Strom-Betankung eines E-Autos an der Ladesäule

Firmen-E-Autos drücken laut Studie Betriebskosten

Mittwoch, 18. März 2026 | 06:00 Uhr

Von: apa

Firmen und deren Fuhrparks werden oft als Motoren der E-Mobilität bezeichnet, angesichts der neuesten Ölpreis-Ausschläge wegen des US-israelischen Krieges mit dem Iran sind Treibstoffpreise ohnehin auch für Unternehmen mehr denn je Thema. Eine EY-Analyse zeigt nun, dass eine Elektrifizierung der europäischen Firmenflotten bis 2030 kumulierte Betriebskosteneinsparungen bis zu 246 Milliarden Euro ermöglichen würde – und das noch ohne den neuesten Preisschock zu berücksichtigen.

Um das Potenzial solch bombastisch anmutender Einsparungsmöglichkeiten zu heben, müssten freilich viele strukturelle Voraussetzungen gegeben sein, heißt es vom Österreich-Ableger der Unternehmensberatung EY und deren am Mittwoch veröffentlichten international ausgelegten “Eurelectric Report 2026”. Darin heißt es etwa, dass elektrische Fahrzeuge bereits heute in vielen Segmenten niedrigere Betriebskosten pro Kilometer aufwiesen.

Für Firmen gelte das insbesondere, wenn sie überwiegend auf Depot- oder Home-Charging-Modelle setzten. Depot-Charging meint das Aufladen außerhalb der Nutzungszeiten an einem zentralen Ort, beispielsweise via eigener grüner Stromerzeugung am Firmenstandort. Beim Home-Charging betankt der Mitarbeitende für die Nutzung beispielsweise daheim.

Weniger Emissionen und größere Bremsklötze

Um die riesigen Einsparungsmöglichkeiten zu nutzen, müssten auch viel mehr E-Lkw genutzt werden. Nur so könnten im Zeitraum bis 2030 auch CO2-Emissionen bis zu einer Milliarde Tonnen eingespart werden, so EY.

Aber: Der sogenannte Total Cost of Ownership, also die Gesamtkosten für eine Firma und ihr Fahrzeug, bleibe aufgrund höherer Anschaffungskosten, unsicherer Restwerte und uneinheitlicher Förderstrukturen weiterhin eine zentrale Herausforderung in der E-Mobilität und der Firmennutzung. Verzögerungen bei Netzanschlüssen sowie ein ungleichmäßig ausgebautes Ladenetz seien derzeit Bremsklötze bei der Elektrifizierung von Flotten. Nicht zu unterschätzen bleibt freilich auch die Entwicklung des Strompreises an sich.

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