Von: luk
Bozen – Saubere Wärmeenergie für Wohnungen und Betriebe: Bei diesem Thema gibt es hierzulande noch Spielraum. Derzeit wird 40 Prozent der Wärme in Südtirol mit erneuerbarer Energie erzeugt, 60 Prozent durch fossile Energieträger.
In Bozen werden aktuell rund 23.000 Bürgerinnen und Bürger sowie etwa 900 öffentliche und gewerbliche Gebäude mit Fernwärme versorgt. Und das Fernwärmenetz wird weiter ausgebaut: Derzeit konzentrieren sich die wichtigsten Ausbauarbeiten auf die Bozner Altstadt. Bei einem Lokalaugenschein am Pfarrplatz am 17. März konnte sich der Landesrat für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz und Energie, Peter Brunner, davon überzeugen. Anwesend waren auch der Bozner Vizebürgermeister Stephan Konder, Alperia-Generaldirektor Luis Amort und Alperia Ecoplus Direktor Günther Andergassen.
„Mit der Fernwärme unterstützen wir eine nachhaltige Energieform, die zum Erreichen der Ziele des Klimaplans Südtirol 2040 wesentlich beiträgt“, betonte Landesrat Brunner. Die Abkehr von fossilen Brennstoffen sei ein Gebot der Stunde, das würden auch die aktuellen Ereignisse im Nahen Osten zeigen. “Auch landesweit setzen wir auf den Ausbau der Fernwärme: Jedes Jahr steigen, auch dank der Landesbeiträge, die Anschlüsse an die Fernwärmenetze“, so Brunner.
Das Fernheizwerk in Bozen, das von Alperia geführt wird und seit rund 30 Jahren in Betrieb ist, nutzt hauptsächlich die Abwärme der Abfallverwertungsanlage Bozen. Vom Fernheizwerk aus wird die Wärme in Form von Warmwasser in das Fernwärmenetz – in einen geschlossenen Kreislauf von unterirdischen Rohrleitungen – eingespeist, um die Stadt mit Fernwärme zu versorgen. „Mit dem Fernheizwerk Bozen können aktuell über 25.000 Tonnen CO₂-Emissionen pro Jahr eingespart werden“, erklärte Vizebürgermeister Stephan Konder. „Das trägt vor allem im Winter dazu bei, die bereits vom Verkehr belastete Bozner Luft zu verbessern.“
„Wir setzen auch in der Fernwärme bewusst auf nachhaltige Technologien. Dafür wollen wir, neben der Energie der Müllverwertungsanlage, künftig auch Biomasse, Biomethan sowie Großwärmepumpen nutzen, um die CO₂-Emissionen kontinuierlich zu reduzieren. Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der im Klimaplan Südtirol 2040 festgelegten Vorgaben und verfolgen gleichzeitig das strategische Vorhaben, bis 2040 Netto-Null-Emissionen zu erreichen“, betonte Alperia-Generaldirektor Luis Amort. „Das ambitionierte Ziel ist es, bis zum Jahr 2035 rund 45.000 Boznerinnen und Bozner mit Fernwärme zu versorgen“, ergänzte Alperia Ecoplus Direktor Günther Andergassen.




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