Veranstaltung der Uni Bozen

Wie hat ChatGPT mehr als 80 Sprachen gelernt?

Dienstag, 09. Juni 2026 | 11:07 Uhr

Von: mk

Bozen – Am 17. Juni lädt die unibz zur öffentlichen Veranstaltung „Ein Rundgang durch ein künstliches Gehirn: Was passiert wirklich im Inneren der KI?“ ein. Im Mittelpunkt stehen die Funktionsweise und die wissenschaftlichen Grundlagen der Künstlichen Intelligenz.

Künstliche Intelligenz ist längst zu einem festen Bestandteil unseres Alltags geworden: Ob bei der Internetsuche, bei Navigationssystemen oder bei Verkehrsprognosen – viele der Anwendungen, die wir täglich nutzen, basieren auf KI-Technologien. Doch wie funktioniert Künstliche Intelligenz eigentlich?

Antworten auf diese Frage bietet die Veranstaltung „Ein Rundgang durch ein künstliches Gehirn: Was passiert wirklich im Inneren der KI?“, die am 17. Juni um 17.00 Uhr am Campus Bozen Zentrum der Freien Universität Bozen stattfindet. Die Veranstaltung, die in Zusammenarbeit mit dem AI-Lab der unibz organisiert wird, richtet sich an alle Interessierten und bietet die Gelegenheit, einen verständlichen Einblick in die Welt der Künstlichen Intelligenz zu gewinnen.

Den Auftakt macht Raffaella Bernardi, Professorin für Natural Language Processing an der Fakultät für Ingenieurwesen der unibz. In ihrem Vortrag in italienischer Sprache stellt sie die wissenschaftlichen Ansätze vor, die seit den 1950er-Jahren zur Entwicklung sogenannter Large Language Models geführt haben – jener Sprachmodelle, zu denen auch das wohl bekannteste Beispiel, ChatGPT, gehört.

Anschließend spricht Aurélie Herbelot, Gründerin von Denotation UG, einem Unternehmen, das nachhaltige KI-Systeme entwickelt. Sie präsentiert in deutscher Sprache ein von ihr entwickeltes und bereits an Schulen eingesetztes System, das sichtbar macht, was im Inneren neuronaler Netze während des Lernprozesses eines Sprachmodells geschieht und wie das dabei erworbene Wissen später in den „Gesprächen“ mit den Nutzerinnen und Nutzern eingesetzt wird.

Die öffentliche Veranstaltung bildet zugleich den Abschluss der Lectures on Computational Linguistics 2026 (Vorlesungsreihe zur Computerlinguistik 2026). Die von der Italienischen Gesellschaft für Computerlinguistik (AILC) in Zusammenarbeit mit der unibz und Eurac Research organisierten Vorlesungen richten sich an Masterstudierende sowie Doktorandinnen und Doktoranden aus Italien und den benachbarten europäischen Ländern. Auf dem Programm stehen Vorträge zahlreicher internationaler Expertinnen und Experten, darunter Barbara Plank, Alumna der unibz und Präsidentin der Association for Computational Linguistics (ACL), sowie Julia Hockenmaier, Expertin für Natural Language Processing an der University of Illinois.

In ihrer zehnten Ausgabe widmet sich die Vorlesungsreihe insbesondere den Methoden, mit denen die Stärken und Grenzen von Large Language Models untersucht und bewertet werden können. Behandelt werden aktuelle Forschungsthemen wie die automatische Erkennung und Transkription gesprochener Sprache – einschließlich verschiedener Dialekte – sowie multimodale Sprachmodelle, die visuelle Informationen verarbeiten können. Diese Entwicklungen könnten künftig den Weg für Roboter ebnen, die mithilfe natürlicher Sprache mit Menschen kommunizieren.

Sowohl die öffentliche Veranstaltung als auch die Lectures on Computational Linguistics sind Teil der Aktivitäten in den Bereichen Ausbildung und Wissenstransfer des neuen AI-Lab der Freien Universität Bozen, das mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert wurde. Das Labor unterstützt Forschung, Lehre, Weiterbildung und Wissenstransfer und richtet sich nicht nur an Studierende der unibz, sondern auch an Unternehmen und Institutionen in Südtirol.

Bezirk: Bozen

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