Eltern tragen die Verantwortung dafür, was passiert

Erziehung: Handynutzung bei Kindern

Sonntag, 03. Februar 2019 | 08:12 Uhr

Wir leben in einer hochtechnologisierten Welt. Dies wird schon bei den Kleinsten ersichtlich: Ein Drittel der Grundschüler der dritten Klasse besitzt ein eigenes Telefon. Rund die Hälfte der Kinder zwischen sechs bis 13 Jahren hat ein eigenes Smartphone. Schließlich „dürfen alle eines haben!”, heißt es dann. Mittlerweile steigt die Tendenz und Kinder bekommen schon früh ein eigenes Handy. In der Regel bekommen Kinder, die den Schulweg alleine bestreiten oder zum Training gehen, für Notfälle ein Telefon von den Eltern verpasst.

Prävention: Damit die Handynutzung nicht zum Problem wird

Experten raten dazu, den Smartphone-Besitz je nach Situation beziehungsweise Kindern ab zehn zu erlauben. Das eigene Telefon kann durchaus sehr praktisch sein. Gleichzeitig birgt es natürlich die Gefahr, dass Kinder an Inhalte kommen, die nicht für sie gedacht sind.

Deshalb sollten Eltern vorab vereinbaren, wie das Telefon genutzt wird. Eventuell ist es sinnvoll, jüngeren Kindern ein älteres Modell zu geben – ohne Internetfunktion, das rein zum Telefonieren dient. Damit kann es im Notfall Eltern, Großeltern oder andere Vertrauenspersonen benachrichtigen.

Eltern können an Smartphones festlegen, welche Funktionen erlaubt sind. Das Telefon sollte vorab eingestellt werden, damit der Zugang nur für jugendfreie Inhalte möglich ist. Auch bei den Spielen haben die Erwachsenen natürlich noch Mitspracherecht.

Offen über den Telefonkonsum reden

Die Mobiltelefonie ist eine praktische Sache. Alles zu verbieten birgt die Gefahr, dass Kinder verheimlichen, was sie mit ihrem Telefon treiben. Feste Handyzeiten und Pausen sind sinnvoll. Die eigenen Freunde zu treffen, macht mehr Spaß, als immer auf WhatsApp und Snapchat zu schreiben. Kinder sollten Zeit dafür haben, sich mit Freunden zu treffen und zu spielen.

Unbedingt zu kontrollieren sind die Facebook- und Instagram-Nutzung. Viele Kinder erstellen sich einen Account, indem sie ihr Geburtsdatum fälschen. Die nichtsahnenden Eltern würden Augen machen, bekämen sie davon Wind. Kinder kommen auf sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram manches Mal mit Fremden in Kontakt, die alles andere als Gutes im Sinn haben. Außerdem stellen Kinder oft Fotos ins Netz, die dort nichts zu suchen haben. Weiters besteht auch die Gefahr des Cybermobbing, das heißt des Mobbings im Internet.

Eine elterliche Kontrolle und ein Zugang zum Passwort des Kindes sind auf jeden Fall angeraten. Eltern sollten sich auf dem aktuellen Stand halten, was die Entwicklung der sozialen Netzwerke betrifft.

Von: bba

Kommentare

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8 Kommentare auf "Erziehung: Handynutzung bei Kindern"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
OrB
OrB
Universalgelehrter
20 Tage 20 h

Leider haben die meisten Eltern selbst keine Ahnung wie ein Smartphone funktioniert.

werner66
werner66
Superredner
20 Tage 20 h

Die wichtigste Nebenwirkung von Handys wird gar nicht erwähnt: Gehirntumore

Burgltreiber
Burgltreiber
Tratscher
20 Tage 16 h

@werner66 des muasch a belegen kennen!

marher
marher
Grünschnabel
20 Tage 19 h

Mit der digitalen Welt wird die Jugend abhängig und zugleich verblödet. Das Internet hat die Welt und die Menschen im Griff, aber leider mehr negativ als positiv. die Jugend aber auch …sind wie ferngesteuert.

Tantemitzi
Tantemitzi
Superredner
20 Tage 15 h

is gleiche hot man Früher erstl vom Radio und noa vom Fernseher gsog! Du und i warn also schun vom Fernseher total verblödet! Ein vernünftiger Umgang mit allen Medien sorgt weder für Verblödung noch wird man dadurch ferngesteuert;. Eltern können ihren Kindern vorleben wie man es richtig macht – man kann Internet usw. sehr wohl auch sinnvoll nutzen! Nicht jeder “blöde” wurde vom Internet blöd! manche waren es schon vorher

PapaTomba
PapaTomba
Grünschnabel
20 Tage 14 h

Smartphones und die Digitalisierung sind nicht per se schlecht.
Das Problem ist jedoch, dass selbst wir Eltern in der digitalen Pubertät stecken, bedeutet, wir haben nicht gelernt, die eigene Nutzung im Griff zu habem, sei es die Dauer oder die Inhalte, wir erwarten es aber von unseren Kindern und das funktioniert eben nicht .

marc16
marc16
Neuling
20 Tage 16 h

wenn man mittags vor den schulen sieht, dass die mamis nur auf ihr handy schauen und nicht auf die kinder… kein wunder, dass die junge generation ohne handy nicht mehr sein kann. schlimm!!!

nok
nok
Tratscher
20 Tage 12 h

Der Zug ist abgefahren…

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