Dachverband begrüßt Haltung von LH Kompatscher

Eindämmung des Umwegverkehrs: “Höchste Zeit”

Montag, 07. Mai 2018 | 16:53 Uhr

Auch LH Kompatscher endlich für konkrete Maßnahmen zur Eindämmung des Umwegverkehrs

Bozen – Landeshauptmann Arno Kompatscher hat anlässlich des Symposiums „BBT – Zukunft Transportwesen in Südtirol“ angekündigt, sich einerseits für die Harmonisierung des Lkw-Mauttarifs auf der Brennerautobahn einsetzen zu wollen und andererseits von Nordtirol die Anhebung der billigen Dieselpreise zu fordern, damit so die Anreize für den gesundheitsschädlichen Umwegverkehr über den Brenner wegfallen. Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz begrüßt diese Aussagen des Landeshauptmanns, der damit die jahrelangen Forderungen des Dachverbandes zur Eindämmung des Transitverkehrs aufgreift.

“Die Anpassung der Maut für den Schwerverkehr auf der Brennerautobahn an Nordtiroler Verhältnisse und ein Ende des billigen Diesels in Nordtirol – diese beiden Forderungen, die der Dachverband für Natur- und Umweltschutz seit Jahren postuliert, hat nun auch Landeshauptmann Kompatscher anlässlich eines am Samstag abgehaltenen Symposiums in der Technologischen Fachoberschule „Max Valier“ zum Thema „BBT – Zukunft Transportwesen in Südtirol“ aufgegriffen.
Der Transitverkehr auf der Brennerautobahn besteht nämlich zu einem Drittel aus sogenanntem Umwegverkehr. Dabei wird bewusst eine bis zu 300 km längere Fahrt über den Brenner in Kauf genommen, weil diese Verkehrsroute aufgrund der günstigen Maut- und Dieselpreise im Vergleich zur kürzeren Verbindung durch die Schweiz finanziell deutlich attraktiver ist”, erklärt der Dachverband.

“Mit der längeren Fahrt steigen auch die Emissionen und damit die negativen gesundheitlichen Folgen des Transits. An der Brennerautobahn werden die gesundheitsrelevanten Stickoxid-Grenzwerte kontinuierlich überschritten. Daher ist es höchst an der Zeit, dass endlich auch die Politik reagiert. Die beiden nun auch von Landeshauptmann Kompatscher übernommenen Forderungen wären geeignet für eine rasche und wirksame Reduzierung der Verkehrsbelastung, da sie sofort umgesetzt werden könnten, keine baulichen Maßnahmen voraussetzen, keine Kosten verursachen, sondern im Gegenteil öffentliche Einnahmen generieren würden. Also eine Reihe von Vorteilen gegenüber Mammutprojekten wie dem BBT. Vielleicht werden die genannten Maßnahmen gerade deswegen von verschiedenen Lobby-Kreisen bekämpft.”
Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz hofft, dass LH Kompatscher auch anlässlich des Verkehrsgipfels am 12. Juni in Bozen diese beiden Forderungen klar und unmissverständlich zur Sprache bringen und deren rasche Umsetzung einfordern wird.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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4 Kommentare auf "Eindämmung des Umwegverkehrs: “Höchste Zeit”"


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Dublin
Dublin
Kinig
13 Tage 12 h

…juhu…wir kriegen den gleichen Dieselpreis wie in Nordtirol…fohr ober dechtersch aussi inkafn… 😄

Amadeus
Amadeus
Grünschnabel
13 Tage 12 h

Preise anpassen? Dann aber generell, z.B.: Sollen die Discounter ihre Preise erhöhen, damit die Konsumenten wieder in den teureren kleineren Geschäften auf dem Land einkaufen, reduziert auch den Verkehr zu den Städten.
Benzin und Diesel Preis (nur für Arbeitnehmer) saftig erhöhen, dann suchen sich Arbeitnehmer wieder Arbeitsplätze die näher am Wohnort gelegen sind. Reduziert den Verkehr.
Ist das etwa so gemeint, Herr Landeshauptmann??? 

herbstscheich
herbstscheich
Superredner
13 Tage 11 h

Haltung…ER- denkt noch immer: mehr Steuern einnehmen um mehr zu verteilen – wobei ER bei Dieselpreisen und Maut NULL KOMPETENZ hat.

SilverLinings
SilverLinings
Grünschnabel
12 Tage 23 h

Ich bin jetzt kein Experte, aber ich glaube nicht dass der 300km lange Umweg der LKWs nur aufgrund der Spritpreise bzw. Mautgebühr in Kauf genommen wird. 300km Umweg bedeutet neben mehr Spritverbrauch auch fast 4h mehr Fahrtzeit/Lenkzeit mit entsprechenden vorgeschriebenen Pausen. Ob sich das rechnet nur wegen günstigerem tanken und Maut? Die Mehrkosten rechnet die Spedition eh auf den Kunden (also uns) ab. Ich denke vielmehr, dass die zwar kürzere Fahrt durch die Schweiz wegen der Bürokratie bei der Verzollung und dementsprechenden Wartezeiten vermieden wird. 

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