Jadav Payeng setzt seit den 1970ern täglich einen Baum

Mann kämpft seit 40 Jahren gegen die Wüste

Mittwoch, 10. April 2019 | 06:58 Uhr

Es gibt Menschen, die sind einfach zu bewundern. Sie sind an Ausdauer und Entschlossenheit nicht zu überbieten. Zu diesen Menschen gehört definitiv Jadav Payeng, der in den 1970-ern seinen Kampf gegen das Vorschreiten der Wüste angetreten hat. In 40 Jahren hat er für 500 Hektar Grün gesorgt. Heute ist der Ort die neue Heimat von Tigern und indischen Nashörnern. Dorthin kommt jährlich sogar eine Herde von mehr als 100 Elefanten.

Payeng allein schafft damit eine Waldfläche, die größer ist als der Central Park in New York – und all dies in einem trockenen Gebiet, das schon als verloren galt. Dieser Mann ist wirklich ein tolles Beispiel für Ausdauer und Entschlossenheit.

Im heißen Sommer 1978 kehrt Jadav Payeng, ein junger Mann des Mishing-Stammes, in seine Heimat Aruna Sapori, einer Flussinsel im Fluss Brahmaputra, zurück. Er hat gerade sein Studium beendet und will in seine Heimat zurückkehren, ohne zu wissen, dass sich sein Leben radikal verändern würde.

Auf dem Weg dorthin erlebt Payeng eine Situation, die ihn zutiefst schockiert: Mehr als 100 Schlangen liegen zusammengerollt und leblos im Sand. Verzweifelt geht der junge Mann in das Dorf der benachbarten Deori-Gemeinde. Und dort entdeckt er, dass die Schlangen aufgrund von Überschwemmungen auf die Sandbank gespült worden und gestorben sind, weil sie keine Bäume hatten, um sich vor der Sonne zu schützen.

Payeng sagt, dass er angefangen habe, zu weinen, und dass er von diesem Tag an etwas tun wollte, um seiner Gemeinde zu helfen.

Payeng fasste einen Entschluss: Er wollte helfen

In einem Interview mit der Times India erzählt Payeng, warum er anfängt, Bäume zu pflanzen: “Ich habe die Forstbehörde informiert und sie gefragt, ob sie dort Bäume pflanzen könnten. Sie sagten, dass nichts wachsen würde und dass ich versuchen könnte, Bambus zu pflanzen. Es war schmerzhaft, aber ich habe es versucht. Niemand hat mir geholfen. Niemand war daran interessiert.”

Payeng hat es geschafft. Was für ein Vorbild. Seht selbst!

 

Von: bba

Kommentare

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30 Kommentare auf "Mann kämpft seit 40 Jahren gegen die Wüste"


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Savonarola
12 Tage 5 h

wieso kann man das nicht überall machen?

Mistermah
Mistermah
Kinig
12 Tage 4 h

Weil unsere Politik lieber mit Millionen eine bank rettet wie mit ein paar Euro einen Baum.

andr
andr
Superredner
12 Tage 4 h

wir hatten früher in den Schulen ein Mal im Jahr ein Baum Fest wo jeder Schüler einen baum eingepflanzt hat.
leider muss man sagen”es war einmal”

tschonwehn
tschonwehn
Tratscher
12 Tage 4 h

@Savonarola
die Antwort ist einfach: weil jeder nur ausbeuten und Profit machen will, egal um welchen Preis. Gegen die anzukämpfen ist wie bei Don Quijote: ein Kampf gegen Windmühlen.

Pyrrhon
Pyrrhon
Tratscher
12 Tage 3 h

@Mistermah
Dieser Mann beweist doch eindeutig daß JEDER von uns etwas für die Umwelt tun kann ohne auf Vorschriften u Gesetze zu warten u ohne zu schreien die Politik muß etwas tun !

falschauer
falschauer
Universalgelehrter
12 Tage 3 h

@andr und nachher gabe es brot und marmelade, sowie eine aranciata 😊

Staenkerer
12 Tage 1 h

@Mistermah i glab, in de gebiete lig es darandas de “helfer” und missionare aus dem westen, sicher in bester absicht, ihr wissen und können von insre breiten mit ins lond nehmen, ohne zu bedenken das viele, ba ins erfolgreiche verfahren, in der gegend nit taugn!
des war, wie wenn a hochqualifizierter londwirt aus der poebene an bergbauer beibrinngen will, wie der, auf 1500m orbeitn muaß um mehr gewinn zu erziehln!

es gib sicher a heit no findige menschen, de in ihrem angestammten umfeld, gute, oft a innovative, orbeit leistn, a ba ins!

Staenkerer
12 Tage 1 h

@falschauer mir wornnde volksschuljoher aufn vigiljoch und de mittelschule in vellau! würstl a semmele, a limo oder araciatta, mmmmmm zu der zeit a festessn!
ps: noch a poor johr mitn tata hingewonder zu schaugn ob de bamlen wochsn!
wos hobn mir für a oanfoche, ober herrliche kindheit ghob!

