Am Freitag, 17. September 2021

Tagung „Identitätsstiftende Orte“

Montag, 13. September 2021 | 23:24 Uhr

Bozen – Was macht einen Ort zu einem identitätsstiftenden Ort? Zu einem Ort, an dem das Zusammenspiel von Menschen, Baukultur, Landschaft und Wirtschaft zu einem ästhetischen Ganzen wird. Wie entsteht ein lebendiger Ort und welche Voraussetzungen braucht er, um ein identitätsstiftender Ort zu sein? Das sind die Fragen, die im Rahmen der Tagung „Identitätsstiftende Orte“ am Freitag, 17. September unter anderem von Carlo Calderan, Karin Dalla Torre, Hans Heiss, Sigrid Piccolruaz, Claudia Plaikner, Bettina Schlorhaufer und Susanne Waiz besprochen werden.

Die Tagung, die der Heimatpflegeverband in Zusammenarbeit mit der Architekturstiftung Südtirol veranstaltet, findet als sogenannte Hybridveranstaltung statt: Man kann also entweder vor Ort im Sparkassensaal des Waltherhauses daran teilnehmen oder online über den YouTube-Kanal des Heimatpflegeverbandes.

Viles im Gadertal und Leerstandsmanagment im Vinschgau 

Eingeleitet wird die Veranstaltung von der Obfrau des Heimatpflegeverbandes Claudia Plaikner und Landesrätin Maria Hochgruber Kuenzer. Im ersten Vortrag des Abends spricht Architektin Sigrid Piccolruaz über die Viles im Gadertal. Sie erläutert, was Viles sind, was sie von anderen ländlichen Siedlungen in Südtirol unterscheidet, wie sie sich im Laufe der Zeit entwickelt haben und vor allem, wie sie den Herausforderungen der “Modernisierung” in den letzten Jahren begegnet sind.

Architektin Susanne Waiz schließt an Piccolruaz mit einem Referat über das Leerstandsmanagment am Beispiel von Schluderns an. Die Gemeinde Schluderns bemüht sich in Zusammenarbeit mit Susanne Waiz mit mehreren Projekten darum, den Leerstand im dorf zu erhalten und neu zu beleben.

„Nicht nichts ohne dich, aber nicht dasselbe…“

Kunst- und Architekturhistorikerin Bettina Schlorhaufer wird sich in ihrem Vortrag mit dem Phänomen der Berghotels beschäftigen, die Ende des 19. Und Anfang des 20. Jahrhunderts überall in Südtirol und anderen Alpengebieten entstanden sind. Sie sollten sich als Weltanschauungssymbole ihrer Erbauer in den landschaftlichen Kontext einfügen und wurden gezielt als kulturelle Bedeutungsträger entworfen wurden.

Im letzten Vortrag des Abends spricht Landeskonservatorin Karin Dalla Torre über Kulturgüterschutz, Identität und das Projekt „Bauinventar Südtirol“. Unter dem Titel „Nicht nichts ohne dich, aber nicht dasselbe…“ beschreibt Dalla Torre anhand von einigen Beispielen, wie mit Hilfe der Instrumente Ensembleschutz und Denkmalschutz bauliche Identität vor Ort bewahrt werden kann und welche Voraussetzungen für eine öffentliche Bewusstseinsbildung geschaffen werden können.

Diskussion „Identitätsstiftende Orte“

In der anschließenden Diskussion bespricht Moderator Architekt Carlo Calderan mit den Referenten, Historiker Hans Heiss und Claudia Palikner nicht nur die Inhalte der Vorträge sondern vor allem auch die Fragen „Was macht einen Ort zu einem identitätsstiftenden Ort?“ und „Wie trägt man identitätsstiftende Orte in die Zukunft“.

Wann: 17. September 2021 ab 16:30 Uhr

Wo: Waltherhaus, Sparkassensaal, Schlernstraße 1, Bozen

oder

online auf dem YouTube-Kanal des Heimatpflegeverbandes: youtube.com/c/heimatpflegeverbandsudtirol

 

Anmeldung: info@hpv.bz.it (ohne Credits)

Architekten bekommen für die Teilnahme Ausbildungspunkte und müssen sich auf archacademy.it anmelden.

Die Anmeldung ist verpflichtend, für die Teilnahme vor Ort im Waltherhaus ist ein gültiger Green Pass notwendig.

Von: bba

Bezirk: Bozen

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