"Chance für Südtirol"

EU stellt weiter Finanzierung für Transportinfrastruktur zur Verfügung

Donnerstag, 13. Oktober 2016 | 17:37 Uhr

Bozen – Am heutigen Mittwoch hat die Europäische Kommission zum dritten Mal ein großes Investitionsprogramm für nationale und transnationale Transportinfrastrukturen ausgerufen. Bis Februar können von den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union Projekte eingereicht werden, um eine Kofinanzierung aus dem Gesamtpaket mit einem Umfang von 1,9 Milliarden zu erhalten. Dabei wird besonders auf die Förderung von Infrastrukturen in Grenzgebieten Wert gelegt, um die Länder untereinander noch besser zu vernetzen und sogenannte Flaschenhälse abzubauen.

Michael Cramer, Chef des Verkehrsausschusses im Europaparlament, unterstreicht in der Aussendung der Europäischen Kommission, dass es vor allem um den Ausbau von Bahnverbindungen geht, welche umweltschonend und nachhaltig die verkehrstechnischen Hürden in vielen Grenzregionen überwinden können. Nicht umsonst war Herr Cramer im vergangenen Juli mit einigen seiner Kollegen des Verkehrsausschusses zu Besuch in Südtirol, um sich den Ausbau der lokalen Transportinfrastruktur sowie die Baustelle des BBT anzusehen.

Vor einigen Wochen haben die drei Verkehrsminister aus Deutschland, Italien und Österreich eine gemeinsame Erklärung unterschrieben, in dem die gesamten Zulaufstrecken des BBT zwischen München und Verona als transnationale Projekte gesehen werden sollen. Da  die integration der Mitgliedstaaten von europäischem Interesse ist, sollten die dafür sorgendo Projekte auch mit EU-Mitteln bezuschusst werden. Zurzeit ist man bereits in stetigem Austausch mit EU-VerkehrsKommissarin, um eine finanzielle Beteiligung der EU zu erwirken. Von daher kommt der jetzige Vorstoß der Europäischen Kommission genau zur rechten Zeit, nachdem noch innerhalb dieses Monats der Genehmigungsprozess rund um die Zulaufstrecke Franzensfeste-Waidbruck abgeschlossen werden soll.

Auch was den Ausbau des lokalen Verkehrsnetzes anbelangt, haben wir das Glück, dass es konkrete Überlegungen und Pläne gibt, für die man bereits heute in Brüssel vorfühlen kann. Dazu zählt zum Beispiel die Riggertalschleife, welche gemeinsam mit der Elektrifizierung der Vinschger Bahn für den regionalen Nahverkehr in Südtirol eine große Aufwertung darstellen wird.

SVP-Parlamentarier und Präsident der interparlamentarischen Gruppe “Freunde des Brenners und des TEN-T”, Daniel Alfreider, unterstreicht die Chance, welche eine solche Ausschreibung für das Land Südtirol bedeutet: „Wir müssen sicherstellen, dass wir die Infrastrukturprojekte in Südtirol, welche sowohl von lokaler als auch von internationaler Bedeutung sind, bestmöglich präsentieren, um einen finanziellen Beitrag der EU zu erhalten. Das Zusammenspiel zwischen qualitativer Planung und guter politischer Abstimmung zwischen den einzelnen Akteuren wird schlussendlich der Schlüssel zum Erfolg sein. Darum bemühen wir uns seit Jahren und sind deshalb optimistisch, die dafür in Frage kommenden Projekte bestmöglich in Brüssel zu präsentieren und einzureichen.“

Von: mk

Bezirk: Bozen

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