Schaden im Herbst durch zweiten Lockdown verschärft

Corona: Zulieferer von Lebensmitteln vor dem Aus

Dienstag, 15. Dezember 2020 | 11:08 Uhr

Bozen – Die negativen Auswirkungen der heruntergefahrenen Tourismusbranche auf andere Sektoren sind fatal. So hält Covid-19 auch zwischen 500 und 600 Kleinbetriebe in Atem, welche Südtirols Hotels und Gastronomie täglich mit Kühlwaren beliefern. Einige von ihnen befürchten sogar das Unternehmens-Aus.

Solange das Corona-Virus weitere wirtschaftliche Einschränkungen mit sich bringt, bleiben die Aussichten düster. Nicht nur die lokale Tourismusbranche leidet unter dem Lockdown, sondern auch zahlreiche an den Tourismus gekoppelte Wirtschaftssektoren. Die Rede ist von den 500 bis 600 Kleinbetrieben, welche Südtirols Bars, Restaurants und Hotels täglich mit frischen Lebensmitteln sowie Tiefkühlwaren beliefern. Viele von ihnen befürchten mittlerweile die Betriebsschließung, da sie seit Monaten so gut wie keine bzw. keine Arbeit haben.

Allein der Schaden, welcher bereits im Frühjahr entstanden ist und welcher sich im Herbst durch den zweiten Lockdown verschärft hat, sei nicht wieder gutzumachen. Die Berufsgemeinschaft der Warentransporteure im lvh befürchtet, dass sich die Situation auch in den nächsten Monaten nicht bessern werde. Während Paketzusteller oder die klassischen Warentransporteure die Krise nicht so stark spüren, seien Lebensmittelzulieferer im Tourismus enorm betroffen. Nur durch schnelle weitere Hilfspakete könnten diese Unternehmen gerettet werden. Ansonsten werden die Betriebe – welche schlussendlich wichtige Glieder innerhalb der Gastronomie-Lieferketten darstellen – die zweite Welle erst gar nicht überleben. Mit den Betrieben stehen viele Existenzen von Mitarbeitern und Familien auf dem Spiel.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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32 Kommentare auf "Corona: Zulieferer von Lebensmitteln vor dem Aus"


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Sag mal
Sag mal
Kinig
1 Monat 3 Tage

dann müssen Diejenigen jede andere Arbeit annehmen und es braucht keine Ausländischen Angestellten mehr🤔

Ars Vivendi
1 Monat 3 Tage

@Sag mal..👍 ist sicher eine Überlegung wert. Nur arbeitet meines Wissens der Großteil der saisonalen ausländischen ArbeitnehmerInnen in Branchen, die bei den Einheimischen wegen ihrer “geringen Bezahlung” nicht sonderlich begehrt sind.

EviB
EviB
Grünschnabel
1 Monat 3 Tage

sag mal
also bei dir gibt es nur schwarz oder weiß oder?
So kann nur jemand reden, der nie selbstständig war.
Man steckt sein ganzes Herzblut, seinen Schweiß einfach alles in seinen Betrieb. Arbeitet Tag und Nacht.
Und dann steht von heut auf morgen alles still und die Existenz ist gefährdet.
Alles was man sich aufgebaut hat.
Und dann soll man sich laut dir einfach eine andere Arbeit suchen?
Ohne Worte!👎👎👎

Sag mal
Sag mal
Kinig
1 Monat 3 Tage

@Ars Vivendi wenn s um s überleben ginge wäre alles genug.

Guennl
Guennl
Tratscher
1 Monat 3 Tage

Faktenchecker
1 Monat 3 Tage

Dein Wissen ist irrelevant. Da ist Weitsicht gefragt.

Faktenchecker
1 Monat 3 Tage

sumperer
sumperer
Neuling
1 Monat 3 Tage

So schaug “Niemand wird im Regen stehengellassen.” aus!😂😂

Hustinettenbaer
Hustinettenbaer
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

“Blühende Landschaften” ?

PuggaNagga
1 Monat 3 Tage

„Allen wird geholfen…“😂

Nix kriagsch, Net amol GIS und Steuervorauszahlungen wern oan nochglossn.

One
One
Grünschnabel
1 Monat 3 Tage

Habe kein Mitleid. Die haben alle soviel Unterstützung fürs Nichtstun bekommen, daß unsereins schwindlig wird. 90% Umsatz geschenkt bekommen, ist wie 6 Monate den nackten Gewinn einsacken, ohne auch nur einen Finger dafür rühren zu müssen.

PuggaNagga
1 Monat 3 Tage

@one
Das ist nicht war! Du hast überhaupt keine Ahnung!
Typischer neidischer Brummler!

EviB
EviB
Grünschnabel
1 Monat 3 Tage

One
wer behauptet so etwas.
Es sind ganz viele, die durch alle Raster gefallen sind!

berthu
berthu
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

Das hata bei uns niemand bekommen, manche nur 1000€ bis jetzt.

sophie
sophie
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

Es kommt Knüppeldick und wird viele Sektoren treffen, hauptsächlich aber Tourismus und die damit zusammen hängenden Handwerks Betriebe, die Krise kommt Zeitverschoben, zu hoffen ist mir dass mit der Impfung sich die Situation ein wenig abschwächt und Betriebe sowie deren Angestellte wieder arbeiten können

berthu
berthu
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

Die Banken werden die “Impfung” schon bekommen, aber…

oasterhos
oasterhos
Tratscher
1 Monat 3 Tage

Ja wen wunderts?? Zu vergleichen mit 200 km/h über eine Bergstraße fahren und dann wundern, wenn man über die Straße hinaus in den Wald fährt und alles hin ist. 

