Blauen Reflektoren warnen das Wild

750 Wildwarner für mehr Sicherheit auf den Straßen

Dienstag, 03. Januar 2023 | 16:40 Uhr

Bozen – Für mehr Sicherheit für Fahrende und Tiere sollen rund 750 zusätzliche Wildreflektoren sorgen, die der Straßendienst des Landes kürzlich an mehreren Straßenabschnitten montiert hat.
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Ein Crash mit Reh, Hirsch und Artgenossen passiert meist in Dunkelheit und Dämmerung. Rund 740 Wildunfälle gab es in den vergangenen sechs Jahren laut Daten des Landesamts für Jagd und Fischerei im Durchschnitt jährlich auf Südtirols Straßen. “Um Mensch und Tier auf neuralgischen Abschnitten besser zu schützen, hat der Straßendienst des Landes vor Weihnachten dort rund 750 zusätzliche Wildwarner angebracht”, sagt Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider.

Die blauen Reflektoren sollen Wildtiere in der Nacht und in der Dämmerung davon abhalten, eine Straße zu überqueren, wenn sich ein Fahrzeug nähert. Das Fahrzeuglicht wird von den Reflektoren längs des Straßenrandes zurückgeworfen und bildet eine Lichtbarriere. Wildtiere empfinden die Farbe Blau als bedrohlich und flüchten deshalb meistens.

An welchen Straßenabschnitten der betroffenen insgesamt zehn Staats- und Landesstraßen und in welcher Position die Wildwarner angebracht werden sollten, wurde zuvor bei einem Treffen mit Vertretern des Südtiroler Jagdverbands zum Thema Wildwechsel im Detail besprochen. “Gerade hier war das praktische Wissen des Jagdverbands wichtig, um für mehr Sicherheit auf den Straßen zu sorgen”, sagt Landesrat Alfreider und dankt dem Jagdverbandsgeschäftsführer Benedikt Terzer für die Zusammenarbeit.

Um Unfälle generell zu vermeiden, sollten Fahrzeuglenker gerade in der Nähe von kleinen Wiesen und Wäldern besonders langsam fahren sowie abblenden, hupen und bremsen, falls ein Tier am Straßenrand ist, rät das Landesamt für Jagd und Fischerei. Ein Aufprall auf ein Reh bei Tempo 100 Kilometern pro Stunde entspreche der Wucht einer halben Tonne Gewicht auf das Fahrzeug.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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15 Kommentare auf "750 Wildwarner für mehr Sicherheit auf den Straßen"


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Faktenchecker
1 Monat 14 h

“Blaue Reflektoren sind gegen Wildunfälle wirkungslos”

“Blaue Reflektoren am Straßenrand können die Zahl von Wildunfällen laut
einer Studie nicht verringern. Bei der Untersuchung auf 150 Teststrecken
in den Landkreisen Göttingen (Niedersachsen), Höxter
(Nordrhein-Westfalen) sowie Kassel und Lahn-Dill (beide Hessen) hätten
sich die Reflektoren als wirkungslos erwiesen, sagte der Göttinger
Waldökologe Christian Ammer. ”

https://www.spiegel.de/panorama/wildunfaelle-studie-blaue-reflektoren-sind-wirkungslos-a-1234598.html

fingerzeig
fingerzeig
Tratscher
1 Monat 13 h

@faktenchecker
nicht gut….also fallen die wildtiere einer rettungstheorie zum opfer…
*eironie* off

wos woas i
wos woas i
Grünschnabel
1 Monat 12 h

Dass Sie gegen olln ollm a eppas negatives wissen.Gonz gleich welches Thema ollm dein Senf drzuagebm.

Pyrrhon
Pyrrhon
Universalgelehrter
1 Monat 11 h

Aber der Hersteller behauptet doch dass sie wirken.. ist halt vielleicht wie so öfters z.B. bei Medikamenten od. so.. wenn die Studien vom Hersteller in Auftrag gegeben od. finanziert werden ergibt es falsche Ergebnisse da einige Faktoren nicht berücksichtigt werden, hoffen wir mal dass wenigstens die Autofahrer durch die blauen Reflektoren gewarnt werden und vorsichtiger fahren..

netsowichtig
netsowichtig
Grünschnabel
1 Monat 7 h

Vielleicht, weil fundierte Kritik (die Forscher von den Unis Göttingen und Zürich sind keine Deppen…) dazu beitragen kann, bessere Entscheidungen zu treffen? Die Jäger und der Landesbetrieb haben die Studie garantiert auch gegoogelt. Wenn die neue Erkenntnisse haben, sollen sie das sagen und begründen, warum sie die Reflektoren trotzdem einbauen. Nur so entsteht wissenschaftlicher Fortschritt! Außerdem geht es hier um das Leben von Tieren und auch Menschen…

xXx
xXx
Kinig
30 Tage 22 h

Wie immer gibt es auch dazu verschiedene Stufien und Meinungen.
Als Faktenchecker sollte man sich alle Seiten ansehem, du aber verbreitest nur Meinungen 😉

https://www.jaegermagazin.de/artikel/wildwarnreflektoren-und-was-sie-bringen/

xXx
xXx
Kinig
30 Tage 22 h

@netsowichtig hier hast du deine Antwort aus den Stufien der Jägerschaft

https://www.jaegermagazin.de/artikel/wildwarnreflektoren-und-was-sie-bringen/

Brixbrix
Brixbrix
Superredner
1 Monat 10 h

mir zohln a strossenstoir , also isch s Lond a verontwortlich , wenn a wild auf die strosse rennt und an unfoll verursocht

s wild keart jo a in lond , also sein sie der besitzer

OH
OH
Superredner
1 Monat 9 h

Das Land bzw. Provinz ist verantwortlich wenn an bekannten Straßenabschnitten wo häufige Wildwechsel auftreten keine entsprechenden Verkehrsschilder aufgestellt werden. Sind Schilder vorhanden, muß der Fahrer die Geschwindigkeit anpassen.
So mir geschehen. Hatte in der Provinz Pavia einen Unfall mit zwei Wildschweinen an einer Stelle wo angeblich ständig Probleme mit Wildschweinen auftreten. Das Schild fehlte und die Provinz Pavia mußte den nicht geringen Schaden bezahlen !!!

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 8 h

@OH
…sogar Provinz Trient hat Versicherung für Wildschäden…war gscheider als 70 (!) blaue Lampelen für ganz Südtirol…

wiakimpdir4
wiakimpdir4
Superredner
1 Monat 7 h

@Doolin 750, ruckstrahler und net Lampelen, 750 zusatzlich zu den bereuts installierten

Doolin
Doolin
Kinig
30 Tage 23 h

@wiakimpdir4
…750 Rückstrahler für ganz Südtirol ist immer noch lächerlich wenig…Alfreider sollte sich um eine Versicherung kümmern…

magg
magg
Grünschnabel
1 Monat 12 h

Effektiver wären Wärmekamera, die das Wild in Straßennähe erfassen und es einer extra für diese Fälle aufgestellte Ampel weitergeben, damit die Autofahrer gewarnt werden.

krokodilstraene
krokodilstraene
Tratscher
1 Monat 17 Min

Kost fast nix…

Ach Mensch, nur mal kurz, ganz kurz, wirklich nur ganz ganz kurz überlegen, bevor der Tastaturlöwe von der Leine gelassen wird…?

l OneManArmy l
l OneManArmy l
Superredner
1 Monat 6 h

einer von den 750 war ich 😞

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