Erfolgreicher Projektabschluss

Bauämter in Mölten und Vöran sind digitalisiert

Mittwoch, 23. November 2022 | 15:40 Uhr

Mölten – Anfang dieses Jahres hat die Umsetzung des EU-Förderprojektes zur Digitalisierung der Bauämter in den Burggräfler Gemeinden Mölten und Vöran volle Fahrt aufgenommen. Jetzt steht das Vorhaben mit einem genehmigten Gesamtbudget von knapp 185.000 Euro unmittelbar vor dem Abschluss, und es ist Zeit für ein Resümee.

Getragen von der Überzeugung, dass eine wertschaffende Zusammenarbeit ein Schlüssel zu langfristigem Erfolg ist, gelten Kooperationsprojekte in EU-Förderprogrammen als besonders wichtig. Deshalb gilt auch das Kooperationsprojekt, welches die beiden Gemeinden Mölten und Vöran im Rahmen des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) eingereicht haben, als Vorzeigeprojekt für übergemeindliche Zusammenarbeit.

Bereits im Februar begann die Gemeinde Mölten mit der Digitalisierung der Bauakte, und schon im April zog die Gemeinde Vöran nach. In beiden Fällen war die Sozialgenossenschaft Kairos aus Brixen mit der Durchführung der Arbeiten beauftragt. Nun stehen die Digitalisierungsarbeiten unmittelbar vor dem Abschluss. Letzte Arbeiten an der Einrichtung einer Schnittstelle für das Einspielen der digitalen Dateien in die entsprechenden Verwaltungsprogramme laufen noch.

Der Ausbau der Digitalisierung in den öffentlichen Verwaltungen ist mittlerweile ein wichtiges Handlungsfeld in den staatlichen und europäischen Förderprogrammen, und besonders die Gemeinden sehen sich in diesem Zusammenhang mit vielen Chancen, aber auch mit ständig neuen Anforderungen konfrontiert. Wenn Digitalisierungsmaßnahmen über Staatliche oder europäische Fördertöpfe finanziert werden, gesellen sich zu den inhaltlich oft schon komplexen Anforderungen noch administrative Schwierigkeiten hinzu. Zu diesem Schluss kommen auch die Entscheidungsträger in den Gemeinden Mölten und Vöran: Der Möltner Bürgermeister Walter Gruber bewertet vor allem die Auftragsvergabe im EFRE – Kooperationsprojekt als große Herausforderung: “Gemeindeverwaltungen sind das Arbeiten mit den Vergabevorschriften bei öffentlichen Aufträgen gewohnt, wenn dann aber noch EU-Förderkriterien dazukommen, dann wird’s schwierig. Insbesondere in unserem Fall, wo wir ein EFRE-Kooperationsprojekt realisieren, und es keine vergleichbaren Projekte gibt, an denen wir uns in der administrativen Verwaltung orientieren konnten.” In das gleiche Horn bläst der Vöraner Bürgermeister Thomas Egger: “Der Wert von EU-Förderungen zur Realisierung derartiger Initiativen ist unumstritten, der bürokratische Aufwand jedoch auch. Vor allem für unsere ohnedies bereits sehr beanspruchten Mitarbeiter bringen derartige Projekte einen oft unterschätzten Mehraufwand mit sich.”

Die Verwalter sind sich jedoch darüber einig, dass die Digitalisierungsmaßnahmen einen hohen Nutzen für die Bürger*innen der Gemeinden generieren und einen notwendigen Baustein für die Zukunftsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung darstellen. Bis dato nur analog verfügbare Dokumente können zukünftig digital abgerufen werden, und damit orts- und zeitunabhängig eingesehen werden. Das ist praktisch für die Bürger*innen und Techniker*innen und erhöht zugleich die effizienz der internen Abläufe in den Gemeinden.

Im Dezember schließen Mölten und Vöran das EFRE-Förderprojekt ab und – trotz der genannten Herausforderungen – sollen weitere Fördervorhaben folgen.

Von: luk

Bezirk: Salten/Schlern

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