Kompatscher zufrieden

ASTAT: Zuwachs für Außenhandel im zweiten Quartal

Montag, 12. September 2016 | 12:09 Uhr

Bozen – Im zweiten Quartal 2016 wurden aus Südtirol Waren im Wert von 1.111 Millionen Euro ausgeführt, fast vier Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2015.

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Das Landesinstitut für Statistik (ASTAT) teilt mit, dass laut den aktuellen Statistiken zum Außenhandel im zweiten Quartal 2016 Waren im Wert von 1.110,8 Millionen Euro aus Südtirol ausgeführt wurden. Dies entspricht einer Zunahme um 3,9 Prozent gegenüber demselben Quartal 2015. Die Ausfuhren in die EU-Staaten insgesamt verzeichnen eine Zunahme um 3,2 Prozent, jene in die europäischen Nicht-EU-Staaten einen Anstieg um 17,9 Prozent. In den Bereichen Holzwaren, Papier, Pappe und Waren nahmen die Ausfuhren um 21,4 Prozent zu, während die Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft (-9,6 Prozent) weniger stark nachgefragt waren.

Kompatscher: „Südtirols Unternehmen reagieren agil auf neue Entwicklungen“

Das Landesinstitut für Statistik Astat hat heute zwei wichtige Erhebungen zum zweiten Quartal 2016 in Umlauf gebracht: jene zum Export und jene zur Erwerbstätigkeit.

Bei den Ausfuhren sind anhaltende Zuwächse zu verzeichnen. Im 2. Quartal 2016 exportierten Südtirols Unternehmen Waren im Wert von 1.110,8 Millionen Euro, das sind 3,9 Prozent mehr als im selben Quartal 2015. Dies bestätigt den Aufwärtstrend beim Export, der seit 2013 wieder steiler wächst. Nur im vierten Quartal 2015 lagen die Exporte bisher höher als im zweiten Quartal 2016, was aber saisonal bedingt ist.

„Bemerkenswert ist, dass Südtirols Unternehmen es erneut geschafft haben, auf Veränderungen am Markt agil und mutig zu reagieren, um nachlassende Nachfrage oder eine riskante politische Lage in einem Land oder Kontinent zu kompensieren und ihren Vertrieb auf andere Regionen der Welt zu verlagern“, kommentiert Landeshauptmann Arno Kompatscher. Es gab beispielsweise deutliche Rückgänge im russischen Markt (-33,9 Prozent) ebenso wie in Afrika (-30,2 Prozent), dafür stiegen die Ausfuhren nach Asien (+7,9 Prozent) und dem amerikanischen Kontinent (+5,9 Prozent), aber auch in die Schweiz (+15,2 Prozent). „Erfreulich ist es, dass es den Unternehmen gelingt, auch in nicht herkömmlichen Märkten Fuß zu fassen, was natürlich aufwändiger ist, aber die Unternehmen weniger abhängig macht vom stärksten Abnehmer Deutschland. Das zeigt einmal mehr, dass das Engagement der Unternehmen in diese Richtung Früchte trägt“, sagt Kompatscher.

Eher saisonale Schwankungen lassen sich hinter den rückläufigen Zahlen bei den Erzeugnissen von Land- und Forstwirtschaft (-9,6 Prozent) vermuten, ein Sektor, der 15 Prozent aller Exporte ausmacht. Damit verdrängt der Sektor Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren jenen der Land- und Forstwirtschaft von Platz 1 im Ranking. Bedeutende Zuwächse weisen auch andere Top-Sektoren auf: Grundmetalle und Metallerzeugnisse, ausgenommen Maschinen und Anlagen (+12,8 Prozent), Fahrzeuge (+8,3 Prozent), Maschinen und Apparate (+7,3 Prozent).

Arbeitslosigkeit weiter gesunken

Die Erwerbstätigenquote im zweiten Quartal 2016 ist mit 72,8 Prozent vergleichsweise gut. Dem erfolgreichen Geschäftsverlauf der Unternehmen entsprechend geht aber vor allem die Arbeitslosenquote erneut zurück, nämlich saisonal bereinigt von 4,3 Prozent im zweiten Quartal 2015 auf 3,7 Prozent im zweiten Quartal 2016. „Dies ist ein Wert, der als Vollbeschäftigung angesehen werden kann. Die Maßnahmen, die das Land Südtirol zur Förderung der Wirtschaft ergriffen hat, zeigen also weiterhin ihre Wirkung”, unterstreicht der Landeshauptmann.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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3 Kommentare auf "ASTAT: Zuwachs für Außenhandel im zweiten Quartal"


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Staatsfeind
Neuling
17 Tage 1 h

“Die Maßnahmen, die das Land Südtirol zur Förderung der Wirtschaft
ergriffen hat, zeigen also weiterhin ihre Wirkung”, unterstreicht der
Landeshauptmann.”
Hier liegt ein fundamentaler Denkfehler vor. Bevor die Politik in der Lage ist die Wirtschaft zu fördern, existieren Perpetuum Mobile. Die Politik kann nur das Geld ausgeben, das sie zuvor anderen geraubt hat. Dieser Raub, fälschlicherweise Steuern genannt, schwächt natürlich Unternehmen und Kunden. Es ist gänzlich unmöglich nach dem man ausgeraubt wurde mehr Geld auszugeben, bzw. mehr zu wirtschaften, als vor dem Raub möglich gewesen wäre.
Das Steuervieh fällt aber immer wieder auf diesen Hütchenspielertrick der Räuberbande rein.

00
Grünschnabel
16 Tage 3 h

Die tägliche Jubelmeldung

ex-Moechteg.Lhptm.
Grünschnabel
15 Tage 18 h

jo jo politik und statistik:

wenn einer 2 Millionen hat, der andere nix, dann sind statisch beide immer noch millionäre, und auf dieser basis macht die politik dann die regeln

graus

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