Elf Prozent mehr Bewerbungen als im Vorjahr

unibz wächst weiter und behauptet im Censis-Ranking den ersten Platz

Mittwoch, 15. Juli 2026 | 12:07 Uhr

Von: mk

Bozen – Zwei erfreuliche Nachrichten für die Freie Universität Bozen: Für das kommende akademische Jahr sind bisher 3.514 Bewerbungen eingegangen, elf Prozent mehr als im Vorjahr. Und: Im Censis-Ranking belegt die Freie Universität Bozen zum zehnten Mal in Folge den ersten Platz unter den kleinen nichtstaatlichen Universitäten.

In den ersten beiden Bewerbungsphasen des Jahres 2026 verzeichnete die Freie Universität Bozen insgesamt 3.514 Bewerbungen. Das entspricht einem Anstieg um 354 Bewerbungen beziehungsweise 11,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahlen sind noch vorläufig, da Bewerbungen für einige Studiengänge noch laufen. Im Vergleich mit dem italienischen Trend liegt dieses Ergebnis klar über dem Durchschnitt: Im vergangenen akademischen Jahr 2025/26 wurde auf nationaler Ebene ein leichter Zuwachs von 0,9 Prozent verzeichnet.

Der Anstieg betrifft sowohl Bewerbungen aus der Europäischen Union als auch jene von Studieninteressierten aus Nicht-EU-Ländern. Die Zahl der Bewerbungen aus der EU stieg von 2.545 auf 2.798 und damit um 9,9 Prozent. Bei den Bewerbungen aus Nicht-EU-Ländern erhöhte sich die Zahl von 615 auf 716, was einem Plus von 16,4 Prozent entspricht. Den größten Zuwachs verzeichnet die Fakultät für Ingenieurwesen: Die Zahl der Bewerbungen stieg von 726 auf 878, das sind 20,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit trägt die Fakultät für Ingenieurwesen zu mehr als 40 Prozent zum gesamten Zuwachs bei.
Ein deutliches Plus gibt es auch an der Fakultät für Design und Künste. Dort stieg die Zahl der Bewerbungen von 397 auf 466 und damit um 17,4 Prozent. An der Fakultät für Bildungswissenschaften erhöhte sie sich von 527 auf 617, was einem Anstieg von 17,1 Prozent entspricht. Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften bleibt mit insgesamt 1.112 Bewerbungen jene Fakultät mit der höchsten Bewerberzahl. Im Vorjahr waren es 1.059 gewesen, womit auch hier ein Zuwachs von fünf Prozent verzeichnet wurde.

Besonders ausgeprägt ist das internationale Interesse an der Fakultät für Ingenieurwesen: Die Zahl der Bewerbungen aus Nicht-EU-Ländern stieg dort etwa von 260 auf 347. Auch an den Fakultäten für Design und Künste sowie für Wirtschaftswissenschaften nahm die Zahl der internationalen Bewerbungen zu.
Erneut an der Spitze des Censis-Rankings

Der Anstieg der Bewerberzahlen fällt mit einer weiteren Auszeichnung für die Universität zusammen. Im am Dienstag, 14. Juli, veröffentlichten Ranking des italienischen Sozialforschungsinstituts Censis  behauptete die Freie Universität Bozen mit einer Gesamtbewertung von 95,8 Punkten den ersten Platz unter den kleinen nichtstaatlichen Universitäten mit höchstens 5.000 Studierenden. Auf dem zweiten Platz folgt die römische Università Campus Bio-Medico mit 92,4 Punkten, auf Rang drei die Università Cattaneo mit 90,6 Punkten.

Bei den einzelnen Indikatoren des Rankings der kleinen nichtstaatlichen Universitäten belegt unibz in den Bereichen Dienstleistungen und Infrastruktur mit 110 von 110 Punkten den ersten Platz. In der Kategorie „Internationalisierungsgrad” liegt die Universität auf Rang zwei. Positive Ergebnisse erzielt die unibz auch in der Kategorie „Lehre“. Bei den Bachelorstudiengängen belegt die unibz sowohl im Bereich Design und Kunst als auch im Bereich Bildung und Ausbildung den ersten Platz. Im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen erreicht die Universität Rang drei, im wirtschaftswissenschaftlichen Bereich Rang vier. Im Bereich Politik-, Sozial- und Kommunikationswissenschaften liegt die unibz auf dem dritten Platz.

Bei der Bewertung der zweijährigen Masterstudiengänge an nichtstaatlichen Universitäten belegen die Bereiche Design und Kunst sowie Wirtschaftsingenieurwesen jeweils den ersten Platz. Der Bereich Agrar-, Forst- und Veterinärwissenschaften liegt hinter der Università Cattolica auf Rang zwei. Es folgen ein fünfter Platz im Bereich Informatik und ein sechster Platz im wirtschaftswissenschaftlichen Bereich. Bei den einstufigen Masterstudiengängen – darunter Bildungswissenschaften für den Primarbereich – belegt die unibz hinter der Lumsa-Universität in Rom den zweiten Platz.

„Wir nehmen diese Ergebnisse mit großer Freude zur Kenntnis. Sie bestätigen, dass unsere Universität auch unter komplexen demografischen Rahmenbedingungen immer mehr Studierende für sich gewinnen kann“, erklären Präsident Federico Giudiceandrea, Rektor Prof. Alex Weissensteiner und Direktor Günther Mathà. „Der Anstieg der Bewerbungen ist ein wichtiges Zeichen des Vertrauens in die Qualität unseres Studienangebots und in das internationale Profil der Universität. Unser dreisprachiges Modell und die enge Verbindung zwischen Lehre, Forschung und Region sind besondere Merkmale, die unsere Studierenden darauf vorbereiten, sich kompetent in zunehmend internationalen akademischen und beruflichen Kontexten zu bewegen. Die Entwicklung ist ermutigend und bestätigt uns auf dem eingeschlagenen Weg.“

Zulassung zu den Studiengängen: die letzten Bewerbungsfristen

Die Bewerbungsphase für einige Studiengänge der Freien Universität Bozen ist noch nicht abgeschlossen. Für Masterstudiengänge, die in Zusammenarbeit mit anderen Universitäten angeboten werden, ist eine Bewerbung noch bis zum 20. August möglich. Für Bachelor- und Masterstudiengänge, in denen noch Studienplätze verfügbar sind, plant die unibz zudem eine dritte Bewerbungsphase vom 18. August bis zum 4. September. An einigen Fakultäten und für bestimmte Masterstudiengänge ist darüber hinaus eine letzte Bewerbungsphase vorgesehen. Die jeweiligen Fristen können bis Ende September oder Anfang Oktober reichen.

Alle Informationen unter: www.unibz.it

Bezirk: Bozen

Kommentare

Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen