Musikalische Friedensbotschaft

Suwon Philharmonic Orchestra schließt die Asien-Reihe ab

Montag, 19. September 2016 | 13:00 Uhr

Meran – Am. 20. September schließt das südkoreanische Suwon Philharmonic Orchestra unter der Leitung seines Musikdirektors Daejin Kim die Asien-Reihe der Meraner Musikwochen ab. Auch an diesem Abend kommt mit Fabiola Kim eine herausragende Solistin nach Meran: Die Absolventin der Juilliard School of Music in New York wuchs in einer Musikerfamilie auf und begann mit vier Jahren Violine zu spielen. Mit nur sieben Jahren stand sie mit dem Seoul Philharmonic Orchestra auf der Bühne. Sie gewann bedeutende Wettbewerbe wie die Juilliard Concerto Competition, die Seoul Philharmonic Orchestra’s Concerto Competition (als jüngste Siegerin in der Geschichte dieses Preises) und die Aspen Music Festival Violin Concerto Competition. Auf dem Programm stehen an diesem Abend die Arirang Fantasy von  Seung-Hwan Choi, Samuel Barbers Konzert für Violine und Orchester, op. 14 und die „Symphonie fantastique“ von Hector Berlioz. Das Konzert beginnt um 20.30 Uhr im Kursaal.

Seit seiner Gründung im April 1982 gehört das Suwon Philharmonic Orchestra zu den angesehensten sinfonischen Klangkörpern in Südorea. Als Musikdirektor hat der Dirigent und Pianist Daejin Kim das Orchester in die Weltspitze geführt. Der internationale Erfolg hat dazu beigetragen, die Millionenmetropole Suwon als „Kulturstadt“ mit internationalem Flair zu positionieren. Das Orchester, das auch vom Südtiroler Pianisten und Dirigenten Andrea Bonatta geleitet wurde, ist im Rahmen ausgedehnter Tourneen in den USA und in Kanada, in Thailand, England, Spanien, Japan, Indonesien, Taiwan und China aufgetreten. Das Suwon Philharmonic Orchestra gibt über 60 Konzerte im Jahr. Der programmatische Schwerpunkt liegt dabei im Bereich der klassischen und romantischen Konzertmusik.

Musikalisch setzt das Orchester in Meran ein deutliches Zeichen. Die „Arirang Fantasy“ des der nordkoreanischen Komponisten Seung-Hwan Choi entstand 1976 im Auftrag der kommunistischen Staatsführung und basiert auf einem in ganz Korea bekannten Volkslied, das häufig – sowohl im Norden als auch im Süden – als „inoffizielle Hymne“ des Landes bezeichnet wird und die beiden Staaten musikalisch verklammert. Berühmt wurde das Stück als es 1990 bei Verhandlungen zwischen Nord- und Südkorea als Hymne für ein gesamtkoreanisches Sportlerteam im Gespräch war. Das New York Philharmonic Orchestra unter Lorin Maazel spielte das Stück 2008 im Kulturpalast in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang. Seit 2012 gehört die „Arirang Fantasy“ zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Von: sr

Bezirk: Burggrafenamt

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