Der 50-jährige Todd Orr wurde von der Bärenmamma schwer zugerichtet - Video

Unglaubliches Glück: Wanderer überlebt den Angriff einer Grizzlybärin

Sonntag, 09. Oktober 2016 | 08:18 Uhr

Bozeman/Montana/USA – Den 30. September 2016 wird Todd Orr aus Bozeman im US-Staat Montana so schnell nicht mehr vergessen. Gleich wie Leonardo di Caprio im Film The Revenant überlebte der 50-Jährige einen Angriff eines weiblichen Grizzlybären. In einem bewegenden Facebook-Post berichtet er von seiner Begegnung mit der Bärin.

Der passionierte Naturfreund und Wanderer war an jenem besagten Tag frühmorgens aufgebrochen, um im Wald nach Elchen Ausschau zu halten. Da im südwestlichen Montana mit der Präsenz von Bären immer zu rechnen ist, schrie er alle halbe Minute „hey bear“, um nicht Bären auf dem Wanderweg zu überraschen. Nach dem letzten Rufschrei ging er noch ein paar Schritte weiter und sah auf einmal eine Grizzlymama mit ihren zwei kleinen Jungbären. Zuerst schien die Bärin wegzurennen, aber dann drehte sie sich um und kam geradewegs auf den Wanderer zu. Auch der Bärenspray, den er immer bei sich trug, konnte die erzürnte Bärin nicht mehr vertreiben. Die Grizzlybärin sprang Todd Orr an und warf ihn zu Boden, sodass er mit dem Gesicht nach unten im Schlamm lag. Die Bärin biss ihm dann in die Arme, in die Schulter und in den Rucksack, während der 50-jährige Wanderer verzweifelt versuchte, seinen Hals und seinen Kopf zu schützen. Nach endlos scheinenden Minuten ließ die zornige Bärin endlich vom Naturfreund ab und schien das Weite zu suchen.

Schwer verletzt und blutend wollte Orr wieder zu seinem Fahrzeug zurückkehren, als er nach zehn Minuten erneut die Bärin hinter sich wahrnahm. Kurz darauf griff ihn die Bärenmama erneut an. Todd Orr blieb zusammengekauert auf dem Boden liegen, während die Bärin ihm mehrere Male in den Kopf biss und ihm mit ihren kräftigen Pranken schwere Schläge versetzte. Der Wanderer hatte mit seinem Leben bereits abgeschlossen, weil er glaubte, dass die Bärin früher oder später sicherlich die Halsarterie erwischen und er im Wald jämmerlich verbluten würde. Aber dann wurde es plötzlich still und die Bärin blieb auf ihm regungslos sitzen, ohne ihm weitere Hiebe zu versetzen. Er konnte sogar ihren Atem spüren. Daraufhin ging die Bärin fort.

 

 

Dem verletzten Wanderer gelang es noch, zum Auto zurückzukehren und die Rettungskräfte zu verständigen. Im Krankenhaus brauchten die Ärzte und Pfleger nicht weniger als acht Stunden, um den Unglücklichen wieder zusammenzunähen. Von der klaffenden Kopfwunde wird aber Todd Orr eine große, hässliche Narbe davontragen.

„Es war nicht mein bester Tag, aber ich bin am Leben und dankbar dafür, dass ich ihn nun mit euch teilen kann“, schließt Todd Orr seinen Facebook-Post.

In ein paar Wochen wird er auch die Zeit finden, seinen Wagen zu putzen, da seine Freundin meint, dass der Fahrersitz aussehe, als ob er darauf einen Elch geschlachtet hätte.

Grizzly 10/1/16Hello everyone. Thought I should share yesterday morning's Grizzly incident. I took an early morning…

Pubblicato da Todd Orr su Domenica 2 ottobre 2016

Von: ka