Folgen der Wirtschaftskrise noch spürbar

Arbeitslose 50+ und Asylbewerber: Stocker trifft Wirtschaft

Dienstag, 20. September 2016 | 16:55 Uhr

Bozen – Landesrätin Martha Stocker hat gestern mit den Wirtschaftsverbänden über die Beschäftigungspolitik von Arbeitslosen 50+ und Asylbewerbern beraten.

Die gute Nachricht vorweg: Südtirols Arbeitsmarkt zeigt sich derzeit wieder von seiner sonnigen Seite, in einzelnen Wirtschaftsbereichen besteht in Sachen Beschäftigung und Besetzung von freien Arbeitsplätzen sogar noch Aufholbedarf. Dieser Umstand könnte nun älteren Arbeitnehmern und Asylbewerbern zugutekommen. Besonders bei den über 50-jährigen Arbeitslosen ist entgegen einer letzthin allgemein wieder gesunkenen Arbeitslosenquote ein Aufwärtstrend zu verzeichnen. “Diese Altersstufe leidet immer noch stärker als alle anderen an den Folgen der letzten Wirtschaftskrise und der Wiedereinstieg in die Berufswelt scheint schwieriger als erwartet”, gibt Arbeitslandesrätin Martha Stocker zu bedenken. Meist sei die mangelnde Qualifikation der älteren Arbeitnehmer der Hauptgrund für eine fehlende Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt, so die Landesrätin. Deshalb wird sich die Landesarbeitskommission in naher Zukunft mit diesem Thema beschäftigen sowie Daten und Fakten zu den Arbeitslosen 50+ analysieren. Aufgrund der ermittelten Resultate sollen dann konkrete Maßnahmen für diese Kategorie ergriffen und gezielt auf den Erwerb der fehlenden Qualifikationen und auf die Verbesserung der Sprachkenntnisse gesetzt werden.

Für Asylbewerber sehen die derzeit geltenden rechtlichen Bestimmungen vor, dass sie bereits 60 Tage ab Antrag auf internationalen Schutz einer Arbeit nachgehen können. Die letzthin getroffenen Maßnahmen für Asylbewerber in Sachen Qualifikation und Spracherwerb werden am Freitag, 23. September ab 10.30 Uhr bei einer Pressekonferenz im Pressesaal des Landes vorgestellt. Von Seiten der Vertreter des Südtiroler Wirtschaftsringes (SWR) und der Wirtschaftsverbände wurde grundsätzlich die Bereitschaft signalisiert, sei es Arbeitnehmer 50+ als auch Asylbewerber aufnehmen zu wollen, allerdings müssen sie die Mindestvoraussetzungen in Sachen Qualifikation und Sprachkenntnisse besitzen. Landesrätin Stocker begrüßte die positive Einstellung der Wirtschaftsverbände und sagte nochmals ihre Unterstützung zu: “Wir haben bereits einige wichtige Schritte gesetzt und werden künftig, auch unter Einbeziehung anderer Entscheidungsträger, weiter an der Verbesserung der Arbeitsmöglichkeiten für Arbeitslose 50+ und Asylbewerber arbeiten.”

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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3 Kommentare auf "Arbeitslose 50+ und Asylbewerber: Stocker trifft Wirtschaft"


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MickyMouse
Tratscher
10 Tage 17 h

50 +  Frau Stocker da haben sie aber lange gebraucht bis sie was unternehmen,denn die Krise besteht schon seit 2008.Aber die Politik ist eben etwas langsam,schnell geht es nur,wenn es um eure dicken Geldtaschen geht,da werden Beschlüsse in 5 Minuten gemacht!!Schlaft weiter und gute Nacht!!!!!

Missx
Grünschnabel
10 Tage 16 h

De solln sich im Landhaus ihre Asylwerber unstelln. Sorry, obo die meisten Personen aus Nicht-EU sein firn Südtiroler Arbeitsmarkt net geeignet. De Erwochsenen Einwanderer hobn no nia georbatn. De wissn etamol wie des geht. De schaugn lei zu mit Hände im Sock. Jedn orbatsschritt musch ihnen Punkt fi Punkt erklären und sel jedn Tog neu, auch an Migranten, de schon jahrelang do sein. Sorry des isch die bittere Wahrheit.

Missx
Grünschnabel
10 Tage 16 h

Und wos isch mit die weiblichen Migrantinnen? I wett, de sein arbeitsmäßig 10mol mehr af zack als ihre Landsmänner. Is oanzige, wos männliche Einwanderer aus bestimmten Ländern sehr gut können, isch Frauen unterdrücken. Hätten dort die Frauen mehr Power, herrschat a besseres Wirtschaftsklima und koane Unterdrückung. Denkt dribo noch, es werd mir recht gebn.

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