Absichtserklärung unterzeichnet

Alpen-Regionen bekennen sich zur Wasserstofftechnologie

Mittwoch, 07. Juli 2021 | 16:17 Uhr

Bozen – Gemeinsam mit weiteren acht Regionen und Ländern in den Alpen will sich das Land Südtirol für nachhaltige Energie einsetzen. Dies soll im Rahmen der EU-Strategie für den Alpenraum EUSALP passieren. Neben Südtirol werden die Regionen Auvergne-Rhone-Alpes, Provence Alpes Côte d’Azur, Bourgogne Franche Comté, Lombardei, Piemont, Friaul-Julisch Venetien, der Provinz Trient und dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg dazu eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnen.

Darin bekräftigen die Gebiete ihr gemeinsames, starkes Interesse an einer Beschleunigung der Energiewende im Alpenraum und wollen daher Investitionsprojekte für wasserstoffbasierte Lösungen, insbesondere für mobilitätsbezogene Zwecke unterstützen. Die Regionen wollen Wissen austauschen sowie gemeinsam Kooperationsprojekte  definieren und umsetzen. So will man zusammen Lösungen für Wasserstofftankstellen ( HRS) entlang der Hauptkorridore und Schwerfahrzeuge (Busse, Reisebusse, LKWs, Pistenraupen, Züge usw.) finden und die Initiative “Green Hydrogen for the Alps” unterstützen.

Umweltfreundliche Energie soll sich etablieren

“Durch diese neue Kooperation wollen wir uns noch besser mit den Regionen im Alpenraum vernetzen und uns gemeinsam für eine emissionsfreie Mobilität einsetzen, was gerade in den sensiblen Gebieten der Alpen wichtig ist”, erklärt Mobilitätslandesrat Daniel  Alfreider. Vor allem gehe es darum, bei der Implementation neuer Antriebstechnologien wie dem Wasserstoff zu kooperieren. Deshalb werde man die Zusammenarbeit in  gemeinsamen Fokusgruppen intensivieren, so Alfreider.

Umwelt- und Energielandesrat Giuliano Vettorato hebt die wichtige Rolle von Wasserstoff bei den Dekarbonisierungszielen für 2050 hervor und unterstreicht: “Auch auf Landesebene immer mehr Treibstoff mit erneuerbaren Energien zu produzieren, ist eines unserer Hauptziele, und Lösungen mit Wasserstoff können auf diesem Weg zu mehr Nachhaltigkeit eine tragende Rolle spielen.”

Landesregierung befürwortet Kooperation

Die Landesregierung hat auf Vorschlag von Alfreider und Vettorato gestern (6. Juli) Landeshauptmann Arno Kompatscher zur Unterschrift der gemeinsamen Absichtserklärung der Alpen-Regionen für mehr Wasserstofftechnologie ermächtigt. Zudem wurde beschlossen, für das Land Südtirol Daniele Santucci und Cinzia Gobbato als Mitglieder der Wasserstoff-Fokusgruppe zu ernennen.

Wasserstoff-Masterplan des Landes soll CO2-Ausstoß verringern helfen

Das Land Südtirol hat bereits 2020 einen Wasserstoff-Masterplan genehmigt. Durch dessen Umsetzung sollen bis 2030 Importe von fossilen Brennstoffen im Wert von rund 550 Millionen Euro pro Jahr verringert werden. Dadurch würde der CO2-Ausstoß um circa 45 Prozent vermindert. Der Plan sieht unter anderem vor. den Brennerkorridor zu einem “green corridor” mit Wasserstofftankstellen entlang der Strecke zu machen und Busse im Personennahverkehr auf umweltschonende Antriebe umzustellen. Diese und weiteren Maßnahmen sollen zur Erreichung der Klimaziele beigetragen und Synergien zwischen der Energiewirtschaft und der Mobilität in Südtirol nutzen.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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23 Kommentare auf "Alpen-Regionen bekennen sich zur Wasserstofftechnologie"


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Johannes
Johannes
Tratscher
16 Tage 13 h

Wasserstoff hat mit der heutigen Technologie einen Wirkungsgrad von 25%. Somit gehen fast 75% der Energie verloren um Wasserstoff xu generieren und ihn dann wieder in Strom umzuwandeln. Absolute Energieverschwendung. Verstehe nicht warum Südtirol hier so viel an Geld verschwendet. Wasserstoff wird immer ein Nieschenprodukt bleiben!

DontbealooserbeaSchmuser
16 Tage 11 h

@Johannes und welchen Wirkungsgrad hat ein Elektroauto?
Kohlekraftwerk 46%, Transportverlust 6%, Verlust beim Laden, Speichern, Entladen des Akkus 10%, Wirkungsgrad des Elektromotors 90%.
Das bedeutet du hast bei einem Elektroauto einen Wirkungsgrad von 35%
Dazu kommt noch die Energie- und Rohstoffintensive Akkuproduktion.
Mit Wasserstoff fährst du also nicht weniger Umweltfreundlich, durch das schnelle tanken und die höhere Reichweite aber deutlich praktikabler.

