Treffen mit Jungbauern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

Bauernjugend sagt Nein zum Schutzstatus des Wolfes

Mittwoch, 03. Oktober 2018 | 15:50 Uhr

Bozen – Beim heurigen Vier-Länder-Junglandwirtetreffen in Berlin trafen sich die Vertreter der Jungbauern aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. Neben dem Hauptthema des Treffens „der Biodiversität“ wurden auch Themen der einzelnen Länder angesprochen.

Ein Punkt, der alle vier Länder zurzeit beschäftigt, ist die Wolfsthematik. Aufgrund der hohen Anzahl an Wolfsrissen bei Nutztierherden, die für die Landwirte einen großen Schaden bedeuten, wurden von den Jungbauern klare Forderungen gestellt.

sbj

Primär fordern die Vertreter der vier Länder den Schutzstatus des Wolfes in der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie zu senken oder die Ausnahmeregelungen zum Wohle der Landwirtschaft zu erweitern. “Eine vereinfachte Entnahme von Wölfen durch Zustimmung von Gebietsleitern oder Jagdaufsehern muss innerhalb der Jagdgebiete möglich sein. Dadurch sollen die Weidegebiete in den Europäischen Alpen, die Weidezonen an den Deichgebieten sowie die Almgebiete zukünftig wolfsfrei werden. Die Ansiedelung des Wolfes hat dazu geführt, dass viele Almen und Weidegebiete heuer nicht mehr beweidet wurden. Die Folge sind verwilderte Almen. In den Jagdgebieten ist von einem drastischen Rückgang des Wildbestandes die Rede.”

“Herdenschutz ist keine Alternative”

Die Jungbauern bemängeln die Möglichkeiten der Herdenschutzmaßnahmen. “Die Schutzzäune können die Herden in den Alpen und im steilen Gelände nicht ausreichend vor dem Wolf schützen. Die Anschaffung von Herdenhunde bedeutet für den Bauern einen enormen Zeitaufwand für die Erziehung. Außerdem sind sie für Wanderer auf den Almen eine Gefahrenquelle. Wird trotz des Herdenschutzes ein Nutztier gerissen, hindern langwierige Kontrollen der Behörde die Rückerstattung des Schadens an den Besitzer. Tiere, die nach einem Angriff verletzt sind oder sich verschreckt von der Herde entfernt haben, werden nicht in den Schadenszahlungen berücksichtigt.”

“Diese Regelung ist für die Jungbauern nicht verständlich, ebenso die Nichtbezahlung des Verlustes bei Rissen durch Hybriden (Kreuzung zwischen Wolf und Hund), die auch im Rudel vorkommen. Die Hybriden sollten in die Entnahmeregelungen ebenfalls miteinbezogen werden”, heißt es weiter.

“Auswirkungen auf die Wirtschaft”

Die Wolfsansiedelung wurde durch den „Action Plan for the Conservation of Wolves in Europe“ von Luigi Boitani durgeführt. Die Jungbauern sehen darin keine positive Entwicklung für den Wolf und auch nicht für die Landwirtschaft und den Tourismus. “Das Europäische Gebiet ist sehr dicht besiedelt und die landwirtschaftliche Tätigkeit hat sich auf jegliche Flächen wie Almen, Weiden, Deiche und Wälder ausgeweitet. Dies lässt sich mit der Ansiedelung nicht vereinen. Auch Probleme in der Tourismusbranche, die sich vom Tal bis hoch in die Almen verbreitet hat, sind vorauszusehen. Eine schnelle Lösung muss her, für ein sicheres Europa.”

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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40 Kommentare auf "Bauernjugend sagt Nein zum Schutzstatus des Wolfes"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Aurelius
Aurelius
Superredner
16 Tage 19 h

der Allmächtige Bauer fordert, fordert und will….

m. 323.
m. 323.
Superredner
16 Tage 18 h

di wahren Tierschützer sein olm no di Bauern.. net de drei Id…de lei in Wolf schützen möchten…

Aurelius
Aurelius
Superredner
16 Tage 18 h

@m. 323.
Wer redet hier von Tierschützer? ich sagte dass die Bauern immer nur am fordern sind und dabei selbst keine Steuern zahlen…..

ando
ando
Universalgelehrter
16 Tage 17 h

@m. 323.

