Einvernehmensprotokoll

Arbeitssicherheit: Trient und Bozen ziehen an einem Strang

Dienstag, 26. Mai 2026 | 11:30 Uhr

Von: luk

Bozen/Trient – Das Land Südtirol und die Provinz Trient arbeiten gemeinsam an mehr Sicherheit am Arbeitsplatz: Mit einem Einvernehmensprotokoll, das die Landesregierung am 22. Mai genehmigt hat, wurden die weiteren Schritte festgelegt. Von gemeinsamen Treffen und Arbeitstreffen bis hin zur Zusammenarbeit bei Sensibilisierungsinitiativen sind im Abkommen zahlreiche Maßnahmen vorgesehen.

Arbeitslandesrätin Magdalena Amhof und ihr Trentiner Amtskollege, Assessor Achille Spinelli, sind die Unterzeichner des Abkommens. Das Dokument sieht eine enge Zusammenarbeit in den Bereichen Prävention und Kontrolle der Maßnahmen zur Sicherheit und zum Schutz der Gesundheit am Arbeitsplatz vor.

“Sicherheit am Arbeitsplatz erfordert den beständigen Einsatz aller Beteiligten. Regeln und Kontrollen allein reichen nicht aus, wir müssen die Wichtigkeit tief in den Köpfen verankern – durch Bewusstseinsbildung, Prävention, Weiterbildung und indem wir immer wieder den Fokus darauf richten. Durch die Vernetzung mit unserer Nachbarprovinz gehen wir einen Schritt weiter in diese Richtung”, betont Landesrätin Amhof.

Ein gemeinsam abgestimmtes Vorgehen soll dabei helfen, die Unfallzahlen in der Region, die im italienweiten Vergleich weiterhin relativ hoch sind, zu senken. “Arbeitssicherheit ist nicht bloß eine formale Pflicht, sondern ein Wert, der von der Ausbildung bis hin zur Arbeitsorganisation essentiell bleiben muss. Mit diesem Abkommen erneuern wir daher unser Engagement zum Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und zur Förderung einer soliden und nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung”, betont der Trentiner Assessor für Wirtschaft und Arbeit, Spinelli.

“Zentrales Ziel des Einvernehmensprotokolls, das eine dreijährige Gültigkeit hat, ist es, die bereits vorhandenen Maßnahmen zur Stärkung der Arbeitssicherheit auszubauen, neue Synergien und Strategien für die Prävention zu entwickeln und innerhalb der nächsten fünf Jahre die Zahl der schweren Arbeitsunfälle und solcher mit Todesfolge zu senken”, betont Petra Piffer, die Direktorin des Arbeitsinspektorats, die für das Land Südtirol als institutioneller Ansprechpartner eingesetzt wurde. Sowohl Trient als auch Bozen hätten sich mit der Vereinbarung zudem den Schutz besonders vulnerabler Arbeiter und Arbeiterinnen zur Aufgabe gemacht.

Konkret sind gemeinsame Koordinierungstreffen mit halbjährlicher Frequenz sowie die Einrichtung von einer technischen Arbeitsgruppe geplant, die mindestens dreimal jährlich zusammentritt, um spezifische Themen zu vertiefen. “Vorgesehen ist auch der kontinuierliche Austausch von Fachwissen bei der Ausarbeitung der jeweiligen Landespräventionspläne sowie die Abstimmung ihrer Inhalte”, ergänzt Piffer. Gemeinsame Anstrengungen im Bereich der Digitalisierung der Inspektionsverfahren sowie der Zugang zu nationalen Datenbanken und Portalen, die den Aufsichtsorganen derzeit nicht zur Verfügung stehen, zählen ebenso zu den gemeinsamen Zielen. Zusammenarbeit wird künftig auch bei der Planung und Durchführung von Informations- und Sensibilisierungsinitiativen groß geschrieben.

Bezirk: Bozen

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