Staenkerer
12 Tage 52 Min

@Pyrrhon leider werd ins ba jedem, größeren projekt, decirgend jemand in eigenregie in ongriff nimmt, de bürokratie schnell einholn!
i wett das schun der gedanke daran viele obschreckt eppas unzufongen! wer nit woldbesitzer isch, kannt sich ba ins nie getraun irgendwoh a baml zu setzn, sogor im gortn brauchts a metrbandl um jo den obstond einzuholtn, i glab mit de peobleme hot der monn nit zu kämpfn ghob!
meine absolute bewunderung hot er!

Krissy
Krissy
Superredner
12 Tage 29 Min

@andr
heute wird stattdessen demostriert.
So ändern sich die Zeiten.

oli.
oli.
Universalgelehrter
11 Tage 23 h

Weil jeder nur noch nach sich schaut und mit den Ellenbogen durchs Leben geht.

Noch gibt es in Europa genug Bäume , wenn aber noch mehr Bauland gebraucht wird , für Neubürger , Industrie wird es bei uns auch bald Kahl sein .

Die Menschen werden erst aufwachen wenn die Erde schon untergegangen ist .
Dann ist es zu spät.

Pro
Pro
Grünschnabel
11 Tage 20 h

@andr
gibts heint a nou!

Krissy
Krissy
Superredner
11 Tage 19 h

@Savonarola
Kann man.
Zwar nicht einen Baum pflanzen, aber ein “verwaistes” Grab bepflanzen. Jeder von uns hat verstorbene Angehörige und pflegt deren Grab und in unmittelbarer Nähe ein völlig verwahrlostes.
Mein Tipp: Cuphea, ganz pflegeleicht und sehr bienenfreundlich.

falschauer
falschauer
Universalgelehrter
11 Tage 18 h

@Staenkerer …genau uanfoch, bescheiden, glücklich, zufrieden und schian, weil mir ah nichts onders gekennt hobn….. epper hobn mir die bamlen miteinonder aufn vigiljoch gsetzt…😊

falschauer
falschauer
Universalgelehrter
11 Tage 18 h

@Krissy oh je oh je wir sind 68 genauso auf die straße gegangen, noch viel häufiger als heutzutage

Staenkerer
11 Tage 16 h

@falschauer 😄😆😅 nit ausgschlossn!
jo, mir hobn als kind nit viel kopp, ober ollm gewisst wos ma mit den bissl mochn konn und oft genua mit nix a riesen hetz ghob! long ischs her, ober ollm schien zruggzudenkn!

andr
andr
Superredner
12 Tage 6 h

da gibt es immer wieder Menschen vor denen ich einen Kniefall machen muss

Staenkerer
12 Tage 1 h

jo, du sogsch es! i honn dukus gsechn über an, mittlerweil, älteren, oanfochn mann, ohne schulbildung, gsechn, (honn leider in nome vergessn) der sein heimatdorf am gazastreifn, der wegen dürre zu veröden drohte, da de einwohner abwanderten, mit alten, der gegend angepassten anpflanztechniken, wieder zum blühen und ab ernten gebrocht hot! heute kehrn bewohner wieder zrugg und junge leit lernen von ihm de technik, mit viel erfolg!
i wor von den oanfochn monn zu tiefst beeindruckt!
jo, es gib menschen de an kniefoll verdient hobn!

falschauer
falschauer
Universalgelehrter
12 Tage 6 h

chapeau jadav, du solltest ein vorbild für jene verbrecher an umwelt und klima sein, welche täglich immense flächen an urwald roden

tommile
tommile
Tratscher
12 Tage 6 h

Ein Vorbild

OrB
OrB
Universalgelehrter
12 Tage 6 h

Respekt!

Paula
Paula
Grünschnabel
12 Tage 5 h

Davon sollte es viel mehr auf dieser Welt geben! Hut ab!

sepp2
sepp2
Superredner
12 Tage 5 h

ein Mann der handelt und nich nur redet

Evi
Evi
Superredner
12 Tage 5 h

Tausend Dank ❣️

Puntica
Puntica
Grünschnabel
12 Tage 5 h

ich weiß zwar nicht was das Park Center in NY ist (oder meint der Autor damit vielleicht den Central Park?), aber es ist unglaublich, was ein einzelner Mensch ausrichten kann. Ganz, ganz tolle Leistung. Ich wünschte, ich hätte auch diese Disziplin und Ausdauer!

falschauer
falschauer
Universalgelehrter
11 Tage 18 h

gemeint ist der central park

nikki
nikki
Tratscher
12 Tage 3 h

Bewundernswerter Mensch.
Mein Respekt.
Bitte viel mehr von solche Menschen.

knedlfanni
knedlfanni
Tratscher
12 Tage 13 Min

… und immer freitags geht Payeng streiken… für den Klimaschutz…😌👌😂
ecco, so rettet man di welt, jeder soll bei sich anfangen, im kleinen, ohne “vorher-nachher”-selfie!!

bozen
bozen
Grünschnabel
11 Tage 22 h

So ein Projekt sollte (muss) man auf der ganzen Erde starten !

Eppendorf
Eppendorf
Universalgelehrter
11 Tage 18 h

Lustig, wenn viele sich beklagen, dass das niemand anders macht.
Also ein Tipp, geht zu Kaneppele, kauft Samen und geht sie pflanzen.

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