Von: mk
Brenner – Die geplante Totalsperre am Brennerpass am 30. Mai sorgt bereits im Vorfeld für massive Diskussionen. Das Ergebnis unserer Spontanbefragung spiegelt die gespaltene Stimmung wider.
Wie berichtet, ist die vom Bürgermeister von Gries am Brenner, Karl Mühlsteiger, als Privatperson beantragte Demo auf der Brennerautobahn A13 von der Bezirkshauptmannschaft Innsbruck nicht untersagt worden. Der Protest gegen die überbordende Verkehrsbelastung soll den Verkehr auf der wichtigen Nord-Süd-Achse zwischen 11.00 und 19.00 Uhr komplett lahmlegen.
Kritik kommt unter anderem aus Bayern: Verkehrsminister Christian Bernreiter warnt vor gefährlichen Staus, Ausweichverkehr auf ungeeigneten Straßen und erheblichen Belastungen für die Logistikbranche. Auch Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher sieht große Risiken – etwa für die Verkehrssicherheit. Er fordert eine alternative Protestform.
Unterstützung erhält die Demonstration hingegen von Teilen der Tiroler Politik. Vertreter etwa von FPÖ und NEOS sehen darin ein notwendiges Signal gegen die zunehmende Transitbelastung.
Im Rahmen einer Spontanbefragung, an der sich rund 6.000 Leserinnen und Leser beteiligt haben, wollten wir von euch wissen, wie ihr die Blockade seht. Eine knappe Mehrheit von 53 Prozent hält eine Totalsperre für überzogen. 47 Prozent sind dagegen überzeugt, dass das Demonstrationsrecht Vorrang hat.
Im Kommentarbereich erklärt @Dagobert: „Eine Blockade bringt sowieso nichts, außer an hunderte km longen Stau in Südtirol und Bayern, da unsere Tiroler Freunde am Brenner und Kiefersfelden die Grenze dicht mochn werden.“
Luggi legt nach: „Wozu gibt es eigentlich das Recht auf freien Transit und Warenverkehr, wenn ein gekränkter Bürgermeister alles verhindern kann?“
@OanerHolt hält dagegen: „Totalsperre lange im Voraus angekündigt und trotzdem Megastau? Finde den Fehler.“
„Wenn alle durch deinen Garten trampeln, machst du auch mal das Gatter zu“, fügt Doolin hinzu.




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