Logistikunternehmen will in Richtung Null-Emissionen-Warentransport

Fercam holt sich den Tesla-E-Lkw

Dienstag, 21. November 2017 | 16:01 Uhr

 

Bozen – Das Südtiroler Transport- und Logistikunternehmen hat wenige Tage nach seiner offiziellen Vorstellung den TESLA Semi Truck Elektro LKW geordert; mit einer Reichweite von 800 km wird der elektrobetrieben Lkw 2019 auf den Markt kommen und die transportbezogenen Emissionen auf null reduzieren.

Innovative Technologie für aktiven Umweltschutz

“Der technologische Fortschritt ist unser bester und wichtigster Verbündeter im aktiven Umweltschutz; wir haben auf den ElektroLKW hart gewartet, weil er die ideale Kombination mit unseren Intermodaldienstleistungen bietet. Wir sind auch mit Daimler, die in unserem Fuhrpark am stärksten vertretene Marke, bezüglich ihres Elektrotrucks in Kontakt, aber konnten dort leider bisher noch keine verbindliche Zusage erhalten ebenso wie beim schwedischen Hersteller Einride , dessen Produkt für unsere Verteilerverkehre sehr interessant wäre. Wir hoffen allerdings, dass durch den innovativen TESLA SEMI nun Schwung in diesen Markt kommt”, so FERCAM Geschäftsführer Hannes Baumgartner.

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Tesla Elektro-Lkw verspricht besondere Leistungen

TESLA hat die Vorreservierungen für den neuen Lkw auf den amerikanischen und kanadischen Markt beschränkt, weshalb FERCAM die Bestellung mit Hilfe seines langjährigen Partners in den USA, der MAO Inc. , vorgenommen hat; nach der Zustellung in deren Niederlassung in New Jersey ist der sofortige Export geplant, um sicherzustellen, dass FERCAM einen der ersten ausgelieferten TESLA Trucks in seinen Fuhrpark aufnimmt.

“Wenn der Tesla Semi das hält, was bei seiner offiziellen Vorstellung versprochen wurde, dann wird dies eine wahre Revolution im Schwerverkehr bewirken; wir sind  sehr froh, dass es uns gelungen ist, den Truck zu bestellen, wodurch wir zu den ersten Unternehmen gehören, denen dieses technologisch revolutionäre Fahrzeug ausgeliefert wird. Und wir sind zuversichtlich, dass wir auch in Europa nach seiner Einfuhr die entsprechende Zulassung erhalten werden,” ist Hannes Baumgartner überzeugt.

fercam

Laut Angaben des Herstellers wird der Fahrer beim neuen TESLA in der Mitte der Kabine sitzen, wobei ihn bei seiner Arbeit die serienmäßig verbesserte Version des Tesla-Autopiloten unterstützt, der Abstandsregler, Spurhalte- und Notbremsassistenten beinhaltet.

Umweltschutz kein reines Lippenbekenntnis 

FERCAM ist seit jeher bemüht, die durch die eigene Tätigkeit entstehenden Belastungen auf ein Minimum zu reduzieren. Als eines der ersten Transportunternehmen hat FERCAM schon vor Jahrzehnten die Intermodalverkehre Straße/Schiene in sein Dienstleistungsangebot aufgenommen und trägt durch die Verlagerung auf die Schiene zur Verringerung der Emissions-und Lärmbelastung bei. Durch den Einsatz von elektrobetriebenen Fahrzeugen nicht nur in der städtischen Verteilung, wo dies bereits geschieht, will man nun auch im europäischen Landverkehr auf neueste Technologie setzen, in der Überzeugung, dass Elektro Lkw künftig sicher einen wesentlichen Beitrag zum aktiven Umweltschutz leisten werden.

 

FERCAM AG

Die Südtiroler FERCAM AG mit Hauptsitz in Bozen zählt mit ihren rund 3.350 eigenen Ladungseinheiten und mehr als 900.000 m² Lagerflächen zu den führenden Transport- und Logistikunternehmen in Italien. Zu den Leistungen des Unternehmens gehören internationale Komplettladungsverkehre über Straße und Schiene genauso wie weltweite See- und Luftfrachttransporte, nationale Stückgutverkehre und zahlreiche Logistikservices.

FERCAM ist in Italien mit 64 Niederlassungen und europaweit mit weiteren 22 Standorten vertreten. Neben der Türkischen Tochtergesellschaft in Istanbul und einem weiteren Standort in Izmir betreibt FERCAM in Nordafrika zwei weitere Tochtergesellschaften in Marokko und in Tunesien sowie eine in Serbien. In Zusammenarbeit mit starken Partnerunternehmen in zahlreichen Ländern bietet FERCAM weltweit zuverlässige Transport- und Logistikleistungen. Das Unternehmen zählt derzeit rund 1.900 Angestellte und mehr als 3.000 externe Mitarbeiter und erzielte 2016 einen voraussichtlichen Umsatz von nahezu 700 Millionen Euro.

Von: luk

Bezirk: Bozen