Zeit bis 31. Jänner

Fernsehgebühr 2018: Wer kein Gerät besitzt, sollte rechtzeitig Befreiung verlangen

Dienstag, 05. Dezember 2017 | 10:42 Uhr

Bozen – Seit 2016 wird die Fernsehgebühr über die Stromrechnung eingezogen und seit damals gilt auch die Vermutung, dass in einem privaten Haushalt, also in einer Erstwohnung mit entsprechendem Stromanschluss, ein Fernsehgerät vorhanden ist. Wer kein Fernsehgerät besitzt und daher zu Recht von der Steuer befreit werden möchte, muss dies Jahr für Jahr der Agentur für Einnahmen mitteilen. Dies erklärt die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS).

Die Agentur für Einnahmen akzeptiert all jene „Erklärungen über den Nicht-Besitz eines Fernsehgeräts“ für das laufende Jahr, welche innerhalb 31. Jänner eintreffen. Alle Erklärungen, welche innerhalb 31.01.2018 eintreffen, gelten daher für das Jahr 2018. Da einige Stromverkäufer jedoch bereits vorher mit der Verrechnung beginnen könnten, ist es ratsam, sich beizeiten um die Erklärungen zu kümmern. So kann die Anlastung der ersten Rate vermieden werden, welche alles nur verkompliziert.

Was ist zu tun?

Am einfachsten funktioniert die Erklärung über die telematischen Dienste auf der Website der Agentur für Einnahmen (siehe: https://goo.gl/vbJqCp). Wer die Zugangsdaten besitzt (für Fisconline, mit denen man auch auf die vor-ausgefüllte Steuererklärung 730 zugreift), kann den Nicht-Besitz des TV-Geräts in wenigen Klicks erklären.

Alternativ kann man von der Website www.canone.rai.it (unten rechts) die Vordrucke herunterladen, ausfüllen und mit der Kopie eines Ausweises verschicken als Einschreiben ohne Umschlag an „Agenzia delle Entrate Ufficio di Torino 1, S.A.T. Sportello abbonamenti tv – Casella Postale 22 – 10121 Torino“ oder als zertifizierte Email (PEC) an cp22.sat@postacertificata.rai.it.

Schlussendlich kann die Erklärung auch bei ermächtigten Vermittlern (Steuerberatern und Steuerbeistandszentren) eingereicht werden. Hier ist es ratsam, kurz nach eventuellen Kosten zu fragen.

Die Erklärung gilt ein Jahr lang und muss daher jährlich erneuert werden, immer falls die Voraussetzungen noch bestehen. Die Fernsehgebühr beträgt 2018 wieder 90 Euro, und sollte in zehn Raten à je neun Euro auf der Stromrechnung verrechnet werden. Durch die zwei- oder mehr-monatliche Verrechnungsmodalität der Strombetriebe finden sich jedoch häufig auch Raten zu 18 Euro oder 27 Euro auf den Rechnungen.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

16 Kommentare auf "Fernsehgebühr 2018: Wer kein Gerät besitzt, sollte rechtzeitig Befreiung verlangen"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Mistermah
Mistermah
Universalgelehrter
12 Tage 2 h

Canone Rai, oder? Das bedeutet dass man kein Gerät besitzen darf, mit dem man Rai Sender empfangen kann. Dazu zählen dann auch Radio, Internet und mobiltelefon mit Internet empfang im gesamten Haushalt und deren Mitglieder. Unterm Strich wird es sehr wenige geben. Also aufpassen. Nur von TV sprechen ist irreführend.

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
12 Tage 33 Min

In Deutschland hättest du Recht, in Italien aber nicht. Hier ist das Gesetzt ganz anders mit weniger gebührenpflichtigen Geräten.

Gredner
Gredner
Superredner
12 Tage 24 Min

Achtung vor der Verbreitung von Falschinformationen!

Für Mobiltelefone oder Internetanschlüsse zahlt men KEINEN canone RAI.

Auf der Seite abbonamenti.rai.it steht ausdrücklich: “… debbono ritenersi assoggettabili a canone tutte le
apparecchiature munite di sintonizzatore per la ricezione del segnale
(terrestre o satellitare) di radiodiffusione dall’antenna
radiotelevisiva.

Ne consegue ad esempio che di per sé i personal computer, anche
collegati in rete (digital signage o simili), se consentono l’ascolto
e/o la visione dei programmi radiotelevisivi via Internet e non
attraverso la ricezione del segnale terrestre o satellitare, NON sono
assoggettabili a canone.”

