„Treffpunkt Gesundheit“

Vorsicht statt Nachsicht: Gebärmutterhalskrebs kann verhindert werden!

Samstag, 23. Februar 2019 | 01:40 Uhr

Bozen – Dr. Bruno Engl, Facharzt für Gynäkologie referierte am 21. Februar im Rahmen der Gesundheitsreihe „Treffpunkt Gesundheit“ über die Bedeutung der Vorsorgeuntersuchungen und Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs.

Prävention ist ein wichtiges und sehr umfangreiches Thema. Vorsorge beginnt bereits in jungen Jahren. Im Rahmen von gynäkologischen Vorsorgeuntersuchungen gilt es frühzeitig Erkrankungen zu erkennen und sie zu behandeln. Wie kaum eine andere Krebsart lässt sich Gebärmutterhalskrebs durch Vorsorge und Impfung verhindern.

Der hauptsächliche Grund für diese Krebserkrankung ist ein Virus, der sogenannte HPV – Humane Papillomavirus. Frauen und Männer sind von der Wahrscheinlichkeit einer Infektion gleichermaßen betroffen und könnten sich durch Impfung vor einer Ansteckung schützen. Die Besonderheit des Gebärmutterhalskrebs ist, dass die Entstehung etwa zwölf bis 15 Jahre dauert, die Erstinfektion aber meist schon in jungen Jahren erfolgt. Diese lange Zeitspanne sollte also genutzt werden, um Vorstufen von Krebs beziehungsweise Zellveränderungen zu entdecken. Rechtzeitig erkannt und behandelt, sind die Heilungschancen heutzutage sehr gut.

Seit der Einführung des Screening-Programmes im Jahr 2001, hat die Neuerkrankungsrate an Gebärmutterhalskrebs in Südtirol stark abgenommen. Laut Dr. Engl, müsste es aufgrund der sicheren Früherkennungsmöglichkeiten, zu gar keiner Erkrankung an Gebärmutterhalskrebs mehr kommen.

Neu ist, dass ab diesem Jahr ein neues Testverfahren, den bekannten Pap-Abstrich ablösen wird. Der sogenannte HPV-Test, gilt als effektive, einfache und sichere Methode um eine Infektion festzustellen. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Test zukünftig weniger häufig durchgeführt werden muss, so Dr. Engl abschließend.

Info

Der „Treffpunkt Gesundheit“ findet regelmäßig in der Marienklinik in Bozen statt und widmet sich pro Veranstaltung je einem medizinischen Fachthema. Experten referieren praxisnah über Möglichkeiten zur Vorbeugung, Früherkennung, Diagnose und Therapie von Erkrankungen.

Die nächste Veranstaltung findet am 21. März um 17.30 Uhr statt. Dr. Andrea Bertozzo, Facharzt für Gastroenterologie referiert zum Thema „Magen und Darm: Der Schlüssel zum Wohlbefinden“.

 

Von: bba

Bezirk: Bozen

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

5 Kommentare auf "Vorsicht statt Nachsicht: Gebärmutterhalskrebs kann verhindert werden!"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
werner66
werner66
Superredner
1 Monat 1 h

HPV Viren vermehren sich auf Grund mangelnder Hygiene unter der Vorhaut des Mannes.
Warum wird dieser entscheidende Punkt nie angesprochen?

mithirnundherz
mithirnundherz
Tratscher
27 Tage 17 h

da weis einer bescheid danke für den 1. schritt ins wirkliche 21. jarhundert den viele bis die meisen männer sind in puto hygiene gesundheit … im 20. stecken geblieben und wollen bepuemerweise nicht voran kommen verhütung und hygiene ist das A & O..
MUSS ABER SAGEN MANCHE ERWACHSENE FRAUEN SIND NICHT BESSER …

Tabernakel
26 Tage 58 Min

Weil Viren nicht mit Wasser und Seife zu bekämpfen sind?

mithirnundherz
mithirnundherz
Tratscher
27 Tage 22 h

Guter ansaz währe auch die männer einzubeziehen denn denen ist das thema weitgehend unbekannt einigen sogar egal da sie nicht betroffen sind wie bei den plakaten die auf alkohol am steuer aufmerksam machen braucht es solche aktionen auch für gebermutterhalskrebs denn zu einer beratung geht von denen keine hin ..

herbstscheich
herbstscheich
Superredner
27 Tage 12 h

schon gelesen..? die beste Verbreitung des Gebärmutterhals- -krebses entsteht durch zu FRÜHEN Sex und mit zu häufig WECHSELNDEN Partnern …(dagegen schützt die Impfung nur mäßig) . ..

wpDiscuz