Meran.o City Challenge

Rege Teilnahme an digitalem Ideenwettbewerb in Meran

Montag, 12. April 2021 | 12:47 Uhr

Meran – Am Freitag und Samstag, 9. und 10. April hatte MIND (Meran.o Innovation District) zur Teilnahme an einem digitalen Ideenwettbewerb eingeladen. Ziel war es, gemeinsam an innovativen Lösungen und Ideen zu arbeiten, um die Stadt Meran zum Vorreiter im Klimaschutz zu machen und die Bevölkerung auf die Folgen der globalen Erwärmung vorzubereiten. Insgesamt arbeiteten rund vierzig Teilnehmer in neun Gruppen an vielversprechenden Projekten.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten zwischen drei spannenden Herausforderungen wählen. Die erste wurde von den Stadtwerken Meran gestellt, denen insbesondere die Optimierung des Trinkwasserkonsums am Herzen lag. Dank smarter Datensammlung kann der Betrieb messen, wie und wann Merans Haushalte Wasser konsumieren. Die Teilnehmer*innen sollten Ideen präsentieren, wie diese Daten genutzt werden könnten, um das Konsumverhalten der Bewohner*innen zu optimieren und somit die Umwelt zu entlasten.

Als größter Energiedienstleister Südtirols stellte Alperia die zweite Herausforderung des Ideenwettbewerbs. Im Zuge der Errichtung des neuen Alperia-Sitz für rund 300 Mitarbeiter in Untermais wollte der Vorreiter in Sachen E-Mobilität Lösungen anregen, um die Mobilität der eigenen Mitarbeiter, der Bewohner und Arbeitenden der Zone Untermais und jener der restlichen Stadt mit nachhaltigen Konzepten zu verbessern.

Die dritte Herausforderung wurde In Zusammenarbeit mit der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Freien Universität Bozen im Rahmen des Projekts Interreg-SIAA und des OISIS Observatoriums gestellt. Dabei ging es um die durch den Klimawandel hervorgerufene Naturkatastrophen (starke Gewitter, umstürzende Bäume, Überschwemmungen) und Notfälle (z.B. Stromausfälle), die eine allgegenwärtige Bedrohung für die Bevölkerung darstellen. Die Teilnehmer waren eingeladen an Ideen zu arbeiten, wie die Meraner Bürger mehr Resilienz aufbauen könnten, um angemessen auf solche Ausnahmesituationen vorbereitet zu sein und im Notfall richtig reagieren zu können.

Experten und Mentoren begleiteten die Teilnehmer

Den Teilnehmer standen nicht nur spezifische Informationen und Daten zur Verfügung, sie wurden auch von den Moderatoren von „Blufink“ durch den Ideenfindungsprozess geführt. Bei ihrer Arbeit an den Lösungen wurden sie zudem von zahlreichen Experten und Mentoren begleitet. Von den Stadtwerken Meran standen der Direktor Claudio Vitalini und Stefan Mutschlechner zur Verfügung. Von Alperia nahmen Marketingleiter Michael Frei sowie Pierpaolo Zamunaro und Erica Bonadio teil. Die UNIBZ wurde durch Professor Alessandro Narduzzo vertreten, ihm zur Seite standen Matteo Vischi und Andreas Simmerle von der Agentur für Bevölkerungsschutz.

Innovativer Ablauf im Pandemiejahr

Die Corona-bedingten Einschränkungen machten es in diesem Jahr unmöglich, den Ideenwettbewerb wie gewohnt in Präsenz zu veranstalten. Mit entsprechendem Organisationsaufwand wurde die gesamte Veranstaltung kurzerhand digital und unter Verwendung verschiedener Online-Tools durchgeführt. Ein Format, welches die Kreativität der Teams jedoch in keinerlei Weise einschränkte.

Die neun teilnehmenden Gruppen beeindruckten die Jury am Ende des zweiten Tages mit innovativen und ausgefeilten Lösungskonzepten. Unter Beachtung von Bewertungskriterien wie Umsetzbarkeit, Innovationsgehalt, Einfluss auf Umwelt und Gesellschaft, Konzeptausarbeitung und Qualität der Präsentation wurde jeweils ein Siegerteam pro Herausforderung ermittelt.

Die Sieger

Den Sieg bei der Herausforderung der Stadtwerke sicherte sich die Gruppe „Acqua in bocca“ mit einer Idee zur Umsetzung einer App für die Bürger mit interaktiven Informationen und Daten zum aktuellen Wasserkonsum.

Die Alperia-Challenge gewann das Team Busyness mit einem innovativen Mobilitätskonzept, das sich auf die Verwendung moderner Busse stützt.

Als Sieger der Herausforderung der Universität Bozen ging das Team L3GO4 (Lego4) hervor. Sie präsentierten ein Konzept zur Einbindung lokaler „Mikroheros“, also kleiner Helden, die bei Eintreten von Naturkatastrophen und Notfällen aktiv werden.

Jedes der drei Siegerteams konnte ein Preisgeld in Höhe von jeweils 1.000 Euro in Empfang nehmen.

„Wir sind beeindruckt vom großen Interesse und von der regen Teilnahme an diesem Ideenwettbewerb, trotz des ungewohnten, digitalen Formats“, fasste Jennifer Löffler von MIND zusammen. „Wir können auf zwei Tage voller spannender Inputs, kreativen Ideenaustausch und vor allem Spaß zurückblicken“.

MIND (Meran.o Innovation District) ist eine EFRE-geförderte Initiative der Stadt Meran zur Stärkung der Innovationskraft, des Unternehmertums und der Kreativität im Raum Meran – Südtirol.

Von: mk

Bezirk: Burggrafenamt

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!


wpDiscuz