Der extravagante Akylas hat gut Lachen vor seinem ersten Auftritt

Quotenfavoriten und Druck auf Superstar im 1. ESC-Semifinal

Montag, 11. Mai 2026 | 10:44 Uhr

Von: apa

Wenn am Dienstag das erste Halbfinale des 70. Eurovision Song Contest über die Stadthallenbühne geht, scheinen einige Finaltickets bereits recht sichtbar ausgelegt zu sein – zumindest nach Ansicht der Wettanbieter. So geben diese für Finnland, Griechenland, Schweden, Israel und Kroatien sogar Aufstiegswahrscheinlichkeiten über 90 Prozent an. Um den neuralgischen zehnten Platz wird hart gerungen, für San Marinos “Superstar” – inklusive Boy George – sieht es eher düster aus.

Die gesammelten Einschätzungen der Buchmacher geben die Chance auf ein Weiterkommen für San Marinos Senhit, die mit einem Gastauftritt von 1980er-Star Boy George zu überzeugen versucht, am niedrigsten unter allen 15 Teilnehmenden an: Nur 20 Prozent Wahrscheinlichkeit, in Jury- und Publikumsgunst unter die Top Ten zu kommen, werden prognostiziert. Ebenso eher schlecht sieht es für die Acts aus Georgien (35 Prozent Chance auf Erfolg), Belgien (36 Prozent), Estland (42) und Portugal aus (47), wenn man den Quoten Glauben schenkt.

Favoriten scheinen Finalplätze kaum zu nehmen zu sein

Knapp oberhalb der in der ESC-Logik so wichtigen Klippe liegt Montenegros Act mit einer 50:50-Chance auf den Finaleinzug. Und knapp könnte es auch für Polens Alicja werden, die bei 56 Prozent Erfolgswahrscheinlichkeit liegt. Etwas “safer” fühlen darf sich da schon der auf Platz acht angesiedelte “Mann in Silber”, Lion Ceccah, mit einer 70-Prozent-Chance. Noch ein Stück besser schaut es im Wettanbieterzutrauen für Serbiens härteren Act Lavina aus (78 Prozent). Ziemlich gut dürfte es auch für Moldaus Satoshi laufen, dem mit seinem Gute-Laune-Beitrag immerhin 89 Prozent Aufstiegschance zugebilligt werden.

Ganz oben auf der Leiter schließen die aggregierten Buchmachermeinungen ein Ausscheiden von Israels Noam Bettan quasi völlig aus: Protesten und zu erwartenden Buhrufen zum Trotz kann man hier mit dem Finale rechnen (96 Prozent Aufstiegschance). Bei diesem Wert liegt auch Schwedens Felicia. Ganz oben stehen auch jene Acts, die insgesamt weithin als Topsieganwärter im samstäglichen Finale gehandelt werden: Griechenlands bunter Vogel Akylas und das finnische Geigen-Gesangs-Gespann Linda Lampenius & Pete Parkkonen (97 Prozent).

Cosmó etwas verbessert

Blickt man Stand Montag auch auf die Gesamtsiegerchancen – zumindest aus der Sicht der Wettanbieter -, dann hat Finnlands Act seine Vormachtstellung gegenüber der Vorwoche noch etwas ausgebaut: Von 29 Prozent Erfolgswahrscheinlichkeit ging es nun nochmals um satte neun Prozentpunkte hinauf. Für Akylas ging es hingegen um drei Prozentpunkte auf 13 Prozent hinunter. Auf den Fersen sind ihm am ehesten noch Dänemarks Søren Torpegaard Lund (elf Prozent Gewinnwahrscheinlichkeit), Frankreichs Monroe (sieben Prozent) und Australiens Delta Goodrem (sechs Prozent). Etwas Boden gutgemacht hat Österreichs Hoffnung Cosmó: Er konnte zumindest etwas aus dem Wettquoten-Keller klettern und findet sich nun nach Rang 30 in der Vorwoche auf Platz 27 unter allen 35 Startern.

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