Ars Vivendi
1 Monat 3 Tage

Zu 99% wird es für meinen/unseren Betrieb kein “Aus” geben, aber es wird ein zähes Ringen um die verbliebenen “Märkte”, noch dazu, da der Verkauf ins Ausland quasi bei “0” angekommen ist. Es wird massiv an die Rücklagen, die eigentlich für Investitionen vorgesehen sind, gehen, im Falle eines längeren Andauerns der Situation stehen auch private Einlagen von mir und meinen Kindern zur Diskussion. Wir hoffen auf Vernunft und Eigenverantwortung und vorallem auf einen Erfolg durch die Impfungen. Grüße aus Süddeutschland und bleibt gesund und optimistisch.

Hustinettenbaer
Hustinettenbaer
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

@Ars Vivendi
In meinem Bekannten- und Geschäftskundenkreis kaufen fast Alle lokal. Und “lokal” bedeutet auch, über Internet bei Orts-/D-/EU-Ansässigen zu bestellen.
Also liebe Einzelhändler: gemeinsame Internetplattformen aufbauen und mit den vielen willigen Kunden Amazon die Säbelzahntiger-Zähne ziehen.

PuggaNagga
1 Monat 3 Tage

@Ars
Da geht es dir ähnlich wie bei uns. Aber von 99% bin ich weit entfernt. Private Rücklagen werde ich nicht locker machen.
Für Mitarbeiter und Lieferanten wirds aber eng werden. Ich kann nicht ewig Leute fürs Nichtstun zahlen. Lieferanten werden uberflüssig.
Wenns ganz hart wird (mehrere Jahre so gut wie kein Profit) schliesse ich. Hab keine Lust auf ein auf und ab. Zu und Auf und wieder Zu.

Sag mal
Sag mal
Kinig
1 Monat 3 Tage

Ars Vivendi Danke Sie auch .

Ars Vivendi
1 Monat 3 Tage

@PuggaNagga..ich wünsche dir und deinen MitarbeiternInnen, dass diese Sch…. einigermaßen gut für euch vorbei geht. Meine Oma sagte immer, Kopf hoch, wenn der Hals auch dreckig ist 🤣. Bleib/t gesund und optimistisch

PuggaNagga
1 Monat 3 Tage

@Ars
Danke, Wünsche gehen zurück.
Bis jetzt ging es immer gut, auch heuer besser als erwartet (aber nicht auf normalen Niveau).
Ich sehe dieses Jahr aber nur als Kostprobe was auf uns zukommt.
1-2 Jahre kann man rumdümpeln und auch ohne Gewinne rausgehen, zur Not mit kleinen Verlusten. So als Zeitvertreib!
Aber das Herz des Unternehmers will etwas davon haben, komplett ohne Erfolge rentiert sich der Aufwand und das Risiko nicht. Deshalb muss ich nicht um jeden Preis weiter machen.
Zur Not wird halt der Staat leer ausgehen müssen und ich zahle keine Steuern mehr.

Ars Vivendi
1 Monat 2 Tage

@PuggaNagga..unsere Steuerberater raten von privaten Einlagen ab. Wenn es sein muss, werden wir Rückstellungen, die für meine Pensionszusagen in die Bilanz stehen, ganz oder teilweise auflösen. Meine Kinder und die MitarbeiterInnen mit ihren Familien sollen keinen Schaden nehmen. Mir reicht es auch so.

marher
marher
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

Nur traurig um wahr zu sein. Es schaut wirklich düster aus und ein Ende ist nicht in Sicht.

Privatmeinung
Privatmeinung
Tratscher
1 Monat 3 Tage

Da sieht man die Qulität der politischen Entscheidungen.

Sag mal
Sag mal
Kinig
1 Monat 3 Tage

Privatmeinung vor allem die Entscheidung der Wähler😏

Andreas1234567
Andreas1234567
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

Hallo nach Südtirol,

wer hätte das geahnt? Gastro/Beherbung/Tourismus sind doch nur ein paar blöde Dominosteine in einer endlosen Kette von ganz vielen Dominosteinen.

Auf Wiedersehen beim “und hier ist dann ihre Rechnung für die grosse Corona-Party”

Der_Seufzer
Der_Seufzer
Neuling
1 Monat 3 Tage
Sollte man einmal die ersten Monate zu Neujahrbeginn abwarten… Da kommen ja diese vielen ‘Residual’-Rechnungen und sämtliche ausgesetzte Rechnungen klopfen an der ohnedies schon angeknacksten Tür. Nicht zu vergessen, wer in Miete ist hat großteils durch die Finger geschaut und ist bald soweit in der Früh in den Spiegel zu schauen und die Albtraum-Fratze nicht mehr zuordnen zu können. Dann gibt es die welche nicht ansatzweise verstanden haben dass alles in einer globalisierten Welt zusammenhängt und es eventuell auch auf andere sogenannte ‘unabhängige’ Kategorien überschwappen könnte. Trotzdem stell ich mir eine andere Frage. Was wird denn mit all den Leuten… Weiterlesen »
irgendwer
irgendwer
Tratscher
1 Monat 3 Tage

so kann es gehen wenn fast die ganze Wirtschaft auf Tourismus setzt !!!!!!
OverTourismus ist keine Langzeitgarantie !!!!!

wouxune
wouxune
Superredner
1 Monat 3 Tage

War und ist immer schon so (unabhänig von Corona) wer am lautesten Schreit kriegt am meisten…

primetime
primetime
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

Hauptsache man bleibt gesund und wird nicht von diesem Virus heimgesucht. Ob man nach dieser Pandemie aber noch ein Dach über den Kopf hat und etwas zu essen ist ja egal.
Das Gleichgewicht stimmt hinten und vorn einfach nicht mehr

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