Handelskammer: "Nicht zielführend"

A22: “Angedrohte Blockabfertigung führt zu Mega-Stau”

Mittwoch, 04. Oktober 2017 | 17:52 Uhr

Bozen – Das Land Tirol hat heute am 4. Oktober 2017 nur maximal 300 Lkw pro Stunde von Deutschland auf die Inntalautobahn A12 durchgelassen, um den Verkehr einzudämmen. Gleichzeitig wurde eine Lkw-Blockabfertigung am Brenner angedacht. „Allein diese Ankündigung hat dazu geführt, dass sich ein Stau von Neumarkt bis nach Sterzing gebildet hat, ebenso in der Folge auch in der Stadt Bozen“, ist Handelskammerpräsident Michl Ebner überzeugt.

Bereits Mitte August haben die Landeshauptleute der Euregio beim Europäischen Forum Alpbach erstmals laut über eine Lkw-Obergrenze nachgedacht.

Heute, am 4. Oktober, nach dem „Tag der deutschen Einheit“ hat das Land Tirol diese umgesetzt und den Lkw-Verkehr von Deutschland kommend auf der Inntalautobahn zwischen 250 und maximal 300 Lastkraftwagen pro Stunde beschränkt. Im Bereich Kufstein-Nord auf der A12 in Fahrtrichtung Süden wurde eine Kontrollstelle eingerichtet, an welcher der Lkw-Verkehr ab 5.00 Uhr früh verlangsamt bzw. zum Stillstand gebracht wurde. Der nächste Termin dafür ist der 27. Oktober, nach dem österreichischen Nationalfeiertag.

Deutschland hat sich in dieser Angelegenheit bereits an die Europäische Kommission gewandt, da das Land Tirol durch diese Beschränkungen des Güterverkehrs gegen die Grundsätze des europäischen Binnenmarktes verstößt. Dennoch hat das Land Tirol auch auf der Brennerautobahn A13 diese Form von Lkw-Blockabfertigung in Betracht gezogen, was zum heutigen Verkehrskollaps in Südtirol geführt hat, so die Handelskammer.

Es sei nicht zielführend, auf die Verkehrsüberlastung allein mit Verboten zu reagieren, darunter fällt das Wochenend-, Sonn- und Feiertagsverbot, das Nachtfahrverbot, die Verteuerung der Fahrten in den Nachtstunden, das sektorale Fahrverbot und jetzt noch die Lkw-Blockabfertigung. “Dadurch wird der Verkehr nicht weniger. Auch kann man sich als Transitland nicht einfach vom Umfeld abschotten”, heißt es in einer Aussendung.

Die bestehenden Verkehrswege müssten bestmöglich ausgelastet werden, indem der Verkehr verteilt und Stoßzeiten verhindert werden. „Es braucht bessere Alternativen zum Verbot. Eine kurzfristige Erleichterung an solchen Spitzentagen wäre eine Aufteilung des Verkehrs innerhalb von 24 Stunden“, so Handelskammerpräsident Ebner.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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15 Kommentare auf "A22: “Angedrohte Blockabfertigung führt zu Mega-Stau”"


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Vieldenker
Vieldenker
Tratscher
19 Tage 17 h

Gonz genau, fohrverbote erzeugen mehr stau und reduzieren net in verkehr. Österreich isch weltführer bei künstlicher stauerzeugung

Ninni
Ninni
Universalgelehrter
19 Tage 16 h

Servus Tirol

gutes Verkehrsmanagement 😤

Ludwig11
Ludwig11
Grünschnabel
19 Tage 16 h

“Allein diese Ankündigung hat dazu geführt, dass sich ein Stau von Neumarkt bis nach Sterzing gebildet hat”
Schwachsinn, ist so nach jedem deutschen oder österreichischen LKW-Fahrverbot an Feiertagen.
Der LKW-Stau löst sich Bestenfalls gegen Mittag, Schlechtesten falls am späten Nachmittag auf.
Braucht man nur die Sterzinger, bzw. Wipptaler fragen…

wellen
wellen
Tratscher
19 Tage 13 h

Zuviele LKW. Schlechte Luft. Endlich Obergrenze einführen. Es ist zuviel.

Vieldenker
Vieldenker
Tratscher
19 Tage 13 h

konsumier weniger

ex-Moechteg.Lhptm.
ex-Moechteg.Lhptm.
Superredner
18 Tage 18 h

…. ausserdem hot die Merkel jo gsogg sie will kuane Obergrenze…

😏

Tabernakel
19 Tage 15 h

Die Güter gehören auf die Schiene oder auf den Airport!

herbstscheich
herbstscheich
Superredner
19 Tage 16 h

bei diesen  niedrigen  Mauttarifen  nehmen  die  gern  mal Stau´s  in  Kauf…(aber für diese ist ja bekanntlich Rom zuständig)

Vieldenker
Vieldenker
Tratscher
19 Tage 13 h

um wohin zu kommen? von und nach Italien? sollen die ware mit italienischen bestimmungsort villeicht in Belgien abladen?

Dublin
Dublin
Universalgelehrter
19 Tage 15 h

…do steaht er olm… 😅

So ist das
So ist das
Superredner
19 Tage 4 h

Ein Land lehnt sich gegen die Transportlobby auf, aber laut einigen Herren sollte das Land unter den Abgasen ersticken, Hauptsache der Verkehr und Rubel rollt.
Alle wissen es, keiner will es zugeben. Der LKW Verkehr nimmt zu, die Mautgebühren sind zu niedrig, der Umstieg auf die Schiene geht schleppend voran usw usw
Man muss endlich eine klare und nachhaltige Lösung zum Wohle der Bevölkerung finden.
Nicht leicht, aber an der Zeit.

amme
amme
Grünschnabel
19 Tage 1 h

Leute konsumierts bewusster…Dann nur mehr die halben lkws unterwegs

Sag mal
Sag mal
Superredner
19 Tage 53 Min

jeder Bleistift den es hier auch zu kaufen gibt,muss heute😩 bestellt werden.

iwoasolls
iwoasolls
Tratscher
19 Tage 5 h

de megn lei die feirtige afs wochnende verschiabm , noar isch kuan stau! so wia ba ins!

ex-Moechteg.Lhptm.
ex-Moechteg.Lhptm.
Superredner
18 Tage 18 h

zölle wieder einführen.

es ist ja schon pervers dass ich im Supermarkt ein und das selbe Lebensmittel von 30 verschiedenen lieferanten aussuchen kann….

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