Nicht dein ernst? 🙈

typisch
typisch
Universalgelehrter
16 Tage 17 h

sagt der nimmersatt,mit vollen mund voller bauernkost sollte man nicht sprechen

Aurelius
Aurelius
Superredner
16 Tage 15 h

@typisch
der Mensch lebt nicht vom Schafen und Äpfeln alleine

bern
bern
Superredner
16 Tage 12 h

@Aurelius
Bauern zahlen genug Steuern. Nur weil du keine Ahnung von der Steuergesetzgebung hast, musst du nicht Unwahrheiten schreiben. Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.

Aurelius
Aurelius
Superredner
16 Tage 1 h

@bern
sehr geehrter Herr Bern. jeder ausländische Arbeiter zahlt mehr als die Bauern. ich rede nicht von der Mehrwert sondern die Einkommensteuer und das zahlt kein Bauer. nur den Katasterwert zahlt ihr. die Wahrheit ist nicht jedermanns Sache

genau
genau
Universalgelehrter
15 Tage 15 h

@ando

Doch ich befürchte dass er es ernst meint😄😄😄

OrB
OrB
Universalgelehrter
16 Tage 19 h

Jo no schlimmer, die Jägerschaft hot nix mehr zum schießen!
Mir sind keine Almen aufgefallen die nicht mehr bewirtschaftet sind.

typisch
typisch
Universalgelehrter
16 Tage 17 h

aber almen mit toten tieren auch nicht? eben zeigt man nicht alles im fernsehen

OrB
OrB
Universalgelehrter
16 Tage 3 h

@typisch
Net ban Wandern, genauso nicht im TV.
Tua beides.

knedlfanni
knedlfanni
Tratscher
15 Tage 19 h

@OrB mir isch lai aufgfolln, dass in herbscht schianer isch mit inszenierte show-artige almabtriebe geld zu schäffln, anstott in wolf zu erwähnen😂😂 und wos isch überhaup mitn BÄR? schun ausgerottet?

mandela
mandela
Superredner
16 Tage 18 h

sehr sehr gut!! langsam aber sicher bekommen wir unser wolfsfreies europa, danke an alle bauern!

Aurelius
Aurelius
Superredner
16 Tage 17 h

mandela

und morgen kommt ein Ufo mit Marsmenschen😂

genau
genau
Universalgelehrter
15 Tage 15 h

@Aurelius

😄😄😄😄

aristoteles
aristoteles
Superredner
16 Tage 20 h

verständlich

m. 323.
m. 323.
Superredner
16 Tage 19 h

sein eh lei de drei Schreier de fürn Wolf sein…

genau
genau
Universalgelehrter
15 Tage 15 h

@m. 323.

Wer hier die Schreier sind😄😄

Mach dich nicht lächerlich

Pic
Pic
Tratscher
16 Tage 18 h

Über Biodiversität zu sprechen und gleichzeitig die Ausrottung des Wolfes im größten Teil Europas zu verlangen, das bringen nur Bauern zustande. Bei so einer Einstellung zur Biodiversität ist es an der Zeit sich zu fragen, ob jene Bauernbetriebe, die nur mit Steuergeldern und Privilegien am Leben erhalten werden und zusätzlich minimal zur Produktion von Lebensmitteln beitragen, weiterhin unterstützt werden sollen. Ohne diese finanziellen Hilfen bräuchten die Bauern nicht über Biodiversität zu sprechen, denn es würde genug kostbare, natürliche und BIODIVERSE Landschaft der Nachwelt erhalten bleiben.  

