Von: mk
Bruneck/Margreid – Gute Nachrichten für Steuerzahler in Südtirol: Die Gemeinden Bruneck und Margreid an der Weinstraße haben laut aktuellen Daten des Landesinstituts für Statistik (ASTAT) ihre kommunale IRPEF-Zusatzsteuer für das Steuerjahr 2025 abgeschafft. Damit setzt sich ein positives Signal in Richtung Entlastung der Bürger.
Insgesamt verbleiben jedoch weiterhin elf von 116 Gemeinden, die an der Zusatzsteuer festhalten. „Diese wird im Jahr 2026 auf Basis der Einkommen 2025 eingehoben und bedeutet für viele Haushalte eine zusätzliche finanzielle Belastung“, erklärt der Verbraucherschutzverein Robin.
„Ungleiche Belastung bleibt bestehen“
Robin kritisiert weiterhin die strukturellen Schwächen dieser Steuer:
• Die Gemeinde-IRPEF werde zusätzlich zur staatlichen und regionalen Einkommenssteuer eingehoben
• Sie betrifft vor allem Arbeitnehmer und Rentner, die den Großteil der Steuerlast tragen
• Die Belastung hänge stark vom Wohnort ab und führe zu ungleichen Lebensbedingungen innerhalb Südtirols
Während einige Gemeinden bewusst auf diese Einnahmequelle verzichten, halten andere daran fest – mit direkten Folgen für das verfügbare Einkommen ihrer Bürgerinnen und Bürger.
Best Practice: Abschaffung ist möglich
Die Entscheidungen von Bruneck und Margreid zeigen aus Sicht von Robin klar: Die Gemeindezusatzsteuer ist keine Notwendigkeit, sondern eine politische Entscheidung, die auch rückgängig gemacht werden kann.
„Die Abschaffung der IRPEF-Zusatzsteuer in Bruneck und Margreid ist ein wichtiges Signal für mehr Steuergerechtigkeit. Es zeigt, dass Gemeinden sehr wohl Handlungsspielraum haben, um ihre Bürgerinnen und Bürger zu entlasten. Gleichzeitig bleibt es problematisch, dass weiterhin elf Gemeinden an einer Steuer festhalten, die vor allem Arbeitende und Rentner unverhältnismäßig trifft. Hier braucht es mehr Transparenz und eine kritische öffentliche Diskussion“, erklärt Walther Andreaus, Geschäftsführer des Verbraucherschutzvereins Robin.
Appell an Bürger
Robin ruft die Bevölkerung dazu auf, die Steuerpolitik in den eigenen Gemeinden aufmerksam zu verfolgen. Gerade im Umfeld politischer Entscheidungen und zukünftiger Haushaltsplanungen sei es entscheidend, dass Bürgerinnen und Bürger ihre Interessen aktiv einbringen.
„Die aktuelle Entwicklung zeigt: Während einzelne Gemeinden vorangehen und Entlastung schaffen, besteht weiterhin Handlungsbedarf. Ohne öffentlichen Druck besteht die Gefahr, dass die Gemeinde-IRPEF bestehen bleibt oder künftig sogar wieder ausgeweitet wird“, lautet das Fazit von Robin.

Hinweis: Die angegebenen IRPEF-Zuschläge können gestaffelt sein und variieren je nach Einkommenshöhe. Detailliertere Informationen zu den jeweiligen IRPEF-Zuschlägen sind auf der Website des Landesinstituts für Statistik (ASTAT) verfügbar: https://astat.provinz.bz.it/de/tarife-irpef. Für weitere Informationen kann man sich auch an die eigene Steuerwohnsitzgemeinde wenden.




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