Von: luk
Bozen – Die Schneefälle der vergangenen Tage haben Südtirols Landschaften grundlegend verwandelt. Wo noch vor Kurzem braune Vegetation und Tristesse dominierten, breitet sich nun eine beeindruckende Winterkulisse aus, mit teils erheblichen Neuschneemengen, vor allem in höheren Lagen und alpinen Tälern.
Ein Blick auf die Messwerte zeigt, wie kräftig Frau Holle zugelangt hat: Am Triestenboden in Rein in Taufers wurden 86 Zentimeter Neuschnee gemessen. Auch Ladurns meldet stattliche 72 Zentimeter. In Deutschnofen an der Bergstation Obereggen liegen 68 Zentimeter, in Pfelders-Grünböden 69 Zentimeter und in Sexten knapp 70 Zentimeter Neuschnee. Im Schnalstal nähert sich die Neuschneedecke sogar der Ein-Meter-Marke. Den landesweiten Spitzenwert meldet der Landeswetterdienst vom Teufelsegg im Skigebiet Alpin Arena Schnals mit beeindruckenden 93 Zentimetern Neuschnee.
Für die Schneemengen verantwortlich ist ein hartnäckiges Mittelmeertief, das laut Landesmeteorologe Dieter Peterlin über Nacht nochmals an Stärke zugelegt hat. “Verbreitet kam es zu Schneefall, lediglich im Etschtal und im Unterland blieb es größtenteils bei Regen”, erklärt Peterlin. Den höchsten Neuschneezuwachs der letzten 24 Stunden verzeichneten die Wasserfaller Alm mit 25 Zentimetern, die Timmelsalm mit 23 Zentimetern sowie Ladurns mit 22 Zentimetern.
Doch auch in vielen höhergelegenen Tälern hat der Winter kräftig zugeschlagen: In Innerratschings fielen 20 Zentimeter Neuschnee, in Prettau und Vals jeweils 14 Zentimeter. Sterzing meldet 10 Zentimeter, ebenso Schlinig. In Tarsch und Terenten kamen jeweils neun Zentimeter hinzu, in Völs acht Zentimeter.
Am Vormittag schneit es gebietsweise noch leicht, im Laufe des Tages zieht das Tief jedoch ab. Zurück bleibt eine tief verschneite Winterlandschaft – sehr zur Freude von Wintersportlern, aber auch mit erhöhter Aufmerksamkeit für Verkehr und Lawinenlage.




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