Warenströme im Fokus

Effiziente und vernetzte Infrastrukturen für eine nachhaltige Entwicklung

Dienstag, 05. Mai 2026 | 12:17 Uhr

Von: mk

Bozen – Moderne, vernetzte und innovative Infrastrukturen sind entscheidend, um einen effizienten Warentransport zu garantieren und die Entwicklung und weltweite Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu sichern. Dies wurde kürzlich bei der gemeinsam vom Unternehmerverband Südtirol und der Confindustria Trient organisierten Tagung „Logistics Roadmap: Die Warenströme in Italien und in Europa“ deutlich.

An der Tagung, die in Bozen stattfand, nahmen zahlreiche Mitgliedsunternehmen der beiden Verbände teil, aber auch von Confindustria Vicenza und Unindustria Lazio. Dabei wurde ein Überblick über die wichtigsten Verbindungen zwischen Italien und dem europäischen Kontinent gegeben, sowie über die Entwicklung der Warentransportsysteme.

Zentrales Thema ist und bleibt der Brenner, die wichtigste Achse für den Warenaustausch zwischen Italien und Europa. Es ist deshalb zentral, die Infrastrukturen entlang dieser Route effizient und bestmöglich zu nutzen, sowohl auf der Straße als auf der Schiene.

„Der freie Warenverkehr zählt zu den Grundfreiheiten der EU. Alle Maßnahmen, die dahin gehen, die korrekte Funktionsweise der Lieferketten zu garantieren, gehen deshalb in die richtige Richtung. Effiziente und zuverlässige Verbindungen sind Grundlage für eine funktionierende Wirtschaft und Gesellschaft“, so der Präsident der Sektion Transport im Unternehmerverband Südtirol, Roger Hopfinger.

„Die Modernisierung der Infrastruktur- und Transportsysteme ist wichtig, um die Warenflüsse und die Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen. Dies führt zu mehr Effizienz für das gesamte System, mit positiven Auswirkungen auf die Unternehmen, die in diesem Bereich tätig sind, sowie auf die Umwelt“, unterstrich der Präsident der Sektion Transport und Logistik in der Confindustria Trient, Stefano Pedot.

Ein Beispiel dafür, wie die Veränderungen in der Logistik angegangen werden können, brachte FS Logistix ein. Das Unternehmen verfügt über einen Fuhrpark von di 610 Lokomotiven, 14.000 Wagonen, führt 22 Verladestationen, und bewegt 105.000 Züge mit 48 Millionen transportierten Tonnen pro Jahr.

Für Sabrina De Filippis, Geschäftsführerin von FS Logistix, ist die größte Herausforderung, die Warenflüsse in Europa nicht nur effizienter zu machen, sondern zugleich nachhaltiger, indem die Umwelteinflüsse zurückgehen und auf intermodale Modelle gesetzt wird: „Hier nimmt der Brenner, über den wir 13 europäische Destinationen erreichen, und über den unsere Züge jährlich mehr als 350.00 Container transportieren, eine strategische Rolle ein. Die Inbetriebnahme des Brennerbasistunnels wird entscheidend sein für die Erhöhung der Kapazitäten, die Verbesserung der Verkehrsflüsse und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen.“

Bezirk: Bozen

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