Schießerei an US-Schulen fast einmal pro Woche

Trump-Sprecherin antwortet Kind mit einer Floskel – doch ihr kommen die Tränen

Samstag, 02. Juni 2018 | 08:05 Uhr

Washington, D.C. – Ein 13-Jähriger, der als Reporter der Kinderausgabe des Magazins „Time“ im Weißen Haus zugegen war, hat US-Regierungssprecherin Sarah Sanders fast zu Tränen gerührt.

Anlass war eine Frage zu Schulmassakern wie in Parkland. In den USA findet durchschnittlich einmal pro Woche eine Schießerei an einer Schule oder im schulischen Umfeld statt. Am 14. Februar hatte ein 19-Jähriger in einer High School in Parkland im US-Bundesstaat Florida 17 Menschen ermordet. Vor zwei Wochen tötete ein 17-jähriger Schüler an einer Schule in Santa Fe in Texas zehn Menschen.

Der Schüler, der in Anzug und Krawatte gekleidet und sichtlich aufgeregt war, berichtete Sanders bei ihrer täglicher Pressekonferenz, dass in seiner Schule in Kalifornien kürzlich eine Übung für den Fall einer Schießerei abgehalten worden sei. Seine Freunde und er seien beunruhigt über die Gefahr, in ihrer Schule einer Gewalttat zum Opfer zu fallen. Der 13-Jährige wollte wissen, welche Maßnahmen die Regierung gegen solche Vorfälle ergreife.

Die Sprecherin von US-Präsident Donald Trump versicherte, dass die Regierung Problem sehr ernst nehme. „Die Kommission zur Sicherheit in Schulen, die der Präsident einberufen hat, kommt diese Woche zusammen“, fügte sie hinzu.

Doch vor dieser floskelhaften Antwort musste Sanders offensichtlich mit den Tränen kämpfen. „Es gibt nichts Erschreckenderes für ein Kind, als zur Schule zu gehen und sich nicht sicher zu fühlen, deswegen tut es mir leid, dass du das empfindest“, erklärte die Sprecherin. Dabei überschlug sich teilweise ihre Stimme.

Nach der Bluttat in Parkland hatten Schüler im Rahmen einer landesweiten Kampagne eine Verschärfung des Waffenrechts in den USA gefordert.

Trump ist allerdings ein Unterstützer der US-Waffenlobby. Seine Idee, Lehrer zu bewaffnen, um Schüler bei Amokläufen zu schützen, wird von der US-Waffenlobby NRA schon seit Jahren propagiert.

Von: mk

Kommentare

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12 Kommentare auf "Trump-Sprecherin antwortet Kind mit einer Floskel – doch ihr kommen die Tränen"


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Kropfli
Kropfli
Grünschnabel
17 Tage 21 h

Da braucht es keine Kommission, Meetings usw. Es braucht die Entscheidung gegen Waffen. Punkt. Aus.

urban
urban
Tratscher
17 Tage 13 h

aber di GIER ist grösser.
deshalb brauch es Sitzungen und Kommissionen.
denn es geht um viel geld und lai sel zählt.
nett is lebn von unschuldigen kindern.
gleich bei der Pharmaindustrie: ES GEHT NUR UM DAS GELD UND IM GROSSTEIL NICHT UM DAS WOHL DER KINDER UND MENSCHEN.

urban
urban
Tratscher
17 Tage 20 h

die dummheit eines grossteils der amis ist unfassbar grenzenlos.

elvira
elvira
Tratscher
17 Tage 16 h

des passiert wenn a lond fa lobbys regiert wert. sein mar mol ehrlich die politiker sein jo selber lai marionettn…in wirklichkeit hot die farmaindustrie, die bankn und die rüstungs/woffenindustrie es sogn

speckbrot
speckbrot
Superredner
17 Tage 19 h

Wenn das stimmen würde, würden wir auch jede Woche davon hören. Jedesmal als fette Schlagzeile!

Tabernakel
17 Tage 15 h

Stand 15.02.2018: “Doch schwere Tötungsdelikte mit Schusswaffen sind in den USA weitaus
häufiger, geradezu alltäglich. Schon 30 solche «mass shootings» gab es
in den USA im Jahr 2018, mehrere davon in Schulen. Insgesamt sind dabei
58 Personen umgekommen.”

https://www.nzz.ch/international/grafik-beinahe-alltag-so-haeufig-sind-amoklaeufe-in-den-usa-ld.1326499

urban
urban
Tratscher
17 Tage 13 h

speckbrot: gute nacht.
nocha les lai flaisig die ami nochrichtn und nett südtirol news.

nightrider
nightrider
Tratscher
17 Tage 7 h

Wenn alles in den Medien veröffentlicht würde müsste man Bücher mit mehreren 1000 Seiten jeden Tag herausgeben die dann niemand lesen würde. So weit scheinst du noch nicht gekommen zu sein.

m69
m69
Tratscher
9 Tage 45 Min

@Tabernakel 

in Amerika ist es anscheinend leichter eine Schusswaffe zu kaufen als ein Haus, oder ein Auto!  

That´s Amerika. 

urban
urban
Tratscher
17 Tage 20 h

wie kann man einer waffen lobby so eine macht geben oder sich kaufen lassen.
die daraus entstandenen probleme (kinder erschiessen kinder) zerstören die zukunft amerikas.
gleiches bei der pharmalobby.
hoffentlich ist europa normal in der zukunft, denn intelligent brauch dazu nicht zu sein.

silas1100101
silas1100101
Superredner
17 Tage 9 h

In Europa sollen auch alle mit Waffen rumlaufen!!

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