Mikeman
Mikeman
Universalgelehrter
12 Tage 2 h

die übliche Gaunerei …….
warum gilt die Erklärung nur für ein Jahr wenn sich  ändert ??
Wo sind da die Verbraucherzentralen ,alles ein echter …………….
und bestens für die Abzockerei ausgeklügelt .

Wolke
Wolke
Grünschnabel
12 Tage 1 h

Finde ich auch! Ärgere mich jedes Jahr über diese Vorgehensweise. Normalerweise gilt in einem Rechtsstaat “im Zweifel für den Angeklagten”, aber in diesem Fall muss man sich wehren, damit einem nicht ungerechterweise Geld genommen wird. Zumindest sollte eine einmalige Erklärung reichen und die Pflicht, es zu melden, sollten sich die Umstände ändern. 

typisch
typisch
Superredner
11 Tage 23 h

eigentlich wäre es gesetzeswiedrig wenn 2 einen vertrag abschließen gegen 3te. also ich kann mich nicht erinnern dass ich einen vertrag unterschrieben hätte für meinen fernsehempfang und deren kosten, so funktioniert demokratie

Gredner
Gredner
Superredner
11 Tage 22 h

@typisch Wenn du in ein Restaurant gehst und dich am Buffet bedienst, musst du auch zahlen, ohne dass du einen Vertrag abgeschlossen hast. Ebenso zahlst du IMU/ICI/GIS, womit die Gemeinde die Strassenbeleuchtung finanziert, obwohl du vielleicht nachts nie auf die Strasse gehst…

typisch
typisch
Superredner
11 Tage 20 h

@Gredner
wenn das buffet für eine eröffnung oder werbeaktion ist glaub ich nicht. weißt du eigentlich viel millionen oder milliarden so für werbung in das fernsehn inverstiert werden und ich trotzdem zahle damit ich werbung sehe. mir fehlt hier das verältniss, normal müsste die kanäle dafür aufkommen

Mikeman
Mikeman
Universalgelehrter
12 Tage 1 h

wieder einer der solche Schmmee verbreitet……….
Internet und Mobiltelefon hat mit dem Canone überhaupt nichts zu tun ,den bezahlt man bereits.Sich mal genauer informieren anstatt die Leser irre zu führen ,war wohl so gewollt,kein Zweifel.

witschi
witschi
Universalgelehrter
12 Tage 1 h

wer net rai unschaug sollet net zohln miassn

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
12 Tage 31 Min

Wie in Deutschland und Österreich geht es um die Bereitstellung und nur in geringem Maße um die Sender. Die Sendeanlagen der RAI werden auch für andere Sender genutzt und verursachen entsprechend Kosten.

Wolke
Wolke
Grünschnabel
12 Tage 1 h

Kann mir jemand sagen, was ein “zertifizierte Email (PEC)” ist??? Ich mache es bisher immer mit Einschreiben, aber das kostet 6,45 Euro für nichts.

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
12 Tage 28 Min

In Italien gab es eine (zugegebenermaßen gute) Idee, um den Papierverbrauch zu reduzieren: Nämlich eine amtlich beglaubigte Email-Adresse, die garantiert einem bestimmten Nutzer zuzuordnen ist, das ist die PEC, sie sollte als Ersatz für eingeschriebene Briefe und Rechnungen dienen.

Die Umsetzung … die war dann nicht so dolle. Es gibt nämlich kein Gesetz, das den Nutzer zum regelmäßigen Abrufen der Emails verpflichtet. Damit ist das Ding dann wieder schon fast sinnlos.

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
12 Tage 17 Min

ps: PEC kostet auch Geld. Inklusive Mwst. verlangt Raiffeisen z.B. knapp 30€ im Jahr für 1 GB, 30 GB gibt’s dann für ca. 300€.

poste.it ist da deutlich günstiger, hier gibt’s das Gigabyte für weniger als 7€.
http://postecert.poste.it/pec/pec_retail.shtml

Wolke
Wolke
Grünschnabel
11 Tage 17 h

@Neumi , danke für die Info. Dann ist der einmalige Einschreibe-Brief pro Jahr preislich doch noch günstiger.

fanalone
fanalone
Tratscher
11 Tage 21 h

In Deutschland ist die Propagandaabgabe mittlerweile pro Haushalt fällig. Immerhin hat man hier das Recht keinen Fernseher zu besitzen. Wäre mir ohne diesen Bericht glatt entgangen. Danke!

wpDiscuz