von Reife, Verantwortung, Respekt und konkreter Nächstenliebe. Das Leugnen und das Verharmlosen der Gefährlichkeit des Coronavirus ist ein Hohn für alle Kranken und für jene, die ihnen helfen und beistehen; ein Hohn für alle Verstorbenen und für jene, die um sie trauern“, sagt Bischof Muser.

Was ist „systemrelevant“?

Der Schutz der körperlichen Gesundheit sei notwendig, gut und wichtig. Gleichzeitig konfrontiert uns Corona mit einer Wahrheit, mit der unsere Gesellschaft sich besonders schwer tut: Menschliches Leben ist und bleibt verletzlich, gefährdet, anfällig und sterblich. Deswegen, so Bischof Muser, darf unser Leben nicht auf „Gesundheit“, „Effizienz“, „Leistung“, „Profitsteigerung“ und „Systemrelevanz“ reduziert werden. Bischof Muser: „Es geht nicht um das Erhalten eines Systems, sondern um den Schutz des Menschlichen im Menschen! Die Immer-mehr-Mentalität macht uns und unsere Gesellschaft nicht menschlicher. Hat Corona die Kraft, uns menschlicher zu machen? Von allein sicher nicht. Dazu braucht es unsere Entscheidung, die Prioritätenliste unseres Lebens und unserer Gesellschaft zu überdenken und wohl auch zu korrigieren. Und das wäre ‚systemrelevant‘ für Mensch und Schöpfung.“

Danke für Menschlichkeit

„Ich danke allen, die sich in den verschiedenen Bereichen unseres gesellschaftlichen Lebens einsetzen für das Menschliche im Menschen. Ich danke allen, die auch unter den gegenwärtigen Bedingungen unsere Gottesdienste gestalten und mitfeiern. Im Gebet bin ich allen kranken und alten Menschen verbunden und den vielen, die ihnen menschlich, medizinisch, pflegerisch und geistlich zur Seite stehen. Mein Gebet gilt auch allen, die gerade jetzt schwierige, politische und sanitäre Entscheidungen zu treffen haben“, so Bischof Muser abschließend.​

 

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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11 Kommentare auf "Mitmachen ist Zeichen von Nächstenliebe und Solidarität"


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Lana77
Lana77
Universalgelehrter
4 Tage 9 h

Nägstenliebe kling guat 🤣
Jeder ist sich selbst der Nägste !!

Sag mal
Sag mal
Kinig
4 Tage 7 h

Lana77 ich finde Egoismus zum🤮

Piefke-NRW
Piefke-NRW
Superredner
4 Tage 7 h

Die Nächstenliebe sollte gepaart sein mit einem gesunden, lebenswichtigen Egoismus.

So ist das
So ist das
Universalgelehrter
4 Tage 6 h

Vor allem wenn man sich einige Kirchenfürsten anschaut 🤔

primetime
primetime
Universalgelehrter
4 Tage 5 h

Wenns hart auf hart kommt ist JEDER egoistisch bzw denkt erst mal an sich.
Wobei die Kirche die ersten sind welche den “Brotladen” halten sollten. Die sollten mal ihren Reichtum einsetzen und in Menschenprojekte in Afrika investieren. Weil nur prendigen dass man spenden soll ist einfach, im gleichen MOment auf nichts Steuern zahlen und sich selber bis zum Himmel bereichner ist sowas von heuchlerisch

Sag mal
Sag mal
Kinig
4 Tage 7 h

also ich glaube kaum dass das hier Jemand für den Nächsten macht.Wenn von Vielen nicht mal Maske getragen Wird wenn Du Selbst eine trägst.

Ars Vivendi
Ars Vivendi
Universalgelehrter
4 Tage 6 h

Natürlich ist es wünschenswert, dass sehr Viele !! an den Testungen teilnehmen. Dass jedoch die Kirche(n) von Solidarität und Nächstenliebe spricht/sprechen, ist nicht mehr als sich an eine Aktion “anzuhängen”, ohne selber eine eigene “Leistung” zu erbringen. Mir sind zumindest keine signikanten 💶💶 “Maßnahmen” seitens der Kirchen bekannt, die die vielen Familien, die wegen Corona durch Kurzarbeit, Zwangsurlaub oder gar Verlust des Arbeitsplatzes finanziell an oder über Grenzen gekommen sind, unterstützt haben.

Psycho
Psycho
Grünschnabel
4 Tage 2 h

Guter Kommentar!!!

irene f
irene f
Neuling
4 Tage 6 h

Die Kirche sollte sich um arme un schwache Menschen kümmern dass wäre ein zeichen von Solidarität und nicht in politik und Gesundheit einmischn niemand brauch in dieser Situation solche Kommentare

Calimero
Calimero
Universalgelehrter
4 Tage 6 h

Seid wann interessiert sich unsere Gesellschaft für Schwache und Kranke ?

Faktenchecker
4 Tage 4 h

Jeder kümmert sich um sich selber, so ist für alle gesorgt.

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