Ein moderner Dieselmotor erreicht 40% Wirkungsgrad und ist daher aktuell die beste Wahl für die Umwelt.

Soundgeist
Soundgeist
Tratscher
16 Tage 3 h

@DontbealooserbeaSchmuser Nur weil der Wirkungsgrad höher ist, bedeutet das nicht, dass es Umweltfreundlicher ist. Ein Wasserstoffmotor mit 1% Wirkungsgrad aber null Emissionen ist daher Umweltfreundlicher.

Der Vorteil von Wasserstoff ist die Lagerfähigkeit und man braucht keine Batterien, welche eben auch in der Kritik sind.

Wenn es mehr Wasserstofftankstellen gäbe, würde ich am liebsten einen H2-er kaufen

el_tirolos
el_tirolos
Tratscher
16 Tage 2 h
Naja, doe Vorteile sind, dass die aktuelle Infrastruktur weiterbenutzt weren könnte (Tankstellen), ein Tanken wie aktuell in wenigen Minuten abgeschlossen ist, am Ende der Lebenszeit kein Entsorgungsproblem (Akku) entsteht und auch die Speicherfähigkeit des Tanks im Gegensatz zu einer Batterie nicht annimmt. Auch kann der überschüssige Strom von erneuerbaren Energien in Spitzenzeiten benutzt und in Wasserstof umgewandelt werden, denn du kannst niemanden zu einer Bestimmten Zeit zur Tankstelle rufen um sein E-Auto zu Tanken (ok große Akkupacks zur zwischendpeicherung würden funktionieren) Also ich vermute E-Autos sind nur eine Übergangslösung, die Zukunft gehört dem Wasserstoff… Und auch der Wirkungsgrad wird durch… Weiterlesen »
el_tirolos
el_tirolos
Tratscher
16 Tage 2 h

In der Gesamtkette Erzeugung->Umwandlung in Kinetische Energie sind wir überall bei ca. dem selben Wirkungsgrad:

Wasserstoffauto 29-32%
Benziner 22%
Diesel 25%
E-Auto 35-40%

Neumi
Neumi
Kinig
16 Tage 1 h

@Dont Du ignorierst natürlich alles, was bei der Dieselgewinnug verloren geht: Förderung, Raffinierung, Transport, Entsorgung.
Wenn du mal DIESE Daten hast, dann kannst du das Gesamtbild vergleichen, vorher nicht.

Deine 40% Wirkungsgrad eines Dieselmotors kannst du nur mit den 90% Wirkungsgrad eines Elektromotors vergleichen.

Neumi
Neumi
Kinig
16 Tage 1 h

@el_tirolos Alles gering, aber der Wirkungsgrad von Elektro ist z.B. fast doppelt so hoch wie der von Benzinern (max 40/22).

bern
bern
Universalgelehrter
16 Tage 31 Min
@Looser deine Rechnungen sind verzerrend, ja sogar falsch. Es bringt nichts die Gestehungsgeschichte von Strom mit einzubeziehen: 1. geht diese Rechnung dann genauso in die Batterieautos mit ein und kommt bei den Wasserstoffautos nochmal oben drauf. Somit wäre das H2-Auto dann bei 5% Wirkungsgrad. 2. haben viele E-Auto-Käufer auch eine PV Anlage auf dem Dach ihres Hauses und somit 100% erneuerbaren Strom. Schon allein der Wegfall der Tankstelleninfrastuktur mit den Transporten dazwischen hat viele Vorteile: weniger Transporte, weniger Unfälle, weniger Verbauung, höherer Wirkungsgrad Erzähl uns bitte nicht, dass die Umweltzerstörung für die Ölförderung umweltfreundlicher als die Batterieherstellung ist. Batterie brauche… Weiterlesen »
DontbealooserbeaSchmuser
12 Tage 11 h

@Soundgeist @Neumi @bern EURE Milchmädchenrechnungen gehen nicht auf.
Wenn ihr beim Dieselkraftstoff die Förderung mit einbezieht (Wirkungsgrad je nach Berechnung weit über 85%), müsst ihr bei den Elektroautos auch die Ladestationen, Kraftwerke, Kohle- und Gasförderung usw. miteinbeziehen.