Staenkerer
16 Tage 15 h

wenn de jungen schun so obgelernt sein nor guten acht zukunft im schönen landl …

Staenkerer
16 Tage 18 h

und wenn de na sogn, nor isch es na!
wos a bauer sog, isch zu mochn! kapito??

typisch
typisch
Universalgelehrter
16 Tage 17 h

sagt er zum knecht der sich sein essen erst verdiehnen muss

Aurelius
Aurelius
Superredner
16 Tage 15 h

@typisch
jeder muss sich sein essen verdienen, ausser du arbeitest nicht

sonoio
sonoio
Tratscher
15 Tage 21 h

@typisch 

wos willsch die leit erpressen? bzw es gefühl gebn, dass die leit ins epes schuldig sein, weil mir es privileg hobn af an hof zu leben, inser eigener chef zu sein und die meisten von ins mittlerweile koane bauern, sondern unternehmer sein und enk deswegn recht gebn miassn? wia schun gsog es gib genua bauern, de net deine enstellung und meinung toalen! und i spiel mi sicher net auf, als hattn die leit nix zu essn wenn se weiter in wolf schützn!! daidai….

genau
genau
Universalgelehrter
15 Tage 15 h

@Aurelius

Oder du bist Bauer😄
Da zahlt die arbeitende Bevölkerung für deinen Lebensunterhalt

AnWin
AnWin
Tratscher
16 Tage 16 h

….liebe Bauernjugend,meine Buechse ist schon geladen!

Staenkerer
16 Tage 15 h

auf wem willsch schießn, decht nit auf de jungs …. hoff i …

genau
genau
Universalgelehrter
15 Tage 15 h

@Staenkerer

Das eollen wir mal nicht hoffen😄😄😄

KASPERLE
KASPERLE
Grünschnabel
16 Tage 15 h
Fakt 1: In Südtirol gibt es ca. 15 Wölfe auf einer Fläche von 7.500 km2 = 1 Wolf alle 500 km2 (zum vgl. Bozen=52km2) = wir haben 1 Wolf alle 10 Bozen Fakt 2: in den letzten 150 (einhundertundfünfzig) Jahren wurden in ganz Italien genau 0 (null) Menschen von einen Wolf angegriffen. Fakt 3: im Jahr 2016 wurden in einem Jahre 16 (sechzehn) Schafe und 1 (eine) Ziege gerissen. (Schaden von 9.500 Euro) Im Jahr 2017 hat ein Südtiroler Bauer an einem Tag aus Frust seine ganze Herde (über 100 Schafe und 3 Schäferhunde) umgebracht, also in wenigen Stunden soviel… Weiterlesen »
So ist das
So ist das
Superredner
16 Tage 5 h

Alles Fakten, die besonders vor den Wahlen nicht erwähnt werden, weil die Bauernlobby nicht verärgert werden darf.

sonoio
sonoio
Tratscher
15 Tage 21 h

mit fakten haben’s die foristen hier nicht so!!

genau
genau
Universalgelehrter
15 Tage 15 h

@So ist das

Genau! Man will sich doch nicht dass dumme Wahlvieh vergraulen…arme svp😀

idenk
idenk
Grünschnabel
16 Tage 20 h

Jo nor Wolf loss dor in Zukunft nimmer dorwischen.

bern
bern
Superredner
16 Tage 12 h

Entweder Almwirtschaft oder Wölfe. Beides geht nicht.
Entweder die Politik handelt oder es gibt 3S.

sonoio
sonoio
Tratscher
15 Tage 21 h

geht nicht… hast du mal probiert? oder bist du ein betroffener bauer? was ich eher nicht glaube, weil bis jetzt so gut wie nie was passiert ist.

mandela
mandela
Superredner
15 Tage 14 h

bravo!

Paul
Paul
Universalgelehrter
16 Tage 17 h

tian semo dapormen

Ludwig11
Ludwig11
Tratscher
16 Tage 15 h

Äh, jo, kriegt do donn der Wolfsbesitzer oder der Schofbauer in Beitrog ? 
Lei holt frogen, jo, äh.

Johnarch
Johnarch
Grünschnabel
15 Tage 5 h

Fordern, fordern, fordern..wir wollen…es muss…dies nicht möglich…das nicht möglich….Wirtschaft wird untergehen…Almen werden aufgelassen…Tourismus bleibt aus….blablablabla…blablabla…
glaubt ihr denn die Leute sind blöd? Geht weiter Unmengen an Milch zu produzieren und macht euch nicht lächerlich…

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