Von: Ivd
Bozen – Die Alexander-Langer-Stiftung hat in Bozen die Vergabe des Internationalen Alexander-Langer-Preises 2026 bekannt gegeben. Die Auszeichnung geht an den kongolesischen Aktivisten François Kamate Kasereka.
Der Preis würdigt laut Stiftung dessen gewaltfreien Einsatz für Klimagerechtigkeit, Menschenrechte und Frieden in der Demokratischen Republik Kongo, insbesondere in der konfliktreichen Region Nord-Kivu. Dort engagiert sich Kamate unter anderem in Klimabewegungen und Initiativen, die auf die sozialen und ökologischen Folgen des Rohstoffabbaus aufmerksam machen.
Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird im April 2026 im Rahmen der Veranstaltungsreihe Euromediterranea offiziell verliehen. Das Preisgeld wird von der Stiftung Südtiroler Sparkasse zur Verfügung gestellt.
In der Begründung hebt die Jury hervor, dass Kamate auf die Zusammenhänge zwischen Ressourcenausbeutung, Umweltzerstörung und bewaffneten Konflikten aufmerksam mache. In Nord-Kivu werden unter anderem sogenannte „3T-Minerale“ (Tantal, Zinn, Wolfram) sowie Coltan gefördert, die für die internationale Technologieindustrie von Bedeutung sind.
Im April wird der Preisträger für mehrere Veranstaltungen nach Italien reisen. Vom 17. bis 19. April sind Termine in Bozen und Sterzing geplant, weitere Stationen sind unter anderem Trient und Rovereto. Das detaillierte Programm soll in den kommenden Wochen veröffentlicht werden.




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