Und selbst ein Grundschulkind kann euch erklären: Wenn der Strom nur zur Hälfte aus regenerativen Quellen gewonnen werden kann (in Europa, weltweit noch viel schlechter) der Rest aus Kohle und Gas gewonnen werden muss und wir den Stromverbrauch durch Elektroautos erhöhen, woher der Strom in den Akkus dann wohl kommt und zu 100% gezählt werden muss.

bern
bern
Universalgelehrter
16 Tage 16 h

Bei PKWs ist bereits alles klar: Batterie und nicht Wasserstoff.
Bei  Kurzsteckenbussen und -LKW ist es auch klar: Batterie und nicht Wasserstoff.
Langstreckenbusse
und  -LKW: da H2 dreimal so teuer wie die Batterie ist, wird sich auch
hier die Batterie oder synthetischer Kraftstoff durchsetzen.
Wozu also Wasserstoff? Vielleicht für ein paar Industrieanwendungen und zum Geld von der EU anzapfen.
Wir produzieren viel erneuerbaren Strom und dann sollten wir ihn wieder über den schlechten Wirkungsgrad von Wasserstoff verschwenden? Nein Danke.

tom
tom
Universalgelehrter
16 Tage 2 h

elektrisch ha, will aber nicht bei jeder Fahrt ein paar hundert Kilo Ballast mit schleppen, denn diese Masse muss ja auch bewegt werden und kostet dementsprechend Reichweite. gibt’s irgendwo Berechnungen wie viele kWh draufgehen, nur für den Akkupack?

bern
bern
Universalgelehrter
16 Tage 29 Min

@Tom
hast du schon mal was von Rekuperation gehört? Das E-Auto holt sich beim Bremsen und Bergabfahren einen Grossteil der Energie wieder zurück.

Zeitreise
Zeitreise
Grünschnabel
16 Tage 16 h

Zero emissioni auch bei der Wasserstoffgewinnung. Muss wahrscheinlich freie Energie sein, oder die schlauen Alpenphysiker können den Energieerhaltungssatz aushebeln.

Savonarola
16 Tage 13 h

Wasserstoff predigen, Strom vergöttern und den Flughafen offen halten.

Faktenchecker
16 Tage 13 h

Der Flughafen verdient Geld.

departures – Wednesday, Jul 7
10:30
10:42 departed
Dusseldorf (DUS)
BN1971 (DH8D)
11:20
15:31 departed
Berlin (BER)
BN1951 (DH8D)
departures – Thursday, Jul 8
06:45
scheduled scheduled
Parma (PMF)
BN1941 (DH4)
13:40
scheduled scheduled
Parma (PMF)
BN1961 (DH4)
departures – Friday, Jul 9
06:45
scheduled scheduled
Parma (PMF)
BN1901 (DH4)

eisern
eisern
Tratscher
16 Tage 14 h

Im Moment ist die Herstellung von Wasserstoff natürlich noch nicht völlig ohne Emissionen zu erreichen. In der Zukunft gibt es aber einige Projekte zur Herstellung von Wasserstoff aus Sonnenenergie.Positiv denken, ohne Innovation hat es noch nie Fortschritt gegeben und die Technologie ist ja nicht neu. BMW hatte das schon vor langer Zeit erforscht und nur aus Kostengründen und wegen der Öllobby aufgegeben. Zum Glück ändert sich langsam das Bewusstsein.

Soundgeist
Soundgeist
Tratscher
16 Tage 3 h

Sehe ich genauso.

Ich ziehe Wasserstoff, trotz seines Energieverlustes, einem Elektroauto vor. Vor allem wegen den Umweltbedenken von Batterien und weil man dementsprechend weniger von anderen Rohstoff-fördernden Ländern ist.

Soundgeist
Soundgeist
Tratscher
16 Tage 3 h

…weniger Abhängig von..*

tom
tom
Universalgelehrter
16 Tage 2 h

ich glaube, das Problem beim BMW war die mangelhafte Dichtigkeit der h2-tanks, ist mittlerweile aber gelöst

bern
bern
Universalgelehrter
16 Tage 25 Min

@Soundgeist
du wirst deine Meinung noch ändern. Du wirst vor zwei Autos stehen und entscheiden müssen zwischen:
A und B hat den gleichen Preis
A hat große Batterie und der Strom kostet 10c/km
B hat kleine Batterie und Brennstoffzelle, H2 kostet 30c/km
A lädt in 20 Minuten voll
B tankt in 10 Minuten voll
Du wirst A kaufen!

Soundgeist
Soundgeist
Tratscher
15 Tage 21 h

A lädt nicht in 20 min voll, das schnelle Laden tut den Batterien nicht gut. Batterien haben zudem, was ich vergessen habe zu erwähnen, eine geringere Lebensdauer und sind Kälteempfindlich. Außerdem wiegen diese Batterien viel.
Hat B Batterie?
Und B hat (noch) die größere Reichweite.

Aber zumindest sind wir uns einig, dass beide Technologien dem Benziner/Diesel überlegen sind.

raunzer
raunzer
Superredner
16 Tage 14 h

Oh Herr lass Hirn regnen!! 

VES
VES
Grünschnabel
16 Tage 5 h

Reine Green Washing Propaganda und nächste Orgie der Geldverschwendung um dem vermeindlichen Zeitgeist zu entsprechen. Technisch und wirtschaftlich ist H2 als sog. alternative Energie lange schon ausgephased.

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