Von: apa
Eine Reinigungskraft vom Wiener Hauptbahnhof steht im Verdacht, eine 27.000 Euro teure Geige gestohlen zu haben. Eine 59-Jährige vergaß das wertvolle Instrument am vergangenen Freitag in einem Zug in der Gepäckablage. Als der 24-jährige Mitarbeiter der Reinigungsfirma das Abteil am Hauptbahnhof säuberte, fand er die Geige, gab sie aber nicht ab, sondern versuchte, sie zu veräußern. Dabei wurden er und ein Komplize festgenommen, berichtete die Polizei am Donnerstag.
Der junge Serbe reinigte das Abteil und fand den Geigenkoffer mit dem Instrument und Zubehör. Unter dem Vorwand, für einen Angehörigen ein solches Instrument kaufen zu wollen, ging er in ein Geigengeschäft, um den Wert zu erfragen. Dann brachte er einen 23-jährigen Freund dazu, ihn beim Verkauf zu unterstützen. Dafür wurde dem jungen Österreicher ein Anteil des Verkaufserlöses versprochen.
Beamte nahmen Männer im Geschäft fest
Zeitgleich erstattete die Besitzerin Anzeige bei der Polizei und informierte den Hersteller der Geige über den Diebstahl. Ausgerechnet dort wollten die Männer am gestrigen Mittwoch das Instrument auch veräußern. Dieser alarmierte die Exekutive. Als der 23-jährige Komplize mit der Geige das Geschäft betrat, wurde er schon von Beamten des Stadtpolizeikommandos Favoriten erwartet. Der 24-Jährige wurde unmittelbar vor dem Geschäft festgenommen.
In ihren Vernehmungen zeigten sich beide geständig. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurden sie auf freiem Fuß wegen des Verdachts des schweren Diebstahls sowie der versuchten Hehlerei angezeigt.




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